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Odontodactylus scyllarus Clown-Fangschreckenkrebs

Odontodactylus scyllarus wird umgangssprachlich oft als Clown-Fangschreckenkrebs bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 160 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
804 
Wissenschaftlich:
Odontodactylus scyllarus 
Umgangssprachlich:
Clown-Fangschreckenkrebs 
Englisch:
Peacock Mantis Shrimp 
Kategorie:
Fangschreckenkrebse 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Stomatopoda (Ordnung) > Odontodactylidae (Familie) > Odontodactylus (Gattung) > scyllarus (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Australien, China, Fidschi, Hong Kong, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kiribati, Madagaskar, Malaysia, Marshallinseln, Mikronesien, Mosambik, Neukaledonien, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Salomon-Inseln, Seychellen, Singapur, Thailand, Tonga, Vanuatu, Vietnam 
Meerestiefe:
0 - 100 Meter 
Größe:
15 cm - 17 cm 
Temperatur:
23°C - 29°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Garnelen, Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Krabben, Krill (Euphausiidae), Muschelfleisch, Räuberische Lebensweise, Stinte 
Aquarium:
~ 160 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Odontodactylus brevirostris
  • Odontodactylus hanseni
  • Odontodactylus havanensis
  • Odontodactylus hawaiiensis
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-11-18 13:53:44 

Haltungsinformationen

(Linnaeus, 1758)

Fangschreckenkrebse gehören zur Familie der Mundfüßer, der so genannten Stomatopoden. Es gibt ca. 390 Arten der Mundfüßer.
Die Krebse leben im küstennahen Meer, selten in sehr großen Tiefen. Speziell auf Korallenriffen lebt eine Vielzahl der Arten. Die Gattungen der Lysiosquilla, Gonodactylus und Odontodactylus leben auf karibischen und indopazifischen Korallenriffen.

Die Größe der Fangschreckenkrebse variiert von 1 bis 2 cm bis hin zu weit über 30 cm. Fangschreckenkrebse können in den buntesten Farben schillern, zum Beispiel in graugrün, braun und rot, wobei die verschiedenen Farben den jeweiligen Zustand des Tieres beschreiben (rot bedeutet beispielsweise Gefahr).

Der stark betonte Hinterleib des Krebses ist mit einem kräftigen Schwanzfächer ausgestattet und erlaubt ruckartige, schnelle Schwimmstöße. Die Beine: Am lang gestreckten Körper bildet das erste Beinpaar ein mit Bürsten besetztes Putzorgan.
Die zweiten Maxillipeden sind die gewaltigen Keulen, denen der Schmetterer seinen Namen zu verdanken hat.
Sie werden in Ruhe meist am Vorderkörper getragen, von wo aus sie blitzartig hervorschnellen können.
Die drei folgenden Beine dienen als Fangarme.Sie sind mit Stacheln und Scheren bestückt und können die Beute festhalten, aufspießen und zum Mund führen. Des Weiteren gibt es noch 3 Paar Schreitbeine(Thorakopoden) und 5 Paar Schwimmbeine, die blattförmigen Pleopoden.

Am ungewöhnlichsten sind allerdings die Wahrnehmungsorgane. Die auf hohen Stielaugen platzierten Linsen sind nicht nur sehr zahlreich (10.000) - sie können auch 3 Bilder gleichzeitig abliefern.Dem Krebs ist es also möglich, aus 6 verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Die Augen können trinokular und binokular sehen.Neben 100.000 Farben können sie auch UV-Licht und polarisiertes Licht wahrnehmen. Mit einem Querband, das über seine Augen läuft, kann der Krebs sein Opfer "abtasten" und die Entfernung genau bestimmen. Mit einem zweiten Analysator zieht er dann Rasterlinien, wie beim Fadenkreuz eines Gewehres.

Der Fangschreckenkrebs hat sich den Gegebenheiten perfekt angepasst. Der Fangschreckenkrebs lauert seiner Beute meistens im Schutz seiner selbst gegrabenen Höhle oder einer Felsspalte auf. Seine bevorzugte Nahrung sind Garnelen, Würmer, kleine Fische, Schnecken, Muscheln oder Krabben.Mit Hilfe seiner außergewöhnlichen Augen visiert der Krebs die Beute genau an, dann schlägt er blitzschnell zu und zertrümmert gegebenenfalls dessen Schale. Alle Stomatopoden sind getrenntgeschlechtlich.

Nils Neumaier fügt an: Stellt keine hohen Anforderungen an Wasserqualität oder Platz.

