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Odontodactylus latirostris Pink-Ohr-Fangschreckenkrebs

Odontodactylus latirostris wird umgangssprachlich oft als Pink-Ohr-Fangschreckenkrebs bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 70 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
8976 
AphiaID:
408968 
Wissenschaftlich:
Odontodactylus latirostris 
Umgangssprachlich:
Pink-Ohr-Fangschreckenkrebs 
Englisch:
Pink-eared Mantis Shrimp, Poorman's Peacock Mantis Shrimp 
Kategorie:
Fangschreckenkrebse 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Stomatopoda (Ordnung) > Odontodactylidae (Familie) > Odontodactylus (Gattung) > latirostris (Art) 
Erstbestimmung:
Borradaile, 1907 
Vorkommen:
Andamanensee, Australien, Indonesien, Madagaskar, Neukaledonien, Philippinen, Raja Ampat 
Größe:
2 cm - 8 cm 
Temperatur:
22°C - 26°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Frostfutter (kleine Sorten), Futtergarnelen, Kleine Fische, Krabben, Krebse, Krustentiere, Räuberische Lebensweise 
Aquarium:
~ 70 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Odontodactylus brevirostris
  • Odontodactylus hanseni
  • Odontodactylus havanensis
  • Odontodactylus hawaiiensis
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2015-11-19 20:03:02 

Haltungsinformationen

Odontodactylus latirostris Borradaile, 1907

Fangschreckenkrebse gehören zur Familie der Mundfüßer, der so genannten Stomatopoden.
Es gibt ca. 390 Arten der Mundfüßer.

Die Krebse leben im küstennahen Meer, selten in sehr großen Tiefen.Speziell auf Korallenriffen lebt eine Vielzahl der Arten. Die Gattungen der Lysiosquilla, Gonodactylus und Odontodactylus leben auf karibischen und indopazifischen Korallenriffen.

Die Größe der Fangschreckenkrebse variiert von 1 bis 2 cm bis hin zu weit über 30 cm. Die Fangschreckenkrebse können in den buntesten Farben schillern, zum Beispiel in graugrün, braun und rot, wobei die verschiedenen Farben den jeweiligen Zustand des Tieres beschreiben (rot bedeutet beispielsweise Gefahr).

Der stark betonte Hinterleib des Krebses ist mit einem kräftigen Schwanzfächer ausgestattet und erlaubt ruckartige, schnelle Schwimmstöße.

Die Beine: Am lang gestreckten Körper bildet das erste Beinpaar ein mit Bürsten besetztes Putzorgan. Die zweiten Maxillipeden sind die gewaltigen Keulen, denen der Schmetterer seinen Namen zu verdanken hat.Sie werden in Ruhe meist am Vorderkörper getragen, von wo aus sie blitzartig hervorschnellen können. Die drei folgenden Beine dienen als Fangarme.Sie sind mit Stacheln und Scheren bestückt und können die Beute festhalten, aufspießen und zum Mund führen.
Des Weiteren gibt es noch 3 Paar Schreitbeine(Thorakopoden) und 5 Paar Schwimmbeine, die blattförmigen Pleopoden.

Am ungewöhnlichsten sind allerdings die Wahrnehmungsorgane. Die auf hohen Stielaugen platzierten Linsen sind nicht nur sehr zahlreich (10.000) - sie können auch 3 Bilder gleichzeitig abliefern.

Dem Krebs ist es also möglich, aus 6 verschiedenen Perspektiven zu beobachten.
Die Augen können trinokular und binokular sehen.
Neben 100.000 Farben können sie auch UV-Licht und polarisiertes Licht wahrnehmen. Mit einem Querband, das über seine Augen läuft, kann der Krebs sein Opfer "abtasten" und die Entfernung genau bestimmen. Mit einem zweiten Analysator zieht er dann Rasterlinien, wie beim Fadenkreuz eines Gewehres.

Der Fangschreckenkrebs hat sich den Gegebenheiten perfekt angepasst.Der Fangschreckenkrebs lauert seiner Beute meistens im Schutz seiner selbst gegrabenen Höhle oder einer Felsspalte auf.
Seine bevorzugte Nahrung sind Garnelen, Würmer, kleine Fische, Schnecken, Muscheln oder Krabben.

Mit Hilfe seiner außergewöhnlichen Augen visiert der Krebs die Beute genau an, dann schlägt er blitzschnell zu und zertrümmert gegebenenfalls dessen Schale. Alle Stomatopoden sind getrenntgeschlechtlich.

Diese Tiere sind Raubtiere und nicht für ein Gesellschaftsbecken geeignet. Da diese Fangschreckenkrebse "Schmetterer" sind (es gibt auch "Speerer"), besteht ihre natürliche Nahrung aus anderen Krebsartigen (Garnelen, Einsiedler etc.), Muscheln und anderen hartschaligen Tieren.

Die unter dem Körper zusammengefalteten Fangarme (wie bei einer Gottesanbeterin = Fangschrecke) haben am Ende harte Verdickungen, mit denen der Krebs seine Opfer erschlagen kann.

Die Tiere können ihre Fangarme verriegeln, indem sie Teile des Exoskeletts verhaken, spannen dann die starken Muskeln an und lassen die Fangarme dann in einer der schnellsten Bewegungen im Tierreich vorschnellen.

Der Aufprall ist heftig genug um die Schalen oder Panzer von Meerestieren zu zertrümmern und kann sogar dünnes Glas zerschmettern. Man braucht jedoch keine Angst haben, dass der Krebs sein Aquarium zerschmettert.Die Tiere leben territorial.

Die Natur hat dafür gesorgt, dass sich die Tiere nicht bei Revierstreitigkeiten töten, indem sie sie mit einiger Intelligenz ausgestattet hat, so dass sie mit ihren wimpelartigen Fortsätzen am Kopf kommunizieren können.

Achtung: Schleppt man sich meist mit lebenden Steinen ein, wenn die Fangis noch klein sind. Wenn Fische auf unerklärliche Weise verschwinden ist oftmals der Fangi dran schuld.
Wenn er Hunger hat, kann das schon passieren.

Es gibt nicht wenig Aquarinaer, die ihr Becken deswegen ausräumen mussten, und wie das halt so ist, er ist immer im letzten Stein.Da die Tiere zu schlau sind, lassen sie sich meist nicht einfach fangen. Kann und sollte man nur im separaten Artbecken pflegen.

Synonym:
Odontodactylus southwelli

Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Multicrustacea (Superclass) > Malacostraca (Class) > Hoplocarida (Subclass) > Stomatopoda (Order) > Unipeltata (Suborder) > Gonodactyloidea (Superfamily) > Odontodactylidae (Family) > Odontodactylus (Genus) > Odontodactylus latirostris (Species)

Bilder

Allgemein

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