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Palythoa heliodiscus Krustenanemone

Palythoa heliodiscus wird umgangssprachlich oft als Krustenanemone bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Sehr giftig.



Steckbrief

lexID:
4814 
AphiaID:
582046 
Wissenschaftlich:
Palythoa heliodiscus 
Umgangssprachlich:
Krustenanemone 
Englisch:
Sea Mats 
Kategorie:
Krustenanemonen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Zoantharia (Ordnung) > Sphenopidae (Familie) > Palythoa (Gattung) > heliodiscus (Art) 
Erstbestimmung:
(Ryland & Lancaster, ), 2003 
Vorkommen:
Australien, Fidschi, Japan, Korallenmeer, Neukaledonien, Taiwan 
Meerestiefe:
20 - 23 Meter 
Größe:
bis zu 2cm 
Temperatur:
23°C - 26°C 
Futter:
Phytoplankton (Pflanzliches Plankton), Staubfutter, Zooplankton (Tierisches Plankton), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 100 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Sehr giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Palythoa anthoplax
  • Palythoa australiae
  • Palythoa capensis
  • Palythoa caribbaeorum
  • Palythoa complanata
  • Palythoa dartevellei
  • Palythoa densa
  • Palythoa durbanensis
  • Palythoa grandis
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-10-23 11:20:01 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Palythoa heliodiscus sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Palythoa heliodiscus interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Palythoa heliodiscus bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Gift


Palythoa heliodiscus ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Palythoa heliodiscus halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Ryland & Lancaster, 2003
Es scheint bei dieser Art zu einer noch größeren Problematik zu kommen, als bei anderen Protopalythoa-Arten – selbst ohne Berührung der Krustenanemone bzw. nur durch Kontakt über die Luft.

P. heliodiscus ist die einzige Palythoa-Art, bei der Vergiftungserscheinungen belegt sind

Der Chef-Redakteur des Meerwasseraquaristik-Fachmagazins, Daniel Knop, hat im Koralle-Heft Nr.77 Oktober/November 2012 einen sehr informativen Bericht über die Krustenanemonen veröffentlicht.

Unter anderem wurde dann in einem ausführlichen Bericht über die Palyothoa heliodiscus informiert.

Anders als die bekannte grüne Palyothoa ist Palyothoa heliodiscus in der Lage, Schwebfutter und feinstes Plankton, zusätzlich zur bestehenden Energiegewinnung durch die Zooxanthellen, aufzunehmen.

Durch diesen zusätzlichen Energieschub kommt es zunächst zu einer dramatischen Massenvermehrung (invasives Wachstum) gegenüber normalen Krustenanemonen, die somit auch zurück gedrängt werden.

Das aggressive Wachstum der Krustenanemone stellt aber nur einen Teil der Problematik dar:
Bei einer mechanischen Bekämpfung der Kruste muss mit allergrößter Vorsicht gearbeitet werden, da diese Anemone bei Reizungen und besonders bei Verletzungen ein hochgiftiges palytoxinhaltiges Sekret freisetzt, das auch für den Menschen tödlich sein kann!!!

Aus diesem Grund rät Daniel Knopp in seinem Bericht aus Sicherheitsgründen dringend davon ab, Palyothoa heliodiscus im Aquarium zu pflegen.

Sollte diese Kruste bereits im Aquarium vorhanden sein, dann sollte man konsequent darauf achten, dass der Bestand sich nicht dramatisch vergrößert, da es leicht zu einer nicht beherrschbaren Plage kommen kann.

Daniel Knop:
Ihr könnt ja in einer Bildlegende darauf hinweisen, dass es sich um die hellgrauen Polypen handelt, die in der Mitte zu sehen sind. (Die olivgrüne ist eine andere Protopalythoa-Art, die violette eine Zoanthus-Art).

Wir sind Daniel Knop sehr dankbar dafür, dass er dem Meerwasser-Lexikon das Bild der Palyothoa heliodiscus zu Verfügung gestellt hat, denn es ist, selbst im Internet, wenig über dieses Tier zu finden.

Synonym: Protopalythoa heliodiscus Ryland & Lancaster, 2003

Bilder

Allgemein


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