Diese Tiere sind Raubtiere und nicht für ein Gesellschaftsbecken geeignet.
Da diese Fangschreckenkrebse "Schmetterer" sind (es gibt auch "Speerer"), besteht ihre natürliche Nahrung aus anderen Krebsartigen (Garnelen, Einsiedler etc.), Muscheln und anderen hartschaligen Tieren.
Gegenüber Fichen habe ich bisher keine Agressionen beobachten können, obwohl die Tiere im Notfall sicher auch diese mit Leichtigkeit erlegen können und werden.

Die unter dem Körper zusammengefalteten Fangarme (wie bei einer Gottesanbeterin = Fangschrecke) haben am Ende harte Verdickungen, mit denen der Krebs seine Opfer erschlagen kann.Die Tiere können ihre Fangarme verriegeln, indem sie Teile des Exoskeletts verhaken, spannen dann die starken Muskeln an und lassen die Fangarme dann in einer der schnellsten Bewegungen im Tierreich vorschnellen.

Der Aufprall ist heftig genug um die Schalen oder Panzer von Meerestieren zu zertrümmern und kann sogar dünnes Glas zerschmettern. Man braucht jedoch keine Angst haben, dass der Krebs sein Aquarium zerschmettert.Ich habe zumindest noch von keinem Fall gehört und auch wenn der Krebs manchmal mit Steinchen Fussball spielt und dabei die Scheibe trifft, scheint er seine Kraft wohlüberlegt einzusetzen.Die Tiere leben territorial.

Die Natur hat dafür gesorgt, dass sich die Tiere nicht bei Revierstreitigkeiten töten, indem sie sie mit einiger Intelligenz ausgestattet hat, so dass sie mit ihren wimpelartigen Fortsätzen am Kopf kommunizieren können.In der Tat scheinen die Tiere sehr intelligent zu sein, denn man kann ihnen kleine Kunststücke beibringen und sie erkennen ihren Pfleger (auch nach Jahren noch) am Gesicht.

Bei mir lebt der Fangi mit einem Sechsstreifenlippfisch zusammen in einem 60cm-Becken, bei dem ich einmal wöchentlich 1/4 Wasser (einen Eimer) mit der Hauptanlage wechsle. Achtung: Schleppt man sich meist mit lebenden Steinen ein, wenn die Fangis noch klein sind. Wenn Fische auf unerklärliche Weise verschwinden ist oftmals der Fangi daran Schuld. Wenn er Hunger hat, kann das schon passieren.Es gibt nicht wenig Aquarinaer, die ihr Becken deswegen ausräumen mussten, und wie das halt so ist, er ist immer im letzten Stein.Da die Tiere zu schlau sind, lassen sie sich meist nicht einfach fangen.
Kann und sollte man nur im separaten Artbecken pflegen.

Synonyme:
Cancer scyllarus Linnaeus, 1758
Gonodactylus bleekeri A. Milne-Edwards, 1868
Gonodactylus elegans Miers, 1884

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Malacostraca (Class) > Hoplocarida (Subclass) > Stomatopoda (Order) > Unipeltata (Suborder) > Gonodactyloidea (Superfamily) > Odontodactylidae (Family) > Odontodactylus (Genus)

Stockliste




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Erfahrungsaustausch

Eric am 29.10.08#2
Wie schon gesagt sind Odontodactylus scyllarus hoch interessante Pfleglinge, aber man muss sie unbedingt in einem Spezialbecken halten, da sonst schnell einige, oder sogar alle Garnelen, Einsiedler u.ä. weg sein können.
Odontodactylus scyllarus schleppt man sich übrigens eigentlich nie mit Lebenden Steinen ein. Wenn man sich aber einen Fangi, egal welche Art es ist, eingeschleppt hat sollte man ihn unbedingt entfernen. Bitte tut nur eines nicht, das Tier töten. Fangis sind super interessante Pfleglinge und es gibt inzwischen viele Leute, welche den Fangi auch sicher gerne nehmen werden, oder man behält ihn eben.

Die Pflege ist übrigens nicht sonderlich schwer und gerade Odontodactylus scyllarus kann sogar bis zu 6 Jahre alt werden.
Eric am 23.06.05#1
In einem Spezialbeken,welches rhuig klein sein darf, gepflegt ist der Fangschreckenkrebs ein super toller und hoch interessanter Pflegling. Sind sogar meiner meinung nach eine der Iteressantesten Krebse die ich kenne. (Vorsicht beim einfangen der Tiere da, besonders die grossen Arten, böse Veletzungen verursachen können)
2 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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