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Scutus unguis Spaltnapfschnecke

Scutus unguis wird umgangssprachlich oft als Spaltnapfschnecke bezeichnet.



Steckbrief

lexID:
742 
AphiaID:
216284 
Wissenschaftlich:
Scutus unguis 
Umgangssprachlich:
Spaltnapfschnecke 
Englisch:
Hoof Limpet, Clawed Shield Limpet 
Kategorie:
Gehäuseschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Lepetellida (Ordnung) > Fissurellidae (Familie) > Scutus (Gattung) > unguis (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Afrika, Australien, Guam, Indischer Ozean, Indonesien, Japan, Korea, Mosambik, Philippinen, Rotes Meer, Singapur, Süd-Afrika, West-Pazifik 
Meerestiefe:
0 - 10 Meter 
Größe:
bis zu 6cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Aas, Kadaver, Algenaufwuchs (Epiphyten), Allesfresser (omnivor), Korallen(polypen) = corallivor, Räuberische Lebensweise, Schwämme, Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere) 
Aquarium:
~ 200 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-01-19 12:37:15 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Scutus unguis sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Scutus unguis interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Scutus unguis bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Scutus unguis (Linnaeus, 1758)

Gehört zur Familie der Fissurellidae, zu der die so genannten Schlitz- und Schlüssellochschnecken gehören, da ihre Schalen entweder ein Schlitz- oder ein apikales Schlüsselloch aufweisen, um das Ausatmen von Wasser aus der Mantelhöhle zu ermöglichen.

Die Spaltnapf- oder Fingernagelschnecke lebt in der Natur in der Gezeitenzone. Zu finden ist sie in Spalten, unter Steinen und unter Korallenbruch. Intertidal an felsigen Küsten und in Korallenriffen.

Weiße schildartige Schale, bis zu 6 cm lang, erkennbar am Fehlen von Schlitzen oder apikalen Löchern, obwohl im hinteren Rand ein kleiner Einschnitt vorhanden ist. Die Schale wird normalerweise von Mantellappen bedeckt, die sich jedoch manchmal etwas zurückziehen, um einen Teil der Schale freizulegen. Der Mantel hat lila braune Abzeichen auf cremefarbenem Grund. Lebensraum: Flachwasserfelsen und Korallen.

Ernährt sich vom Abraspeln des Algenaufwuchses, Schwämmen, aber auch Aas und Korallen sollen auf dem Speiseplan stehen. Die Schnecke ist überwiegend nachtaktiv.

Synonyme:
Parmophorus corrugatus Reeve, 1842
Parmophorus elegans Gray, 1825
Parmophorus imbricatus Quoy & Gaimard, 1834
Patella unguis Linnaeus, 1758
Scutus (Aviscutum) unguis (Linnaeus, 1758)
Scutus angustatus A. Adams, 1851
Scutus corrugatus (Reeve, 1842)
Scutus granulatus (Blainville, 1819)
Scutus parunguis Iredale, 1940

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Elisabeth am 30.08.17#7
In meinem Aquarium haben sich die Scutus unguis vermehrt.

Dieser Zorro ist meist nachtaktiv.

Meiner Meinung nach gehören Hydrozoen auch zu seiner Speisekarte.
Algen gibt es in meinem Aquarium eigentlich nicht mehr.

Wegen des Nahrungsmangels und der starken Besatzdichte kommt es jetzt zu Übergriffen auf Korallen.

Die erste Schnecke habe ich im Dezember 2013 gefunden, dann habe ich noch 3 weitere im September 2015 gekauft.

In meinem 1500 Ltr. Becken sind aber mittlermeile einige Jungtiere groß geworden.

Seit ca. Januar 2017 habe ich bemerkt, daß die Seriatopora von unten angefressen wurden.
Dies hat mich zunächst nicht gestört, da diese Koralle äußerst gut wächst und ohnehin gestutzt werden muss. Seit April 2017
haben sie aber ihren Speiseplan erweitert.
Gefressen werden die äußeren Gewebeschichten von verschiedenen Montipora und Pocillopora. Die Polypen scheinen noch
vorhanden zu sein, aber die Korallen sind sehr angeschlagen.
Nach dem Entfernen der Schnecken erholten sich die Korallen wieder.

Vieleicht hat ja jemand ein Problem mit Hydrozoen und kann diese Tiere Einsetzen.
(Evtl. im Filterbecken.)

In einem Becken mit LPS scheinen die Scutus kein Problen zu sein.
In meinem Becken vergreifen sie sich nicht an LPS.

Keine SPS sind vor ihnen sicher.

Größe: ausgestreckte Fühler bis Hinterteil 7 cm


VG

Elisabeth

joechaos am 19.03.13#6
Ich halte zwei Tiere seit ca. 1 Jahr. 2-3 Monate nach Einrichten des Beckens sind sie plötzlich aufgetaucht. Sie sind recht schnell gewachsen, nun 5 und 6 cm groß. Einmal habe ich sie bei der Fortpflanzung beobachtet: sie saßen nebeneinander, eine gab Sperma ab, die andere Eier. Nachwuchs habe ich bislang aber noch nicht gesehen. Sind auch am Tag unterwegs, aber immer im Schatten - nachts auch an der Scheibe. Sie fressen Kronenkalkschwämme, außerdem gehen sie ab und zu an Scheibenanemonen - die werden aber nur an- nicht aufgefressen. An andere Korallen habe ich sie nie gehen sehen. Ev. zu wenige Algen? Ansonsten robuste und schöne Tiere.
Amon4 am 15.01.09#5
Ich hatte dieses Tier einige Jahre in meinem Becken...allerdings tauchte sie irgendwann noch
ganz klein von selbst auf (irgendwoher eingeschleppt) hielt sich 2-3 Jahre wurde schnell
groß und verschwand von selbst (gestorben) wieder !
Jedenfalls war sie nicht mehr auffindbar....
In dieser Zeit war sie Nachts sehr aktiv...an Algen zu beobachten ! An korallen sah ich sie nie..Zu jener Zeit gab es noch keine Information zu diesem Tier ...
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