Fauna Marin GmbHKölle Zoo AquaristikMrutzek MeeresaquaristikAQZENOAquafair

Tubastraea faulkneri Orange-gelbe Kelchkoralle

Tubastraea faulkneri wird umgangssprachlich oft als Orange-gelbe Kelchkoralle bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 150 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
629 
Wissenschaftlich:
Tubastraea faulkneri 
Umgangssprachlich:
Orange-gelbe Kelchkoralle 
Englisch:
Orange cup coral 
Kategorie:
Steinkorallen LPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Dendrophylliidae (Familie) > Tubastraea (Gattung) > faulkneri (Art) 
Erstbestimmung:
Wells, 1982 
Vorkommen:
Australien, Equador, Galapagosinseln, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Madagaskar, Mauritius, Molukken, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Süd-Pazifik, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
3 - 20 Meter 
Größe:
bis zu 15cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Azooxanthellat, Cyclops (Ruderfußkrebse), Lobstereier, Mysis (Schwebegarnelen), Plankton, Staubfutter 
Aquarium:
~ 150 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Einfache Nachzucht möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-03-04 15:27:58 

Nachzuchten

Tubastraea faulkneri lässt sich gut züchten. Im Handel sind Nachzuchten verfügbar. Wenn Sie Interesse an Tubastraea faulkneri haben, fragen Sie bitte Ihren Händler nach einem Nachzuchtier anstelle eines Wildfangs. Sie helfen so die natürlichen Bestände zu schützen.

Haltungsinformationen

Wells, 1982

Tubastraea Korallen:

Tubastraea und Dendrophyllia gehören beide zur Familie Dendropyhllidae.
Unseres Wissens nach, ist es sehr schwierig bis gar unmöglich, diese Tiere genau zu zu ordnen.

Dies wäre wohl nur über eine Untersuchung des Tieres selber möglich (Untersuchung der Form und des Sitzes der Mesenterien).
Beide Gattungen zusammen enthalten ca. 11 verschiedene Arten.
Nach Fossa und Nilsen sind, bis auf Tubastrea micrantha, alle Arten sehr ähnlich.

Selbst bei T. diaphana hat man (nachrichtlich M. Mrutzek, Daniel Knop) schon grüne und braune Töne nachgewiesen.
T. micrantha unterscheidet sich durch die kräftigere Verzweigung von den anderen Arten.
T. diaphana hat, im Gegensatz zur restlichen Familie, sehr dunkle Polypen.

Bei T. diaphana gibt es kaum Haltungsberichte, und meist gelingt die Haltung nur bei optimalem Futterangebot und bei einer nicht zu geringen Strömung.
Ist die Strömung zu stark, so geht das Tier auch daran kapput (Gewebeschäden).

Tubastrea-Korallen haben keine Zooxanthellen und leben nicht vom Licht.
Zudem mögen sie eine laminare, leichte Strömung die das Futter an ihnen vorbeitreibt.
Wie z.B Daniela Stettler zu Tubastrea coccinea schreibt, muss man diese Tiere regelmässig füttern.
Dann klappt die Pflege auch.
Füttert man nicht, überlebt das Tier nicht.

Ganz sicher ist die Bestimmung nicht, aber die gelben und orangefarbigen Arten sind faulkneri und coccinea.
Ganz sicher ist man nur, wenn die Koralle zerlegt wird.

Diverse Futtersorten sind:
Artemia, Mysis, Lobstereier, Cyclopeze, Plankton, Bosmiden,

Futtertip:
Es rät sich, eine lange Futterpipette an, mit der man die Polypen ganz gut und vor allem gezielt füttern kann.

Es versteht sich von selbst, dass man die Fische und Garnelen auch ausreichend füttern muss, sonst werden diese versuchen, den Tubastreas das Futter zu entziehen.
Keine Anfängertiere, wenn auch wunderschön!

Beachten Sie bitte die Links, wo wir herrliche Bilder von Daniela Stettlers Tieren zeigen.

