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Rhodactis rhodostoma Scheibenanemone

Rhodactis rhodostoma wird umgangssprachlich oft als Scheibenanemone bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 300 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber robertbaur




Eingestellt von robertbaur.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
2106 
AphiaID:
290983 
Wissenschaftlich:
Rhodactis rhodostoma 
Umgangssprachlich:
Scheibenanemone 
Englisch:
Mushroom 
Kategorie:
Scheibenanemonen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Corallimorpharia (Ordnung) > Discosomidae (Familie) > Rhodactis (Gattung) > rhodostoma (Art) 
Erstbestimmung:
(Hemprich & Ehrenberg in Ehrenberg, ), 1834 
Vorkommen:
Golf von Akaba, Indischer Ozean, Indopazifik, Israel, Madagaskar, Rotes Meer, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
0 - 1,5 Meter 
Größe:
13 cm - 15 cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Phytoplankton (Pflanzliches Plankton), Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Zooplankton (Tierisches Plankton), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 300 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-06-12 16:17:41 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Rhodactis rhodostoma sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Rhodactis rhodostoma interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Rhodactis rhodostoma bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Rhodactis rhodostoma (Hemprich & Ehrenberg in Ehrenberg, 1834)

Eine bekannte Scheibenanemonenart. Leicht zu halten. Bisweilen gibt es von den großen Arten Berichte von Übergriffe gegenüber Fischen. Viel bis mittel Licht, kommt aber auch mit weniger aus, und eine mittlere Strömung sind angebracht. Weniger empfindlich auf die Wasserqualität.

Nachfolgend ein Auszug aus einer wissenschaftlichen Studie über diese Scheiben (übersetzt aus dem Englischen):
"Die korallimorphe Rhodactis rhodostoma scheint eine opportunistische Art zu sein, die in der Lage ist, Flecken von nicht besetztem flachem Substrat in tropischen Riffen schnell zu monopolisieren. An einem Randkorallenriff in Eilat, Israel, nördliches Rotes Meer, untersuchten wir Muster der Häufigkeit und klonalen Replikation bei R. rhodostoma, um die Arten und Ausbreitungsraten von Polypen über die Riffebene zu verstehen. Polypen waren in der inneren Riffebene reichlich vorhanden (maximal 1510 Polypen m - 2 und 69% Deckung), in der äußeren Riffebene selten und am äußeren Riffhang in> 3 m Tiefe vollständig abwesend. Individuen wurden das ganze Jahr über in drei verschiedene Modi geklont: Längsspaltung, inverse Knospung und marginale Knospung. Das marginale Knospen ist ein Replikationsmodus, der zuvor nicht beschrieben wurde. Der Klonierungsmodus variierte signifikant mit der Polypengröße. Ungefähr 9% der Polypen werden jeden Monat geklont, was zu einer klonalen Verdopplungszeit von etwa 1 Jahr führt. Die Klonrate variierte saisonal und hing von der Tageslänge und der Meerwassertemperatur ab, mit Ausnahme einer kurzen Verringerung des Klonens im Hochsommer, als die Polypen Gameten hervorbrachten. Polypen von R. rhodostoma scheinen sich nach einer katastrophalen Ebbe-Störung im Jahr 1970 weitgehend repliziert zu haben und sind zu einer alternativen Dominante für Steinkorallen auf Teilen der Riffebene geworden."

Zusammengefasst: Diese Scheibe hat ganzjährig das Potential sich durch unterschiedliche Vermehrungsarten sehr stark zu vermehren, leere Plätze schnellestens zu füllen und für andere Tiere zur Konkorrenz zu werden.

Synonym:
Discosoma rhodostoma

Biota > Animalia (Kingdom) > Cnidaria (Phylum) > Anthozoa (Class) > Hexacorallia (Subclass) > Corallimorpharia (Order) > Discosomatidae (Family) > Rhodactis (Genus) > Rhodactis rhodostoma (Species)

Weiterführende Links

  1. Encyclodedia of Life (EOL) (multi). Abgerufen am 19.08.2020.
  2. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 19.08.2020.



Bilder

Allgemein

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Rhodactis rhodostoma, (c) Muelly
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Rhodactis rhodostoma
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Erfahrungsaustausch

am 09.06.14#2
Ich kann dem Kommentar von Chrysokoll nur zustimmen, möchte aber ergänzen, dass es bei mir nach einem Komplettumbau des Aquariums zu einer rapiden Vermehrung durch Teilung gekommen ist. So wurden z.B. aus einer einzigen Anemone 9! einzelne Tiere, die sich auf dem gleichen Stein halten. Um diese Anemonen von einem Stein zu lösen, muss man den Stein an der betreffenden Stelle schneiden.
am 03.01.07#1
Ich halte diese oder einer dieser Art sehr ähnlichen schon sehr lange. Sie ist sehr robust was die Wasserqualität und Temperatur betrifft und kommt auch mit sehr wenig Licht aus (siehe weiter unten!). Strömung gar nicht bis mittel.
Vermehrt sich bei mir durch Teilung oder Abschnürung oder durch Beschädigung durch an-dere Tiere (bei mir durch Tänzergarnellen sehr starke!). Wächst je nach Licht, gelösten Nährstoffe, Futter oder Wasserqualität unterschiedlich schnell. Eine explosive Vermehrungsrate konnte ich bei mir nie feststellen und ist mir auch nicht bekannt!
Dehnen sich bei mir bis etwa 30 cm aus, benötigt aber kein großes Becken (Pech für andere Korallen!).
Bei Fütterung klappen sie die äußeren Ränder um, so dass eine Kugel entsteht und reißt dann in dem Schutz der Kugel den „Mund“ weit auf um das "gefangene" Futter zu fressen. Muss nicht extra gefüttert werden. Es ist mir nicht bekannt, dass das Tier lebende Fische oder Garnelen frisst. Auch kein Versuch dergleichen, wenn sich ein Fisch (Grundel, Anemo-nenfisch)
Vernesselt Acros, Pocilliporas und andere Korallen. Sollte also von denen gut entfernt einge-setzt werden. Ist aber selber nicht wirklich aggressiv. Kann Mesenterialfilamente aussenden, wenn die Tiere sich unwohl oder angegriffen füllen. Aber nicht zum Angriff! konnte ich zu-mindestens nicht feststellen! Konnte in all den Jahren keine Unverträglichkeit mit Xenien, Krusten oder andere Scheibenanemonen feststellen. Wird selber von den Kampftentakeln von z.B. Galaxea fascicularis (sicherlich auch von Favia sp. etc.) vernesselt. Die betroffenen Stelen schnüren zusammen.
Die äußere Form kann unter verschiedenen externen Einflüssen (Licht, Strömung) unter-schiedlich sein. Eine schöne optische Färbung ist vom Licht abhängig. Doch auch die Größe und die Form der Tentakeln sind von der Menge und Qualität des Lichtes abhängig. Bei sehr wenig Licht werden die Tentakeln kleiner und nicht oder kaum verzweigt und die Abstände der Tentakeln werden durch das ausdehnen des Tieres, um den Lichteinfall zu maximieren, größer. Insgesamt sieht das Tier irgendwie nackt aus, da die Tentakeln dann kaum auffällig sind.

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Was ist das?

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