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Heteroconger hassi Ohrfleck-Röhrenaal

Heteroconger hassi wird umgangssprachlich oft als Ohrfleck-Röhrenaal bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
480 
Wissenschaftlich:
Heteroconger hassi 
Umgangssprachlich:
Ohrfleck-Röhrenaal 
Englisch:
Spotted garden-eel 
Kategorie:
Röhrenaale 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Anguilliformes (Ordnung) > Congridae (Familie) > Heteroconger (Gattung) > hassi (Art) 
Erstbestimmung:
(Klausewitz & Eibl-Eibesfeldt, 1959) 
Vorkommen:
Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Australien, Banggai-Inseln, Caroline-Atoll, Chagos-Archipel, Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Great Barrier Riff, Guam, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Japan, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Komodo, Komoren, La Réunion, Madagaskar, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Neukaledonien, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Salomon-Inseln, Samoa, Seychellen, Sumatra, Taiwan, Tonga, Vanuatu, Weihnachtsinsel , West-Pazifik 
Meerestiefe:
5 - 50 Meter 
Größe:
35 cm - 45 cm 
Temperatur:
25°C - 29°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Invertebraten (Wirbellose), Lebendfutter, Lobstereier, Mysis (Schwebegarnelen), Plankton, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 200 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2007-05-10 01:04:14 

Haltungsinformationen

(Klausewitz & Eibl-Eibesfeldt, 1959)

Recht selten zu bekommen bzw. im Handel zu finden.
Sind auch in der ersten Nahrungsaufnahme nach dem Import nicht einfach.
Zudem sollten die Tiere im Artbecken gehalten werden, mit etwas höherem Bodengrund (Sand) und durchaus auch Algen.
Je höher die Sandhöhe, desto besser.
Schauen aus ihrer Röhre, in die sie sich bei Gefahr blitzschnell zurückziehen können.
Der Aal wurde nach seinem Entdecker, dem Unterwasserpionier Hans Hass, benannt.
Die anfängliche Meinung, dass es Nahrungsspzialisten sind, stimmt wohl nicht.
Bei einigen Aquarianern nehmen sie nach einigen Wochen sogar Flockenfutter und Granulatfutter an.
Also bleibt nach wie vor, dass sie einfach recht heikel beim Import sind.
Bekommt man gesunde Tiere und kann sie auf Futter umstellen, lassen sie sich halten.

Synonyme:
Leptocephalus maculatus Della Croce & Castle, 1966
Taenioconger haasi (Klausewitz & Eibl-Eibesfeldt, 1959)
Taenioconger hassi (Klausewitz & Eibl-Eibesfeldt, 1959)
Xarifania hassi Klausewitz & Eibl-Eibesfeldt, 1959

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Anguilliformes (Order) > Congridae (Family) > Heterocongrinae (Subfamily) > Heteroconger (Genus)


Bilder

Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

Spischi am 21.10.16#3
Hallo, auch halte momentan 3 H. hassi in meinen 2 Aquarien. 2 habe ich in meinem großen Aquarium seit Oktober 2014. Nach anfänglicher Scheu haben sie sich gut eingelebt und fressen alles was bei Ihnen vorbei kommt. Auch Trockenfutter nehmen sie an. Auch etwas dicker sind sie geworden und sie kommen auch viel weiter heraus. Bis die Doktoren kommen, dann sind sie schnell wieder in der Röhre. Sie kommen aber schnell wieder heraus. Sie sind auch zwischenzeitlich umgezogen. Einen neuen habe ich dieses Jahr im August 2016 gekauft. Er ist momentan zur Eingewöhnung in meinem Mini-Becken (50x30x30 cm). Er ist mittlerweile auch unerschrocken und frisst auch Alles. Ich habe vor noch weitere Aale zu ordern.

Mit freundlichen Grüßen.

Hans Spischak

www.spischak.de
froschmannxl am 01.05.08#2
Auch wenn man es nicht glauben mag, beim Abbau des Aquariums habe ich entdeckt, das der hassi mir aus dem Becken gesprungen ist.
Thilo Böck am 10.02.05#1
Die Eingewöhnung ist mitunter schwer. Das Hauptproblem besteht darin das die Tiere einen sehr ausgeprägten Fluchtreflex haben, und sich so erst an ihre neue Umgebung gewöhnen müssen ehe sie die Scheu einigermaßen Ablegen. Das ist definitiv die schwerste Zeit.

