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Syngnathus acus Große Seenadel

Syngnathus acus wird umgangssprachlich oft als Große Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Robert A. Patzner, Österreich

copyright Prof. Dr. Robert A. Patzner


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Robert A. Patzner, Österreich

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
1559 
AphiaID:
127387 
Wissenschaftlich:
Syngnathus acus 
Umgangssprachlich:
Große Seenadel 
Englisch:
Greater Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Syngnathus (Gattung) > acus (Art) 
Erstbestimmung:
Linnaeus, 1758 
Vorkommen:
Europäische Gewässer, Mittelmeer, Ost-Atlantik 
Meerestiefe:
0 - 110 Meter 
Habitate:
Meerwasser 
Größe:
bis zu 50cm 
Temperatur:
°C - 26°C 
Aquarium:
~ 500 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-03-12 17:54:26 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Syngnathus acus sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Syngnathus acus interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Syngnathus acus bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Linnaeus, 1758

Subtropische Art, die relativ unterschiedlich gefärbt sein kann. Aquaristisch ist uns wenig bekannt. Sollte aber nur im Spezialbecken mit Kühlung gehalten werden.
Wird mit 50 cm sehr gross.

Syngnathus temminckii wurde bis 2013 mit der europäischen Art Syngnathus acus (Große Seenadel) synonymisiert, morphologische Daten zeigen jedoch, dass sich beide Arten unterscheiden. Genetische Daten deuten zudem darauf hin, dass es sich nicht einmal um das Schwestertaxon von Syngnathus acus handelt.

Futter im Meer:
Copepoden = Ruderfußkrebse
Amphipoden = Seeläuse
Decapoden = Zehnfußkrebse
Crustacea = Schalentiere

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Synonyme:
Dermatostethus punctipinnis Gill, 1862
Sygnathus acus (Linnaeus, 1758)
Syngnathus alternans Günther, 1870
Syngnathus brachyrhynchus Kaup, 1856
Syngnathus delalandi Kaup, 1856
Syngnathus rubescens Risso, 1810
Syngnathus temminckii Kaup, 1856
Typhle heptagonus Rafinesque, 1810

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Allgemein

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© Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland, Bild aus Holland
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© Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland, Bild aus Schottland
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S. acus (Azoren) - Foto von Peter Wirtz
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Erfahrungsaustausch

am 10.02.13#2
Auch bei dieser Art, wie bei allen Syngnathus-Arten sind die Geschlechter deutlich zu unterscheiden, da die Männchen eine Bruttasche habe, welche bei den Weibchen fehlt.
1 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen und mitreden!