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Cantherhines pullus Schwanzfleckfeilenfisch

Cantherhines pullus wird umgangssprachlich oft als Schwanzfleckfeilenfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 800 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
4491 
AphiaID:
159493 
Wissenschaftlich:
Cantherhines pullus 
Umgangssprachlich:
Schwanzfleckfeilenfisch 
Englisch:
Orangespotted Filefish 
Kategorie:
Feilenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Tetraodontiformes (Ordnung) > Monacanthidae (Familie) > Cantherhines (Gattung) > pullus (Art) 
Erstbestimmung:
(Ranzani, ), 1842 
Vorkommen:
Bandasee, Belize, Bermuda, Brasilien, Cayman Inseln, Costa Rica, Dominikanische Republik, Golf von Guinea, Golf von Mexiko, Haiti, Honduras, Jamaika, Karibik, Kuba, Mexiko (Ostpazifik), Nicaragua, Ost-Atlantik, Panama, Puerto Rico, São Tomé und Principé, USA, Venezuela, West-Atlantik 
Meerestiefe:
3 - 50 Meter 
Größe:
14 cm - 20 cm 
Temperatur:
20°C - 26°C 
Futter:
Algen, Invertebraten (Wirbellose), Moostierchen (Bryozoen), Nahrungsspezialist, Schwämme, Seescheiden (Ascidiacea) 
Aquarium:
~ 800 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-10-12 09:51:49 

Haltungsinformationen

(Ranzani, 1842)

Der Schwanzfleckfeilenfisch kommt hauptsächlich im östlichen und westlichen Atlantik von den USA im Norden und der Karibik bis nach Brasilien im Osten Südamerikas, São Tomé und bis in den Golf von Guinea im Westafrika vor.

Er ernährt sich hauptsächlich von bodennahen Schwämmen und Algen, diverse Untersuchungen der Mageninhalte dieses Feilenfischs haben aber auch Seescheiden, Moostierchen und diverse andere sessile Invertebraten zutage gefördert.

Schwanzfleckfeilenfischen werden in einigen Herkunftsländern als "trash-fish", Wegwerf-Fisch bezeichnet, da sie offensichtlich eine hohe Fruchtbarkeit und Populationsdichte haben und neben der kommerziellen Aquaristik einen der Hauptnahrungsfische der dortigen Thunfische und Marline darstellen.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

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