Ich halte ein paar dieser Tiere in einem azooxanthellaten Becken welches nur eine sehr gedämpfte und ausschließlich blaue Beleuchtung hat.

Hier finden die Tiere die besten aquaristischen Bedingungen, da sie auch in der Natur am Boden Leben und helles Licht nur bedingt mögen.

Es ist also sehr hilfreich, vor allem in der Eingewöhnungsphase, wenn nur wenig blaues Licht vorherrscht, und Allgemein das Becken sehr schwach Beleuchtet ist.

Auch häufiges Aufhalten unmittelbar in der Nähe des Beckens kann die Eingewöhnungszeit erheblich Verkürzen da sich das Tier an Bewegungsablaäufe des Pflegers gewöhnen kann und so schneller bemerkt daß keine Gefahr droht.

Die Futteraufnahme ist nun der zweite Schritt zudem man das Tier bewegen muß.

Hilfreich kann hier ein Frostfutterautomat sein, den man nicht kühlt (!) und anstelle dessen Lebende adulte Artemien einbringt. Für kleinere Tiere eignet sich auch ein Nauplienbrutgerät welches die Tiere autom. in das Aquarium entlässt nach dem Schlupf.
zeigt dies Erfolg kann langsam Mit kleinem angereichertem Frostfutter begonnen werden.

Pauschal lässt sich sagen, alles was kleine Beinchen, Fühler etc. hat löst wohl ähnlich wie bei Seepferdchen einen Freßreiz aus.

Eigentlich sind die Tiere nicht wählerisch, aber sie haben ein sehr spezialisiertes Sehvermögen. Nur was sich unmittelbar vor ihnen Bewegt können sie als Futter erkennen. Futter welches auf dem Boden liegt rühren sie nicht mehr an.

Strömungstechnisch ergibt sich daraus dann ein weiteres Problem.

Herkömmliche Strömungspumpen sind zu Stark, so daß sie Zwangsläufig abgestellt werden sollten. Aber ist das Futter erstmal am Boden, auch Wertlos für den Aaal.

Die idealste Strömung ist die Lineare, z.b. durch Luftheber erzeugt. Das Wassser wird so direkt über dem Bodengrund in großer Menge, aber mit Sanfter Geschwindigkeit Fortbewegt/Eingesogen, und an der Oberfläche weiter Transportiert. So kann man bei ganz normalen Bedingungen Füttern ohne etwa eine Pumpe Abschalten zu müssen mit dessen Vorgang das Tier ziemlich sicher in seiner Wohnröhre Verschwinden würde.

Auch hat es den Vorteil, daß nicht gleich gefressenes Futter ständig im Kreislauf bleibt solange bis es von einem Tier erfasst wird. Wegen der Futterreste müssen also nicht Unmengen Einsiedlerkrebse als Restevertilger in das Aquarium, die denn Aal ohnehin Stören würden aufgrund der Lebensweise.

Es empfiehlt sich ein feiner bis sehr feiner Bodengrund von guten 10-15 cm. Schichthöhe.

Beobachtungen zeigten bei mir daß die Tiere ihre Röhren eher Horizontal Anlegen als Vertikal und das unabhängig ob in 30 cm hohem Bodengrund oder in 15 cm Schichthöhe.

Der Grund wird wohl in der Verdichtung des Bodengrundes liegen, und so ein tieferes vordringen zunehmends die Grabaktivität erschweren.

Zur artgerechten Haltung sollte man auch immer min. 2 Expl. halten. Sie Leben in freier Wildbahn in großen Kolonien so daß von einem ausgeprägten Sozialverhalten auszugehen ist.

Wer die Tiere halten will sollte dies wirklich in einem Spezialbecken tun. Hier sind die Chancen am erfolgversprechendsten, was aber nicht gleichbedeutend mit Problemlos ist. Die Tiere sind und bleiben schwere Aquarienpfleglinge, und so Interessant sie auch ausschauen mögen, man sollte sich gut überlegen ob man den Anforderungen Rechnung tragen kann.
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