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Labroides inopinatus Goldfaden-Putzlippfisch

Labroides inopinatus wird umgangssprachlich oft als Goldfaden-Putzlippfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Wiley Online Library

Foto: Flora Reef, Korallenmeer, Queensland, Australien

/ Holotyp, AMS I. 51733-001, 49,3 mm SL, Foto: ® Dr. Yi-Kai Tea, CC BY-SA 4.0
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Wiley Online Library

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18360 
AphiaID:
Wissenschaftlich:
Labroides inopinatus 
Umgangssprachlich:
Goldfaden-Putzlippfisch 
Englisch:
Goldenrod Cleaner Wrasse 
Kategorie:
Lippfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Eupercaria incertae sedis (Ordnung) > Labridae (Familie) > Labroides (Gattung) > inopinatus (Art) 
Erstbestimmung:
Tea, Baraf, Menkara, Ludt, Allen, Hobbs & Cowman, 2026 
Vorkommen:
Great Barrier Riff, Japan, Korallenmeer (Ost-Australien), Neukaledonien, Queensland (Ost-Australien), Sulawesi 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
40 - 165 Meter 
Habitate:
Korallenriffe, Mesophotische Riffe (40 -150 Meter) 
Größe:
bis zu 5,13cm 
Temperatur:
22°C - 25,5°C 
Futter:
Fischeier, Fischlarven, Fischbrut, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Krustentierlarven, Mysis (Schwebegarnelen), Parasiten (Parasiten auf der Haut von Wirtstieren), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Wurmlarven 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-05-20 15:49:20 

Haltungsinformationen

Im Mai 2026 wurde zwei neue Puzterlippfische beschrieben und veröffentlicht, Labroides inopinatus und Labroides flammulatus Zinnober-Putzlippfisch.

Lebensraum und Verbreitung.
Labroides inopinatus ist bisher nur anhand von Typusmaterial bekannt, das in Tiefen zwischen 60 und 145 Metern im Izu Oceanic Park in der Sagami-Bucht (Japan), am Holmes- und Flora-Riff im Korallenmeer (Queensland, Australien) sowie am Boulari-Pass in Neukaledonien gesammelt worden.

Jungfische wurden zudem in einer Tiefe von 40 Metern im Izu Oceanic Park fotografiert.
Die Art wurde zudem in tiefen mesophotischen Riffen in Wakatobi, im Südosten von Sulawesi, Indonesien, in einer Tiefe von etwa 110 Metern beobachtet, jedoch nicht gesammelt (S.J. Rowley, pers. Mitteilung, 2025).

Initalphase
Färbung der geschlechtsreifen Tiere und Jungtiere in freier Wildbahn. Ähnlich, jedoch mit einer Grundfärbung von dunkelgrau bis graubraun

Färbung in nder Terminalphase:
Die obere Hälfte des Kopfes und die Grundfärbung des Körpers sind senfgelb bis braun; der untere Teil des Kopfes ist silbergrau und geht am Halsansatz und an der Brust in Hellgrau über.
Die Schnauze weist einen horizontalen orange-braunen Streifen auf, der von der Seite der Oberlippe bis zum vorderen Rand der Augenhöhle verläuft und dessen Breite in etwa der der Pupille entspricht
Der Streifen verläuft horizontal durch die Augenhöhle, wobei sich seine Breite zum freien oberen Rand des Kiemendeckels hin leicht vergrößert; der Streifen setzt sich über den Kiemendeckel hinaus fort und geht in die Grundfärbung des Körpers über; die Schnauze weist einen zweiten, cremefarbenen bis silberweißen Streifen auf, der von der Rückseite der Oberlippe ausgeht, sich leicht krümmt und über die Rückseite der Augenhöhle, über den freien oberen Rand des Kiemendeckels bis zum oberen Rand der Schwanzflosse verläuft.

Die Rückenflosse dunkel senfgelb, distal dunkel hyalin; Afterflosse ähnlich der Rückenflosse; Schwanzflosse dunkelgelb, distal zunehmend rußig; Schwanzflosse mit einem schmalen, leuchtend weißen, sichelförmigen Rand; oberer Teil des sichelförmigen Randes setzt sich vom Ende des cremefarbenen bis silberweißen Körperstreifens fort; obere und untere Lappen der Schwanzflosse jenseits des Randes durchscheinend.
Die Bauchflossen sind weiß bis durchscheinend grau, die Brustflossen hyalin (Abb. 34, 35A, 34D–F).

Anmerkungen.
Ein Paar von Cymothoidae-Isopoden (AMS P.1102936; Abb. 35C) wurde aus der linken Kiemenkammer eines der Paratypen (AMS I.51732-002) entnommen.
Das Weibchen scheint trächtig zu sein, obwohl unklar ist, ob sich das Paar innerhalb der Kiemenkammer des Wirts gepaart hatte.
Bei der Entnahme und Untersuchung des Kiemengewebes wurden keine nennenswerten Gewebeschäden festgestellt.

Etymologie.
Der Artname leitet sich vom lateinischen Adjektiv „inopinatus“ ab, was „unerwartet“ oder „unvorhergesehen“ bedeutet, und bezieht sich auf die überraschende Entdeckung einer neuen, offenbar in großen Tiefen lebenden Putzfischart. Der gebräuchliche Name bezieht sich auf ihre gelbliche Färbung im lebenden Zustand.

Wir bedanken uns besonders herzlich bei Dr.Yi-Kai Tea vom Australian Museum für das erste Foto dieser neuen Putzerlippfisch-Art.

Bilder

Allgemein


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