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Dendrochirus brachypterus Kurzflossen-Zwergfeuerfisch

Dendrochirus brachypterus wird umgangssprachlich oft als Kurzflossen-Zwergfeuerfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Giftig.



Steckbrief

lexID:
59 
Wissenschaftlich:
Dendrochirus brachypterus 
Umgangssprachlich:
Kurzflossen-Zwergfeuerfisch 
Englisch:
Shortfin Turkeyfish, Short-spined Butterfly-cod, Short-spined Scorpionfish 
Kategorie:
Skorpionsfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Scorpaeniformes (Ordnung) > Scorpaenidae (Familie) > Dendrochirus (Gattung) > brachypterus (Art) 
Erstbestimmung:
(Cuvier, ), 1829 
Vorkommen:
Afrika, Ägypten, Andamanensee, Arafurasee, Australien, Guam, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kenia, Lembeh-Straße, Lord Howe Insel, Malaysia, Mauritius, Mayotte, Mikronesien, Molukken, Mosambik, Neukaledonien, Nördliche Mariannen, Papua-Neuguinea, Philippinen, Rotes Meer, Salomon-Inseln, Samoa, Seychellen, Süd-Afrika, Sulawesi, Tansania, Timor-Leste, Tonga, Vietnam 
Meerestiefe:
2 - 80 Meter 
Größe:
bis zu 17cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Futtergarnelen, Garnelen, Kleine Fische, Krustentiere 
Aquarium:
~ 500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-02-21 10:55:08 

Gift


Dendrochirus brachypterus ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Dendrochirus brachypterus halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

(Cuvier, 1829)

Info von Tobias Feige:
Trotz aller Warnungen des Händlers wollte ich nicht auf einen Feuerfisch verzichten.
Meiner Meinung nach eine der schönsten und bizarrsten Gattungen (Familien?) unter den Fischen.
Bisher kann ich behaupten:
Ein sehr dankbarer Pflegling, seiner Neugier und Zutraulichkeit sollte man auf Grund seiner Giftstacheln natürlich immer mit dem nötigen Respekt begegnen, auch wenn er erst 4cm groß ist.

Tagsüber hängt er an und unter Steinen, wo er recht gut getarnt auf Vorbeischwimmendes wartet. Bei Dunkelheit dackelt er dann los, auf seinen Brustflossen hangelnd sucht er nach Fressbarem, der Antrieb erfolgt dabei durch "Schwanzwedeln".

Wenn ich im Becken hantiere, dann setzt er sich schon mal daneben und sieht zu, beim Scheibenputzen verfolgt er das Putztuch, und wenn ich ihm einen kleinen Fisch vor die Nase setze (er verschlingt alles, was nicht wenigstens zweimal so groß wie sein Kopf ist), dauert es in der Regel nur wenige Sekunden, bis der weg ist.

Wenn er mit seinen Fächerflossen umherschwebt, sieht er aus wie ein chinesischer Drache, ansonsten benimmt er sich aber eher wie ein kleiner Hund.
Er ist äußerst friedfertig und hat noch kein anderes Tier attackiert, nicht einmal die gelegentlich recht aufdringlichen Putzergarnelen.
Frisst alles Frostfutter wenn nicht zu klein, bekommt ab und an kleine Süßwasserfische.

Achtung Gifttier!

Nicht alle Mitglieder der Skorpionsfische besitzen giftige Flossenstrahlen, aber aus folgenden Skoriponsfisch-Gattungen sind giftige Spezies bekannt: Apistus, Apistops, Centropogon, Coridacrylus, Gymnapistes, Helicolenus, Hypodytes, Inimicus, Minous, Notesthes, Scorpaena, Scorpaenopsis und Sebasticu.
Symptome: Skorpionsfische verursachen die meisten Unfälle aus dem Bereich der aktiv giftigen Fische.
Meist entstehen die Unfälle bei der Fischerei oder bei der Verarbeitung in der Küche, da die Tiere beliebte Speisefische sind.

