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Goniopora djiboutiensis Sonnenschein-Koralle

Goniopora djiboutiensis wird umgangssprachlich oft als Sonnenschein-Koralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 150 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
659 
Wissenschaftlich:
Goniopora djiboutiensis 
Umgangssprachlich:
Sonnenschein-Koralle 
Englisch:
Sunflower Coral 
Kategorie:
Steinkorallen LPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Poritidae (Familie) > Goniopora (Gattung) > djiboutiensis (Art) 
Erstbestimmung:
Vaughan, 1907 
Vorkommen:
Ägypten, Australien, Bahrain, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Golf von Aden, Golf von Oman / Oman, Great Barrier Riff, Guam, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Irak, Iran, Israel, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kenia, Kiribati, Komoren, Kuwait, La Réunion, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mayotte, Mikronesien, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neukaledonien, Nördliche Mariannen, Pakistan, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Rotes Meer, Salomon-Inseln, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Taiwan, Tansania, Thailand, Tuvalu, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Wallis und Futuna, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
5 - 20 Meter 
Größe:
bis zu 25cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Cyclops (Ruderfußkrebse), Lobstereier, Plankton, Staubfutter, Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 150 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-12-19 23:10:16 

Haltungsinformationen

Allgemeines:
Margeritenkorallen, wie zum Beispiel Alveopora und Goniopora, erfeuen sich seit vielen Jahren einer hohen Beliebheit in der Aquarienpflege.
Der Hauptunterschied der beiden Arten:
Alveopora-Polypen haben 12 Tentakel, Goniopora-Polypen hingegen 24 Tentakel.

Sie sind zum Teil gut haltbar und lassen sich dann oftmals auch gut vermehren.

Sicherlich sind nicht alle Arten gleich über einen Kamm zu scheren, manche gelten auch heute noch als schwierig.
Dennoch, mit den vielen Zusatzmitteln, die wir heute haben, und der ensprechenden Fütterung, ist es einfacher als früher.

Wir wissen, dass viele einen Teil der Ernährung über das Licht decken, aber so richtig fit und von Wachstum geprägt sind dann die Arten, die auch Verwertbares aus dem Wasser filter können.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Arten denen Staubfutter (planktonisches) zugegeben wird, besser wachsen und auch besser stehen.

Gonioporas und Alveoporas sollten eine bewegte aber niemals direkte Strömung bekommen.
Sie gehen sonst nicht mehr auf.

Sie benötigen eine mittlere Lichtstärke und können daher zwischen der Mitte und Bodennähe etabliert werden.

Sie sind nicht ganz so empfindlich auf die Wasserqualität, aber dennoch sollte man auch auch ihnen geringe No3- und Po4-Konzentrationen im Wasser anbieten.

Erfahrungsgemäß stehen sie mit Spurenelemenzugaben und häufigeren Salzwechseln besser.
Das deutet auch darauf hin, dass sie neben Futter auch vieles andere aus dem Wasser aufnehmen können.

Die Bestimmung der Arten ist trotz guter Nachschlagewerke nicht ganz einfach.
Um das zu 100% machen zu können, müsste mal ein Skelett vorliegen haben.
Daher müssen auch wir immer wieder Arten als sp. einordnen.
Folgende Arten sind bekannt:

Goniopora albiconus
Goniopora burgosi
Goniopora cellulosa
Goniopora ciliatus
Goniopora columna
Goniopora djiboutiensis
Goniopora eclipsensis
Goniopora fruticosa
Goniopora lobata
Goniopora minor
Goniopora norfolkensis
Goniopora palmensis
Goniopora pandoraensis
Goniopora pearsoni
Goniopora pendulus
Goniopora planulata
Goniopora polyformis
Goniopora savignyi
Goniopora somaliensis
Goniopora stokesi
Goniopora sultani
Goniopora tenella
Goniopora tenuidens

Carina Steinbach empfiehlt:
Meine Gonioporas habe ich schon recht lange. so ca.5 Jahre. Es wird zwar behauptet, sie sind im Aquarium nicht lange zu halten, aber das ist bei mir nicht der Fall.Im Gegenteil sie wachsen. Sie brauchen viel Licht und eine nur mäßige Stömung.
Der Standplatz ist ca.10 cm über dem Bodengrund des Aquariums zu wählen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Polypen sehr schnell verkleben, wenn man sie direkt auf dem Boden platziert (durch aufgewirbelte Schmutzpartikel, die Fische beim Absuchen des Boden nach Nahrung aufwirbeln ).

Allerdings sollten nur wirklich interessierte Aquarianer diese Spezies pflegen, da die Pflege mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden ist.

Zum Beispiel muß die Fütterung 3 mal pro Woche vorgenommen werden. Ich füttere die Tiere mit einer langen Pipette. Ich verwende rotes und grünes Plakton und frisch geschlüpfte Artemien als Futter. Dies mische ich und reichere es mit Vitaminen an, bevor ich das Futter dann mit der Pipette aufziehe.

Im Abstand von ca. 5cm wird dann die Goniopora vorsichtig eingenebelt.Die Strömungspumpen müssen dazu für ca.30 Minuten abgeschaltet werden.

Die Goniopora beginnt dann mit ihren Tentakeln das Futter zu filtrieren und zu fangen. Man kann sehr gut beobachten, wie sich die Tentakel an die Beute gemacht haben, und ihre Kronen zusammenziehen und einfahren. Nach einigen Minuten sind sie dann wieder offen, um die nächste Beute aufnehmen zu können.

Die für die erfolgreiche Pflege von Korallen notwendigen Zugaben an Mineralien und Spurenelementen dürfen natürlich nicht fehlen.

Wenn sich die Goniopora sichtlich nicht wohlfühlt, dann verblassen die Farben und sie wird immer kleiner.
Die Tentakel werden nicht mehr voll ausgefahren und schließlich stirbt sie ab.Die beste Gegenmaßnahme ist meiner Erfahrung nach ein Standortwechsel. Auch Kaiserfische schädigen diese Koralle enorm. Sie fressen die Polypen ab.

Wer also Kaiser pflegt, sollte auf diese Koralle zum Wohle des Tieres verzichten!



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