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Montipora confusa Mikroporenkoralle

Montipora confusa wird umgangssprachlich oft als Mikroporenkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 150 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
595 
AphiaID:
287700 
Wissenschaftlich:
Montipora confusa 
Umgangssprachlich:
Mikroporenkoralle 
Englisch:
Lime Green Rim 
Kategorie:
Steinkorallen SPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Acroporidae (Familie) > Montipora (Gattung) > confusa (Art) 
Erstbestimmung:
Nemenzo, 1967 
Vorkommen:
Australien, Fidschi, Indonesien, Kambodscha, Malaysia, Papua-Neuguinea, Philippinen, Singapur, Südchinesisches Meer, Taiwan, Thailand, Vietnam 
Meerestiefe:
1 - 30 Meter 
Größe:
bis zu 25cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Gelöste anorganische Stoffe, Gelöste organische Stoffe, Plankton, Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 150 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Einfache Nachzucht möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
NT potenziell gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-07-03 22:25:29 

Nachzuchten

Montipora confusa lässt sich gut züchten. Im Handel sind Nachzuchten verfügbar. Wenn Sie Interesse an Montipora confusa haben, fragen Sie bitte Ihren Händler nach einem Nachzuchtier anstelle eines Wildfangs. Sie helfen so die natürlichen Bestände zu schützen.

Haltungsinformationen

Montipora confusa
Nemenzo, 1967

Korallen der Gattung Montipora:

Steinkorallen sind riffbildende, in den Weltmeeren lebende wirbellose, sessile und koloniebildende Nesseltiere, die ein Kalkskelett ausbilden.
Sie leben über ihre Zooxanthellen hauptsächlich von Licht, sind aber auch in der Lage, mit ihren Polypen Plankton zu fangen.

Sie entziehen dem Meerwasser Calcium und in geringerem Maße auch andere Elemente, und produzieren so mehrere Gramm Kalk am Tag, wodurch sie auch im großen Ausmaß die heute bekannten Korallenriffe bildeten.

Die Arten der Gattung Montipora sind, ebenso wie Acropora-Korallen, ebenfalls häufig sehr farbenfreudig und ihre längerfristige, erfolgreiche Haltung gilt seit vielen Jahren als hohe Kunst.

Schon seit Ende der 1980er Jahre werden sie in Aquarien gehalten und im Laufe der 1990er Jahren dann sogar vielfach gezüchtet.
Die Haltung und asexuelle Vermehrung über Ableger wurde sehr schnell beliebt, weshalb heute neben kommerziellen Züchtern auch private Aquarianer Korallenableger anbieten.

Die Zucht bei Steinkorallen ist denkbar einfach, da sie letztlich nur fragmentiert werden müssen.
Man bricht ein Stück der Mutterkoralle ab und der so gewonnene Ableger wächst (meist auf ein Stück Lebendgestein geklebt), ähnlich wie bei den Pflanzen, unter guten Bedingungen, zu einer eigenen Koralle heran.

Steinkorallen unterscheidet man in Hobbykreisen anhand der Größe ihrer Polypen grob gesehen in Small Polyp Scleractinians (kleinpolypige oder SPS-Korallen) und in
Large Polyp Scleractinians (großpolypige oder LPS-Steinkorallen.

Nicht alle SPS-Korallen sind in ihren Haltungserfordernissen gleich, auch hier gibt es Arten die weniger empfindlich sind als andere.
Vorausschicken möchten wir dieser Stelle schon; dass es etliche Montipora-Arten gibt, die einfacher in der Haltung sind als Acroporas.

Aber man darf sich nicht täuschen lassen.
Es gibt ebenfalls genug Korallen, die mindestens die gleichen Anforderungen an die Wasserqualität stellen, wie die Korallen der Gattung Acropora.

Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus. Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora (über 180 Arten - Veron 2000) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten.

Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung in der Regel weit aufwendiger, als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen.
Daher kam auch erst mit den Möglichkeiten der Abschäumung und dem Einsatz von Lebendgestein eine bessere Wasserqualität zustande, sowie durch eine bessere Beleuchtung und eine bessere Calciumversorgung die dauerhafte Haltung und Vermehrung auf.
Seit die Haltung von SPS-Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.

Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke, wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten – vor allem, da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre.

Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen, wie in der Natur, und ihr Erscheinungsbild durch Strömung, Licht sowie andere Einflüsse ändern.

Zu den wichtigen Parametern:
Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen aus der Gattung Montipora benötigen eine sehr hohe Lichtstärke.
Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.

Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung Montipora vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 Grad noch über 30 Grad.
Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.

Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei der Pumpenauslass niemals direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte.
Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeignet.

Wasserparameter:
Spurenelemente, (Calcium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.

Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an.
Der Eimervergleich (weiße, gleich große Behältnisse, in einem Eimer frisch angesetztes Wasser, im anderen Eimer Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell, ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist, wie frisches Wasser.
Acroporas mögen nicht in einer gelben Brühe stehen.

Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.

Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.


Während großpolypige Steinkorallen auch mit höheren Nährstoffwerten meist noch zurechtkommen, zeigen bestimmte Montipora-Korallen bisweilen auch einen Farbverlust, bzw. das Wachstum der Tiere wird teilweise gestört.
Korallen die ehemals bunt waren, schlagen dann schnell in ein oft unansehnliches braun um.
Schuld daran ist das höhere Angebot an Nährstoffen.
Je mehr Nährstoffe, desto mehr Zooxanthellen bilden sich, und desto dunkler wird das Tier werden.
Besteht langfristig ein Überangebot oder Ungleichgewicht an Nährstoffen, so kann es zu Gewebsauflösungen kommen.
Das betrifft nun nicht alle Montiporas, da es durchaus einige gibt, die man als Anfängerkoralle bezeichnet, da sie auch mit höheren Nitratwerten noch zurechtkommen.

Zu guter Letzt:
Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier– und Umweltschutzes, den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten.
Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen in der Natur.
Glücklicherweise hat sich da letzten in den Jahren viel getan.
So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.

Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Hohltiere (Coelenterata)
Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
Unterklasse: Zoantharia
Ordnung: Steinkorallen
Wissenschaftlicher Name: Scleractinia

Hinweis:
Diese Monitpora ist nicht ganz so anspruchsvoll wie hellere Arten (in knalligeren Farben).
Die Farbe der Kolonien ist variabel und reicht von braun über grün bis gelb.
Die Poylpen sind klein und oft nicht nur nachts zu sehen.

Ähnliche Arten sind: Montipora vietnamensis und Montipora cebuensis

Sytematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Cnidaria (Phylum) > Anthozoa (Class) > Hexacorallia (Subclass) > Scleractinia (Order) > Acroporidae (Family) > Montipora (Genus)



Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

zakk am 02.05.08#3
Eine sehr robuste Koralle
ideal für sps einsteiger
olivier am 23.12.07#2
Ich kann bestätigen, dass die Polypen Braun sind, den ganzen Tag offen und das Gewebe leucht Grün ist. Dazu habe ich eine sehr interessante Beobachtung gemacht, denn wenn die Wasserparameter nicht mehr stimmen, verändert sich die Farbe des Gewebes (wird heller).
Und somit weiss ich immer dann spätestens muss ich das Wasser checken.
Benjamin am 07.10.07#1
Muß der oberen Beschreibung leider widersprechen , die Polypen sind jedenfalls bei der von mir gepflegten , übrigens eine meiner ältesten SPS - Korallen , den ganzen Tag zu sehen . Polypenfarbe von Montipora confusa ist Braun , die Gewebefarbe ein leuchtendes Grün . Würde Sie eher zu den einfacheren SPS - Korallen einordnen da Sie selbst ein ansteigen der Karbonathärte auf 26 Grad und ein allgemeines SPS - Sterben , vor gut einen Jahr , als eine der wenigen Korallen überstanden hat . Warum die Karbonathärte in meinen Beckenwasser so anstieg darüber möchte ich hier lieber keine Angaben machen aber sagen wir mal , das es auf meine eigende Schuld zurück zuführen ist . Diese Microporenkoralle wächst zum Gegensatz der abgebildeten nicht nur arboreszent ( astförmig ) , sondern auch laminar ( plattenförmig ) von der sich dann im Volllicht Äste ausbilden .
3 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Unterhaltung

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Bubblefish am 08.01.18#1
Ich kann das hier gesagte bestätigen. M. confusa ist eine Steinkoralle, die sehr stark wächst. Ich hatte anfangs zwei kleine Fragmente dieser Koralle. Innerhalb von 2 Jahren sind diese zu großen Blöcken heran gewachsen. Offensichtlich nimmt in beschatteten Bereichen die Anzahl der Polypen stark zu. Außerdem scheint sich M. confusa auch durch Laich zu vermehren, da ich an einer Stelle die niemals von mir dazu ausgewählt wurde eine neue M. confusa gefunden habe. Meine Tubinaria leidet offensichtlich unter der Nesselkraft, denn das Gewebe der Tubinaria lösst sich an dieser Stelle auf.

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