Classification: Biota > Animalia (Kingdom) > Cnidaria (Phylum) > Anthozoa (Class) > Hexacorallia (Subclass) > Scleractinia (Order) > Dendrophylliidae (Family) > Tubastraea (Genus) > Tubastraea faulkneri (Species)

Bilder

Allgemein

2
1
1
1
1
1
1
1

Haltungserfahrung von Benutzern

muskelherz am 28.07.18#15
Seit nun einem halben Jahr halte ich Tubastraea faulkneri in einem nanobecken. Ich habe sie vorne plaziert. Sobald sie Futter "riechen" expandieren sie in ein paar Minuten vollständig. Nach langen probieren habe ich nun ihr Lieblingsfressen herausgefunden. Rote Mückenlarven! Diese stopfen sie regelrecht hinein. Ich hatte auch mal weiße Mückenlarven probiert und eine Tafel mit gefrorener Fischbrut erwischt (war wohl ein Fehler vom Hersteller) das war mit Abstand das beste Futter aber gibt es leider nicht zu kaufen. Alles andere Futter (Artemia, Lobstereier usw.) mögen sie nicht. Nun was soll ich sagen, seit dem ich sie habe sind sie ordendlich gewachsen und überwachsen langsam den Stein. Wenn ich die Mückenlarven verfüttere schalte ich so 1 min die Stömung aus bedecke die Polypen mit den Mückenlarven und schwuppps sind alle weg, ohne dass was im Becken umhertreibt. Das kann mann 3-4x machen. Ich füttere in der Woche 2-3 mal. Sie sind die unkompliziertesten Tiere die ich im Becken habe und wunderschön. Bei mir knallorange.
silvi am 19.02.17#14
Ich halte diese wunderschönen Korallen seid 5 Jahren und hatte bereits Nachkomen durch Planulalarven. Ich füttere außschließlich Frofu und die Tubababys sind gut gewachsen. Innerhalb von 3 -4 Jheren haben sich 6-8 neue Polypen gebildet und sie sind besonders groß und lange auf. Die Mutterstöcke gehen langsam ein, wobei einzelne Polypen trotz reichlicher Fütterung immer kleiner werden. Meiner Meinung nach sterben alte Polypen nach 5-8 Jahen ab , weil sie eben ihr Lebensalter erreicht haben. Meine Nachzuchtstöcke sind kräftiger als die importieren Korallen.Auch durch fragmentieren kann man sie nicht gut Vermehren. Nach einer gewissen Lebensdauer degenrieren sie.
Deshalb ist es erstrebenswert die Mutterstöcke zum Ablaichen zu bringen und vielleicht dadurch längerlebende Korallen zu züchten, denn sie wurden duch Imortieren nicht vorgeschädigt.
Roland-Berlin am 23.11.14#13
Ich pflege T.faulkneri seit Monaten erfolgreich, nachdem ich ein fast verhungertes Exemplar beim Händler erworben hatte. Die ursprünglich nur zur Erholung gedachte Fütterungsmethode in einer Schüssel war so erfolgreich, dass ich sie bis heute beibehalten habe: T. faulkneri ist also bei mir nicht fest im Riff verankert, sondern auf einem mobilen Stein befestigt. Ein bis zwei mal pro Woche wird der Stein samt Koralle in einer Schüssel palziert und dann wird mit gefrorenen Mysis, Lobereiern etc. gefüttert. Da ich das gefrorene Futter bei dieser Methode nicht auswaschen muss (das Wasser der Schüssel wird ja verworfen), brauche ich die Koralle auch nicht mit teuren Aminosäuren etc. zur Polypenexpansion zu locken, zumal im Auftauwasser des Futters genügend Lockstoffe enthalten zu sein scheinen. Bei dieser Fütterungsmethode hat die Koralle auch eine urlaubsbedingte drei Wöchige Futterpause problemlos und ohne sichtbaren Mangel überstanden. Die Koralle dankt den Aufwand mit tollen Farben und einer erstaunlichen Wachstumsrate. Zurück im Becken steht die Koralle bei mir im eher schattigen Bereich bei guter Strömung.
Insgesamt ein Tier, dass eben gefüttert werden will, und ansonsten ein recht problemloser Pfleglin zu sein scheint. Wer den Fütterungsaufwand scheut, und ansonsten dem Tier nur ein Standard-SPS Becken zu bieten hat, sollte sich selbst und dem Tier den Gefallen tun, und auf einen Kauf verzichten.
15 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen

Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Tubastraea faulkneri

silvi am 08.11.16#1
Hallo:-)
wer hat bereits Planulalarven erfolgreich angesiedelt?
Ich habe mittlerweile seid 4 Jahren eigene Nachzuchten und halte erfolgreich neu angesiedelte Korallen ausschließlich mit Frostfuttergabe.

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Tubastraea faulkneri