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Helcogramma fuscopinna Spitzkopfschleimfisch, Schwarzflossen-Dreiflossenschleimfisch

Helcogramma fuscopinna wird umgangssprachlich oft als Spitzkopfschleimfisch, Schwarzflossen-Dreiflossenschleimfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Izuzuki Diver, Satoshi Yamamoto, Japan


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Izuzuki Diver, Satoshi Yamamoto, Japan . Please visit www.izuzuki.com for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16030 
AphiaID:
219183 
Wissenschaftlich:
Helcogramma fuscopinna 
Umgangssprachlich:
Spitzkopfschleimfisch, Schwarzflossen-Dreiflossenschleimfisch 
Englisch:
Blackfin Triplefin 
Kategorie:
Sägebarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Blenniiformes (Ordnung) > Tripterygiidae (Familie) > Helcogramma (Gattung) > fuscopinna (Art) 
Erstbestimmung:
Holleman, 1982 
Vorkommen:
Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Indien, Indischer Ozean, Indopazifik, Japan, Jemen, Kenia, Komoren, KwaZulu-Natal (Provinz an der Ostküste Südafrika), La Réunion, Malediven, Mauritius, Mayotte, Mosambik, Ost-Afrika, Papua-Neuguinea, Philippinen, Rodrigues, Ryūkyū-Inseln, Seychellen, Somalia, Süd-Afrika, Taiwan, Tansania, Westlicher Indischer Ozean 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 10 Meter 
Habitate:
Algenzonen, Felsige, harte Meeresböden, Felsspalten, Felsvorsprünge 
Größe:
bis zu 3,8cm 
Temperatur:
24.7°C - 29.3°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2023-11-02 13:12:40 

Haltungsinformationen

Helcogramma fuscopinna ist das einzige Mitglied des Helcogramma fuscopinna-Komplexes (ein Komplex von 11 Arten, beschrieben von Williams & McCormick (1990) und Williams & Howe (2003) beschrieben wurde, und im gesamten indo-westlichen Pazifik vorkommt), das im westlichen Indischen Ozean vorkommt

Helcogramma fuscopinna ist ein Bewohner wellengepeitschte Riffränder und ist oft auf Felsen und unter Felsvorsprüngen zu finden.

Männchen dieser Art haben einen orange-rosafarbenem Körper, Schuppen mit einer Reihe kleiner Melanophoren am hinteren Rand sowie kleine, dunkle Rosetten über den Körper verstreut, im Allgemeinen dichter unterhalb der Mittellinie.
Dunkel pigmentierte Exemplare (geschlechtsreife Männchen) mit 5 oder 6 grau-weißen Flecken, die oberhalb und unterhalb der Mittellinie mit kleinen Melanophoren besetzt sind, die eine schwache, vertikale Bänderung oder schmale, dunkle dreieckige Flecken, mit der Spitze nach oben, entlang der ventralen Körperhälfte bilden können.

Der Kopf zeigt ein breites, schwarzes Band, das sich vom Maul, unterhalb des Auges, über den Operculum und den Brustflossenansatz erstreckt, die Kehle ist ohne Farbe, aber mit dicht angeordneten Melanophoren, die sich bis zum Bauch, entlang der Afterflosse und bis zum Ansatz des Schwanzstiels erstrecken

Gut erkennbar ist eine deutliche blau-weiße Linie mit sehr feinen Tupfen von der Oberlippe, die unterhalb des Auges auf den Operculum verläuft.
Die erste Rückenflosse dunkel gesprenkelt bis fast schwarz, die zweite Rückenflosse dunkel bis schwarz, oft mit dunklerem Rand, dritte Rückenflosse dunkel bis schwarz.

Die Afterflosse ist gleichmäßig dunkel bis schwarz, die Beckenflossen fein gesprenkelt, basal dunkler.
Die Bauchstrahlen der Brustflossen sind dunkel, die Schwanzflosse ist mit einer ungleichmäßiger dunkler Zeichnung, meist auf den Membranen, versehen.

Weibchen und unreife Exemplare reichen von blass rosa-orangefarben mit wenigen Melanophoren bis hin zu blasseren Versionen der großen Männchen, jedoch ohne das starke Schwarz auf der unteren Gesichtshälfte.
Große Weibchen haben ebenfalls eine blau-weiße Linie mit Mikro-Melanophoren unter dem Auge.

Ausgewachsene Männchen und große Weibchen lassen sich leicht von allen anderen Arten durch die blau-weiße Linie unterscheiden, die sich von der Mitte der Oberlippe über das Auge bis zum Operculum erstreckt. Individuen aller Größen haben außerdem im Allgemeinen einheitliche dunkle bis schwarze Mittelflossen, die bei keiner anderen Art zu finden sind.

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


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Allgemein


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