Stärkste Schmerzen mit Ausstrahlung auf die ganze betroffene Extremität, lokale Schwellungen, lokale Parästhesien, lokale Nekrosen, Stichverletzungen, Angst, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Synkopen. Es ist kein Todesfall bekannt. Es können Teile der Stachel oder der Giftdrüsen in der Wunde verbleiben und zu Nekrosen oder Wundheilungsstörungen führen.

Maßnahmen: Da das Gift hitzelabil ist, wird die Heißwassermethode empfohlen. Dabei wird die betroffene Gliedmaße in tolerierbar heißes Wasser (Temperatur ca. 45°C) gehalten. Es gilt dabei zusätzliche Schäden, wie Verbrühungen, zu vermeiden. Wegen den möglichen Schäden und der nicht kontrolliert studierten Wirksamkeit gilt diese Methode als umstritten.

Die Schmerzen können durch die Injektion eines lokalen Betäubungsmittels um und in die Wunde (z.B. Lidocain 1 %) bekämpft werden. Die weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch.

In der Klinik ist die radiologische Abklärung, ob noch Stachelteile in der Wunde sind, sowie eine entsprechende chirurgische Versorgung durchzuführen.
Die Blasen sollen geöffnet und entleert werden. Man stellt sich vor, dass damit eine weitere Schädigung des Gewebes durch das Toxin vermindert werden kann.

Quelle: http://www.gifte.de/Gifttiere/skorpionsfische.htm


Synonym:
Pterois brachyptera Cuvier, 1829

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Scorpaeniformes (Order) > Scorpaenidae (Family) > Pteroinae (Subfamily) > Dendrochirus (Genus)



Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

salhi.1427 am 28.02.16#16
Sehr zutraulich und absolut friedlich allen anderen Bewohnern gegenüber.
Frisst am liebsten lebende Garnelen.
siegi am 01.01.14#15
Ich habe diesen frechen Kerl seit ca. drei Monaten im Becken 1800ltr. Erst nach ca. 2 Wochen nahm er lebende Futtergarnelen. In der 4. Wochen schnappte er nach feinem Krill. Nachdem ich eine neue Beleuchtung habe (LED) kommt er nur selten aus der Deckung. Wahrscheinlich muss er sich erst an dieses helle Licht gewöhnen. Aber wenn ich mit dem Kescher, mit dem ich die Garnelen fange und ihm anbiete, auf den AQ Rand klopfe ist er sofort da und wartet auf seine Futterbrocken. Mit seinen Mitbewohnern hatte er überhaupt kein Problem. Es sind große 6 Drücker und 6 gr. Doktorfische seine Nachbarn. Auch die mundgerechten Riffbarsche und andere kleine Mitbewohner lässt er in Ruhe. Man glaubt es kaum wie schnell er beim Garnelen fangen sein kann. Alles in Allem ein friedlicher Geselle. (noch) Ich möchte ihn nicht mehr missen.
falkner71 am 18.01.12#14
Also meinen D.brachypterus pflege ich seit Februar 2011,mich wunderte seine Aggressivität,er brachte alles andere im Becken gezielt um die Ecke,kopf herab gesenkt und dann wurde beschleunigt um dem mitbewohner seine Rückenstacheln in die Brust zu stechen.
Doppelt so große P.atenata wurden von ihm ausgelöscht.Hantieren im Becken war nahezu unmöglich,da er einem schon entgegengesprungen kam...nun habe ich ihn in meinem Filterbecken untergebracht,blieb leider keine andere möglichkeit übrig,frisst mit vorliebe Muscheln von der Pinzette,wenn er Hunger hat lässt er mich nicht aus den Augen.Doch gegen Hände ist er sehr allergisch und greift sofort an!

Halte noch andere Tiere dieser Gattung,doch derart Aggressiv ist kein anderer.


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