Haltungsinformationen
Apogonichthyoides maculipinnis wurde 1908 bei der Bestimmung von 5 verschiedenen Kardinalbarschen von Charles Tate Regan als Apogon maculipinnis erstbeschrieben.
Später wurde diese Art auf Apogonichthyoides maculipinnis "umgetauft".
Zunächst erscheint diese Tatsache als wenig erstaunlich, wenn man sich dazu aber die Wiederbeschreibung von Dr. Thomas H. Fraser vom 7. September 2018 einmal durchliest, und dazu das in situ Foto von Dr. Mark Allen anschaut, dann lässt sich erkennen, dass die Natur hier ein tatsächliches Wunder hat wahr werden lassen, 118 Jahre nach der Erstbestimmung konnte tatsächlich ein lebendes Exemplar von Apogonichthyoides maculipinnis "wieder entdeckt" werden.
Apogonichthyoides maculipinnis gilt als endemische Art, die nur vom Haddhunmathi Atoll oder Laamu Atoll der Malediven bekannt ist.
Das von Dr. Erdmann fotografierte Exemplar wurde in einer Tiefe von 40 Metern unter einem größeren Stück einer toten Koralle gefunden, der Meeresboden wurde hier als
"allmählich abfallender Sandboden" notiert.
Ausser der ausführlichen Wiederbeschreibung von Frase,2018, liegen nur sehr wenige Informationen über diesen Kardinalbarsch vor.
Synonym: Apogon maculipinnis
Literaturfundstelle:
Redescription of the cardinalfish Apogonichthyoides maculipinnis (Percomorpha: Apogonidae: Apogoninae) from the Maldives, last collected 118 years ago
Autor: Dr. Thomas H. Fraser, University of Florida
Journal of the Ocean Science Foundation, 30, 100–104.
doi:http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.1409246
Veröffentlicht: 7 September 2018
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.
Später wurde diese Art auf Apogonichthyoides maculipinnis "umgetauft".
Zunächst erscheint diese Tatsache als wenig erstaunlich, wenn man sich dazu aber die Wiederbeschreibung von Dr. Thomas H. Fraser vom 7. September 2018 einmal durchliest, und dazu das in situ Foto von Dr. Mark Allen anschaut, dann lässt sich erkennen, dass die Natur hier ein tatsächliches Wunder hat wahr werden lassen, 118 Jahre nach der Erstbestimmung konnte tatsächlich ein lebendes Exemplar von Apogonichthyoides maculipinnis "wieder entdeckt" werden.
Apogonichthyoides maculipinnis gilt als endemische Art, die nur vom Haddhunmathi Atoll oder Laamu Atoll der Malediven bekannt ist.
Das von Dr. Erdmann fotografierte Exemplar wurde in einer Tiefe von 40 Metern unter einem größeren Stück einer toten Koralle gefunden, der Meeresboden wurde hier als
"allmählich abfallender Sandboden" notiert.
Ausser der ausführlichen Wiederbeschreibung von Frase,2018, liegen nur sehr wenige Informationen über diesen Kardinalbarsch vor.
Synonym: Apogon maculipinnis
Literaturfundstelle:
Redescription of the cardinalfish Apogonichthyoides maculipinnis (Percomorpha: Apogonidae: Apogoninae) from the Maldives, last collected 118 years ago
Autor: Dr. Thomas H. Fraser, University of Florida
Journal of the Ocean Science Foundation, 30, 100–104.
doi:http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.1409246
Veröffentlicht: 7 September 2018
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Dr. Mark V. Erdmann (Conservation International Advertisement), Indonesien