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Muraena melanotis Hornmuräne

Muraena melanotis wird umgangssprachlich oft als Hornmuräne bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
146 
AphiaID:
271901 
Wissenschaftlich:
Muraena melanotis 
Umgangssprachlich:
Hornmuräne 
Englisch:
Honeycomb Moray 
Kategorie:
Muränen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Anguilliformes (Ordnung) > Muraenidae (Familie) > Muraena (Gattung) > melanotis (Art) 
Erstbestimmung:
(Kaup, ), 1859 
Vorkommen:
Ost-Atlantik, Süd-Afrika 
Größe:
50 cm - 110 cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Garnelen, Kleine Fische, Krustentiere, Muschelfleisch, Räuberische Lebensweise 
Aquarium:
~ 1000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2007-05-01 15:51:39 

Haltungsinformationen

Haltungsinfo von Peter Pigl:
Muränen mit Rotfeuerfischen zusammen zu bringen, geht beinahe immer in die Hose.
Der Gedankengang "wehrhaft" mit "wehrhaft" zu konfrontieren, funktioniert - nicht nur - hier ziemlich sicher nicht.
Muränen haben anscheinend keine sehr ausgeprägte Antenne für die Gefährlichkeit ihrer Beute/Mitbewohner.
Nicht nur, dass sie sich mit Rotfeuerfischen anlegen und sich dabei vergiften, versuchen sie auch ohne weiteres Igelfische/Kugelfische zu erbeuten.
Nicht selten übernehmen sie sich dabei und werden ihre Beute nicht mehr los und ersticken daran (davon hab ich irgendwo ein Foto, finde es momentan leider nicht).
Interessant dabei ist, dass sie sehr wohl recht wählerisch sind.
Ich habe meine Muräne nie dazu gebracht, notfalls auch mal einen Kabeljau oder Seelachs anzunehmen.
Als ehemaliger "Malediven-Stammgast" hatte ich sehr oft Kontakt zu freilebenden Muränen. Solange man sich nicht zu blöde dabei benimmt, sind das sehr freundliche und kontaktfreudige Lebewesen, die sich gerne auch mal kraulen lassen.
Den einzigen Unfall habe ich miterlebt, als ein ganz Schlauer seine Hand unbedingt zu einer Muräne in ihre Höhle stecken musste - läuft dann aber unter "selber Schuld".
Trotzdem: manche Muränen sind sehr gefährliche Tiere!!
Anfang der 90er Jahre zog bei mir, als blinden Passagier in einem Stein versteckt, die besagte Muraena melanotis ein.
Ich habe das Tier dann fünf Jahre gehalten und mit einer Länge von ca. 110cm an ein Grossaquarium abgegeben.
Ich möchte hier ganz deutlich sagen: NIEMALS hätte ich mir das Tier gekauft und rate jedem dringend davon ab, wenn er nicht WIRKLICH weiss, was er da tut!
Dieses Tier wurde ganz zahm, hat mich bzw. die Familienmitglieder erkannt und hat sich wie eine Katze sehr gerne streicheln und kraulen lassen. Aber gerade dieses "zahm sein" macht sie gefährlich, sie schläfert die Vorsicht beim Umgang ganz einfach ein - zumindest mir ist es so ergangen.
Und so ist es gekommen, wie es eben kommen musste: sie hat mich beim Füttern verletzt.
Das war aber weder ein Angriff noch hat sie gebissen, sondern mich mit den oberen Zähnen nur gestreift.
Die Wunde war auch minimalst, gerade mal auf der Daumenkuppe zwei Ritzer in der Haut - normalerweise kommt da ein Pflaster drauf und die Sache ist gegessen.
Im gegenständlichen Fall hat diese wirklich lächerliche Wunde aber noch nach DREI TAGEN so stark geblutet, dass mir ein Besuch im Krankenhaus nicht erspart blieb.
Mir liegt folgendes am Herzen:
Muränen sind sehr oft nur plakative Prestigeobjekte und es werden dann wenig Gedanken an die Bedürfnisse dieser Tiere verschwendet.
Leider sind sie auch wahre Überlebenskünstler und halten auch unter den widrigste Umständen durch.
Ich bin zwar nicht der Meinung, dass eine Sternchenmuräne mindestens ein 1000-l-Becken braucht, für eine M.melanotis o.ä. sind auch 5000l noch zu wenig. Unabdingbar für das Wohlbefinden sind auch Aufbauten mit vielen unterschiedlichen Versteckmöglichkeiten.
Das reduziert - nicht nur meiner - Erfahrung nach, sehr die Fluchtversuche.
Ganz wichtig ist, dass man die Fütterung dieser Tiere nicht übertreiben sollte.
Wie auf den Bildern leicht zu sehen ist, war meine Melanotis nicht unbedingt unterernährt.
Es wurde aber MAXIMAL EIN MAL DIE WOCHE gefüttert.
Und auch das ist sehr oft ausgefallen, immer dann, wenn sie nicht wirklich Interesse am Futter gezeigt hat.
Muränen verfetten recht schnell.
Die alten Römer haben die Urform der Aquarienhaltung erfunden, um Muränen zu mästen, diese standen auf dem Speiseplan der Cäsaren recht weit oben.
Aufgefallen ist mir auch, dass "normaler" Fisch anscheinend nicht zum Speiseplan dieser Tiere gehört bzw. nicht sehr gerne gefressen wird, bei Kabeljau z.B. gab es einen richtigen Hungerstreik.
Artgerechter dürften schon eher so etwas wie Kraken, Riesenscampi und Langusten sein.
Ich habe allerdings die Möglichkeit, beinahe abgelaufene Tiefkühlware von einem Grosshändler zu beziehen, und habe das Tierchen u.U. etwas verwöhnt.
Aber solches Fischfutter kauft man dann auch nicht im Zoofachhandel.

Weiterführende Links

  1. Fishbase (multi)

Bilder

Allgemein

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