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Syngnathus temminckii Langschnauzen-Seenadel, Temmincks Seenadel

Syngnathus temminckii wird umgangssprachlich oft als Langschnauzen-Seenadel, Temmincks Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Georgina Jones (CC-BY-SA), Cape Town

Syngnathus temminckii,blousteen gordons bay, South Africa 2025 (CC-BY-SA)


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Georgina Jones (CC-BY-SA), Cape Town . Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
17301 
AphiaID:
306936 
Wissenschaftlich:
Syngnathus temminckii 
Umgangssprachlich:
Langschnauzen-Seenadel, Temmincks Seenadel 
Englisch:
Longsnout Pipefish, Temminck's Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Syngnathus (Gattung) > temminckii (Art) 
Erstbestimmung:
Kaup, 1856 
Vorkommen:
Angola, Süd-Afrika 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
- 110 Meter 
Habitate:
Ästuare (Flussmündungen), Küstengewässer, Meerwasser, Seegraswiesen 
Größe:
bis zu 12cm 
Temperatur:
°C - 20°C 
Futter:
Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-03-12 17:48:50 

Haltungsinformationen

Syngnathus temminckii Kaup, 1856

Syngnathus temminckii ist die häufigste Seenadel in südafrikanischen Ästuaren, von der Walvis Bay (Namibia) bis zum Tugela River an der Ostküste Südafrikas.

Die Langschnauzen-Seenadel ist nach Coenraad Jacob Temminck (1778–1858) benannt, dem Direktor des Rijksmuseums van Natuurlijke Historie (Leiden, Niederlande), wo die Typusexemplare ausgestellt sind.

Diese Seenadel ist in Ästuaren häufig, meist in Seegraswiesen, wurde aber auch vor der Küste bis zu einer Tiefe von 110 m gefunden. Die Geschlechtsreife wird mit 12 cm erreicht, die Fortpflanzung erfolgt von März bis November. Die Männchen tragen die sich entwickelnden Embryonen in einer Bruttasche am Bauch.

Syngnathus temminckii wurde bis 2013 mit der europäischen Art Syngnathus acus (Große Seenadel) synonymisiert, morphologische Daten zeigen jedoch, dass sich beide Arten unterscheiden. Genetische Daten deuten zudem darauf hin, dass es sich nicht einmal um das Schwestertaxon von Syngnathus acus handelt, sondern um eine andere südafrikanische Art, die stark gefährdete Ästuar-Seenadel Syngnathus watermeyeri.

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. fishbase.se (en). Abgerufen am 12.03.2025.
  2. wikipedia.org (en). Abgerufen am 12.03.2025.

Bilder

Allgemein


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