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Pocillopora verrucosa Pfötchenkoralle, Warzige Buschkoralle

Pocillopora verrucosa wird umgangssprachlich oft als Pfötchenkoralle, Warzige Buschkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Gianemilio Rusconi, Italien

Copyright Gianemilio Rusconi, Wadi Gimal, Ägypten


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Gianemilio Rusconi, Italien Copyright by Gianemilio Rusconi

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
583 
AphiaID:
206954 
Wissenschaftlich:
Pocillopora verrucosa 
Umgangssprachlich:
Pfötchenkoralle, Warzige Buschkoralle 
Englisch:
Warty Bush Coral, Cauliflower Coral 
Kategorie:
Steinkorallen SPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Pocilloporidae (Familie) > Pocillopora (Gattung) > verrucosa (Art) 
Erstbestimmung:
(Ellis & Solander, ), 1786 
Vorkommen:
Ägypten, Australien, Banggai-Inseln, Brunei Darussalam, Cookinseln, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Französisch-Polynesien, Golf von Oman / Oman, Guam, Hawaii, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Jemen, Kambodscha, Kenia, Kiribati, Komoren, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Mosambik, Nauru, Osterinsel (Rapa Nui), Palau, Panama, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Rotes Meer, Salomon-Inseln, Salomonen, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Tansania, Timor-Leste, Tokelau, Tonga, Tuvalu, Vietnam, Wallis und Futuna 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 54 Meter 
Habitate:
Geschützte Riffe, Korallenriffe, Meerwasser, Saumriffe 
Größe:
bis zu 50cm 
Temperatur:
24.7°C - 29°C 
Futter:
Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 200 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Einfache Nachzucht möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
EN Stark gefährdet 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-03-12 15:43:36 

Nachzuchten

Pocillopora verrucosa lässt sich gut züchten. Im Handel sind Nachzuchten verfügbar. Wenn Sie Interesse an Pocillopora verrucosa haben, fragen Sie bitte Ihren Händler nach einem Nachzuchtier anstelle eines Wildfangs. Sie helfen so die natürlichen Bestände zu schützen.

Haltungsinformationen

Pocillopora verrucosa (Ellis & Solander, 1786)

Merkmale Pocillopora verrucosa: Die Kolonien erreichen selten einen Durchmesser von mehr als 0,5 Metern und bestehen aus gleichmäßig aufrechten Ästen, die sich deutlich von den Warzen abheben. Letztere sind jedoch unregelmäßig groß. In stark wellenexponierten Habitaten sind die Äste dicht und kompakt, in geschützten Habitaten hingegen offener und dünner. Die gebleichten Skelette weisen dauerhaft rotbraun gefärbte Hauptäste auf.

Farbe: Üblicherweise cremefarben, braun oder rosa, gelegentlich blau.

Ähnliche Arten: Pocillopora meandrina, die kürzere, flachere Äste und kleinere Warzen besitzt. Siehe auch P. damicornis, P. acuta und P. capitata.

Lebensraum: Kommt in den meisten Flachwassergebieten vor, von exponierten Riffvorderkanten bis hin zu geschützten Saumriffen.

Taxonomischer Hinweis: Ein Artenkomplex.

Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus. Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora (über 180 Arten - Veron 2000) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten.

Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung in der Regel weit aufwendiger, als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen.

Daher entstand auch erst mit der Abschäumung und dem Einsatz von Lebendgesteinen die Möglichkeit, eine bessere Wasserqualität zu erzeugen sowie mit besserer Beleuchtung und besserer Kalziumversorgung, die dauerhafte Haltung und Vermehrung von Steinkorallen zu gewährleisten.

Seit die Haltung von SPS-Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.

Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke, wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten, vor allem, da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre.
Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen, wie in der Natur und durch Strömung, Licht, sowie andere Einflüsse ihr Erscheinungsbild ändern.

Man muss allerdings festhalten, dass die Korallen der Gattung Pocillopora so ein wenig in der Mitte liegen.
Sie sind einfacher als viele Montipora und Acropora, wobei man ihnen allerdings die gleichen Bedingungen geben sollte.

Zu den wichtigen Parametern gehören:

Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen aus der Gattung Pocillopora benötigen eine sehr hohe Lichtstärke.
Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.

Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung Pocillopora vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 noch über 30 Grad.
Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.

Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei niemals der Pumpenauslass direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte.
Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeignet.

Wasserparameter:
Spurenelemente, (Kalzium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.

Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an. Der Eimervergleich (weiße, gleich große Behältnisse, in einem frisch angesetztes Wasser, im anderen Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell, ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist, wie frisches Wasser.
Acropora Steinkorallen mögen es nicht, in einer gelben Brühe zu stehen.

Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.

Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.

Alle genannten Steinkorallen lassen sich durch Fragmentation vermehren.
Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier – und Umweltschutzes den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten.
Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen in der Natur.
Wobei sich ja auch da in den Jahren viel getan hat.
So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.

Hinweis: Bei unserem Bild hier handelt es sich um ein Importtier, das zunächst am Boden weitergewachsen ist, und sich dann nach oben schiebt und anfängt, die Wuchsform zu bekommen.

Synonyme:
Madrepora verrucosa Ellis & Solander, 1786 · unaccepted > superseded combination (basionym)
Pocillopora aspera var. danae Verrill, 1864 · unaccepted > junior subjective synonym
Pocillopora danae Verrill, 1864 · unaccepted > junior subjective synonym
Pocillopora hemprichi Ehrenberg, 1834 · unaccepted > junior subjective synonym

Weiterführende Links

  1. Corals of the World (en). Abgerufen am 07.08.2020.



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