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Stonogobiops xanthorhinicus Gelbnasen-Grundel

Stonogobiops xanthorhinicus wird umgangssprachlich oft als Gelbnasen-Grundel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber François Libert, Frankreich

Foto :Lembeh, Sulawesi, Indonesien

/ 1. März 2023
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers François Libert, Frankreich . Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
15823 
AphiaID:
279109 
Wissenschaftlich:
Stonogobiops xanthorhinicus 
Umgangssprachlich:
Gelbnasen-Grundel 
Englisch:
Yellownose Prawn-goby, Yellow-snout Shrimp-goby 
Kategorie:
Grundeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Gobiiformes (Ordnung) > Gobiidae (Familie) > Stonogobiops (Gattung) > xanthorhinicus (Art) 
Erstbestimmung:
Hoese & Randall, 1982 
Vorkommen:
Ambon, Australien, Bali, Fidschi, Great Barrier Riff, Indonesien, Japan, Korallenmeer (Ost-Australien), Lembeh-Straße, Maumere, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Ost-Australien), Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Sulawesi, Timor-Leste 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
3 - 45 Meter 
Habitate:
Geröllböden, Korallenriffe, Schlammige Böden / sandige Weichsubstrate 
Größe:
bis zu 6cm 
Temperatur:
22.9°C - 28.7°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Frostfutter (kleine Sorten), Futtergarnelen, Futtergranulat, Invertebraten (Wirbellose), Lebendfutter, Mysis (Schwebegarnelen), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 100 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-04-06 17:58:05 

Haltungsinformationen

Stonogobiops xanthorhinicus, Hoese & Randall, 1982

Die Stonogobiops Grundeln leben in Symbiose mit der Knallkrebsart Alpheus und sind anfangs sehr scheu und schreckhaft. Ihr Verhalten ändert sich jedoch, wenn keine zu hektischen Fische mit im Aquarium gepflegt werden. Empfohlen wird die Paarhaltung zusammen mit einem Knallkrebs. Der Knallkrebs ist für die Anlage und den kontinuierlichen Ausbau der gemeinsamen Wohnröhre (n) verantwortlich, die Grundeln behalten derweil achtsam die Umgebung des Baues im Blick, um möglichst rechtzeitig vor einem vermeintlichen Räuber warnen zu können.
In einem solchen Fall verschwinden die Grundeln mit dem Krebs, der selber nicht gut sehen kann, blitzschnell in dem Bau.

Eingewöhnung
Zur Eingewöhnung der Grundel sollte diese in einem Quarantänebecken an das vorhandene Futter gewöhnt werden. Die Fütterung sollte anfangs mehrmals täglich erfolgen und kann dann auf 2-3x pro Tag reduziert werden. Gute Ergebnisse bei der Fütterung wurden mit einer Pipette aus Acryl (6 mm) mit Frostfutter erzielt, indem das Futter vor die Höhle gelegt wird. Bei der Auswahl des Futters sind die Stonogobiops nicht sehr wählerisch. Zur Überführung der Grundel in das Schaubecken sollte eine vorbereitete Höhle zur Verfügung stehen und mittels einem PVC-Rohr in die Richtung der Höhle leiten. Von Vorteil ist, wenn der Knallkrebs als erstes in die Höhle einzieht.

Damit der Knallkrebs eine passende Höhle bauen kann, sollte der Bodengrund stellenweise mindestens 5-6 cm hoch sein und auch passendes Baumaterial zur Verfügung haben - Korallenbruch von mindestens 2-5 cm.

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Vergesellschaftung / Symbiose
In der Fachliteratur steht geschrieben, dass sie mit Alpheus bellulus zusammenleben. Wir können dieser Aussage nicht folgen, Alpheus randalli ist der bessere Partner, so zumindest unserer Erfahrung nach. Bei der Pflege im Aquarium sollte immer die paarweise Haltung bevorzugt werden. Des weiteren sollte ein kleines Aquarium für die scheuen Grundeln zur Verfügung stehen, in dem auch keine größeren oder hektischen Fische vorhanden sind. Im Riffaquarium nicht optimal haltbar, da die scheue Grundel nicht oft vor der Höhle zu sehen sein wird und damit auch nicht genügend Futter aufnehmen kann.
Ein optischer Geschlechtsunterschied ist nicht bekannt.
Die Grundeln können zusammen mit zartem Fischbesatz gut gepflegt werden und der Pfleger wird damit belohnt, dass die Grundeln sehr oft vor der Höhle zu sehen sind. Als Besatz werden kleine ruhige Bewohner empfohlen - Seenadeln, Elacatinus, Eviota, Trimma, Koumansetta, Synchiropus und kleinen Garnelen-Arten.

Bei Ecsenius-Arten, Riffbarschen oder Lippfischen jeder Art und natürlich jeder größeren Art von Fischen ist dies nicht gewährleistet.

Für weitere Haltungserfahrungen zur Vergesellschaftung wären wir sehr dankbar.

Verhalten
Hat die eingewöhnte Grundel eine Höhle bezogen und kommt nicht aus der Höhle raus, dann kann das mit der Beckenbesatzung zusammen hängen oder bei Paarhaltung bewacht das Männchen das Gelege gerade.

Nachzuchtinformationen:
Die Stonogobiops sind Höhlenbrüter und das Gelege wird vom Männchen bewacht.
Für Stonogobiops yasha gibt es bereits Nachzuchten - siehe Beschreibung dort.

Verwechselungsgefahr
Stonogobiops nematodes sieht gleich aus, hat jedoch eine Lanzenrückenflosse.

Sie sind selten im Handel erhältlich.

Synonym: Stonogobiops xanthorhinica Hoese & Randall, 1982

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 21.06.2023.
  2. IUCN Red List of Threatened Species (multi). Abgerufen am 21.06.2023.
  3. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 21.06.2023.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

am 09.07.11#2
Hallo,
vor 4 Wochen habe ich eine dieser Grundeln erstanden. Ein Pärchen Alpheus randalli war schon im Nanobecken (30ltr.)Aber die Grundel war nicht zusehen. Die Knalli`s buddelten fleißig immer neue Höhlen und waren auch im Freiwasser. Vorgestern, also nach knapp 4 Wochen lugte plötzlich die Grundel hervor und schnappte nach einiogen Artemia. Ich hatte sie schon abgeschrieben. Umso größer war mein Erstaunen und vor allem die Freude, daß dieses posierliche Fischlein noch vorhanden war. Jetzt taucht sie fast stündlich auf und sucht nach Freßbarem. Das nenne ich Aquarianer-Glück.
am 22.06.08#1
Unsere Grundel wohnt seit einiger Zeit mit einem A.bellulus zusammen. Der Krebs lässt sich jeden Abend von der Grundel füttern und baut ihr dafür täglich neue Ein-/Ausgänge für die Höhle.
Wenn sie sich an einen Beobachter gewöhnt haben sind sie nicht besonders scheu.
Seit die Grundel ihren Krebs hat gab es keine Sprungversuche mehr!
Auf jeden Fall ein tolles Tier!
2 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen und mitreden!