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Aiptasia diaphana Glasrose oder Trompetenanemone

Aiptasia diaphana wird umgangssprachlich oft als Glasrose oder Trompetenanemone bezeichnet. Haltung im Aquarium: Sehr einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
961 
Wissenschaftlich:
Aiptasia diaphana 
Umgangssprachlich:
Glasrose oder Trompetenanemone 
Englisch:
sea anemone 
Kategorie:
Anemonen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Actiniaria (Ordnung) > Aiptasiidae (Familie) > Aiptasia (Gattung) > diaphana (Art) 
Erstbestimmung:
(Rapp, 1829) 
Vorkommen:
Indonesien, Indopazifik, Kenia, Philippinen, Rotes Meer 
Größe:
1 cm - 3 cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Sehr einfach 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-10-16 09:25:05 

Haltungsinformationen

Glasrosen (Aiptasia) gehören zu den Seeanemonen und sind in allen Meeren weltweit verbreitet.

Die starke Nesselkraft von Glasrosen und ihr hohes Vermehrungspotential machen die, eigentlich recht hübschen , Anemonen leider zu ungeliebten Aquarienbewohnern und einer echten Plage.

Sie werden häufig mit Lebenden Steinen, manchmal leider auch mit Korallenablegern eingeschleppt und sind ausgesprochen hart im Nehmen. Mit der Bekämpfung von Glasrosen sollte man deshalb nicht warten, sondern in jedem Fall sofort etwas unternehmen!

Glasrosen können andere Korallen stark vernesseln. Sie strecken sich in die Länge und können so benachbarte Korallen bedrängen. Diese werden an den berührten Stellen weiß und können sogar komplett absterben.

Einige Korallen – vor allem Stylopora, Poccilopora, Acropora und Montipora – scheinen hier besonders empfindlich zu sein und den Glasrosen nichts entgegensetzen zu können. Je nach Größe oder Korallenart kann das sogar zum Absterben von ganzen Kolonien führen, wenn der "Angriff" zu spät bemerkt wird.

Auf diese Weise haben wir leider schon mehrere kleine Korallenableger verloren... Vermehren sich Glasrosen zu stark, kann das sehr zu Lasten des Beckenklimas gehen – andere Tiere fühlen sich dann sichtlich "unwohl".

Es gibt mehrere Methoden, Glasrosen erfolgreich zu bekämpfen bzw. nicht zu einer Plage werden zu lassen:

So eignen sich z.B. die Berghia-Schnecke, Garnelen wie Lysmata wurdemanni und Lysmata rathbunae, aber auch Fische – wie einige Falter- und Feilenfische – als Fressfeinde, da sie Glasrosen auf dem Speiseplan haben.

Man kann sie aber auch Abspritzen Natronlauge, Salzsäure, Calziumhydroxid), was wir hier jedoch nicht näher erläutern können. Die mechanische Entfernung durch abspritzen hat meist eine noch stärkere Vermehrung zur Folge.

Man sollte Glasrosen niemals mechanisch zerstören! Sie können aus kleinsten Geweberesten nachwachsen und sich so massiv weitervermehren.
Je mehr Futter im Becken zur Verfügung steht, desto schneller wachsen sie im Übrigen. Vor allem Artemia, Nauplien, Staubfutter und Phytoplankton scheinen zu ihnen zu "munden". Dass heißt dass sie mit jeder Fütterung der restlichen Bewohner immer auch die Glasrosen versorgen.

Synonym:
Actinia diaphana Rapp, 1829

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Cnidaria (Phylum) > Anthozoa (Class) > Hexacorallia (Subclass) > Actiniaria (Order) > Nynantheae (Suborder) > Thenaria (Infraorder) > Acontiaria (Superfamily) > Aiptasiidae (Family) > Aiptasia (Genus)

Bilder

Allgemein


Haltungserfahrung von Benutzern

Deniz am 23.08.12#28
Meine Glasrosen haben sich deutlich nach dem Einsetzen einer 9köpfigen Wurdemanni-Truppe von Mrutzek und einem Chaetodon kleinii reduziert, obwohl ich nie einen aktiven Angriff beobachten konnte. Bei mir kein Problem mehr.
anaromi am 22.06.10#27
Es gibt einen Trick sie manuell zu entfernen.
Allerdings funktioniert es erst mit etwas größeren Exemplaren, so ab 1-1,5 cm.

Dazu braucht man einen dichten Klumpen Drahtalge und eventuell ein kleines Stein, um die ganze „Konstruktion“ einiger Maßen stabil zu machen.
Jetzt legt man nun den Klumpen Drahtalge (je dichter desto besser) auf die Glasrose drauf . Bei starker Strömung oder rabiaten Beckenbewohner ist es sinnvoll auf das ganze noch ein Stein zu legen.

Jetzt bleibt nur warten – abhängig davon, wie stur das Vieh ist, dauert es 3 Std. bis 3 Tage bis zum Erfolg.

Jetzt kann man nun entspannt die Drahtalge mit einem umgezogenen Mitbewohner herausholen, den Teil der Alge mit der Glasrose abbrechen und weg damit.
Die Glasrose, nachdem sie mit der Alge zugedrückt wurde, bekommt weder Licht, noch kann sich ausstrecken. Sie klettert durch die Alge hoch bis zu Sonne und bleibt oben auf der Alge fest sitzen.
Der Vorteil hier ist, die Glasrose füllt sich nicht bedroht und schießt keine Miniglasrose raus. Sie ist nur gezwungen, umzuziehen.

Ich habe auf diese Weise bis jetzt alle größere Exemplare aus meinem Becken entfernt. Sie sitzen jetzt in 5 L Glaskugel.
robertbaur am 26.04.09#26
Ein Beitrag von zakk

Hier mal etwas was die Natur zur bekämpfung zu bieten hat:

Catalaphyllia jardinei - Wunderkoralle
Lähmt und vernesselt Glasrosen

Lysmata wurdemanni - Wurdemanns Garnele
Teuer und umstritten

Chelmon rostratus - Orangebinden-Pinzettfisch
Anfälliger aber wenn etabliert sehr schöner Fisch

Acreichthys tomentosus - Seegrasfeilenfisch
Pervagor melanocephalus - Feilenfisch
- aber können auch an niedere Tiere gehen

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