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Anisotremus scapularis Grunzer

Anisotremus scapularis wird umgangssprachlich oft als Grunzer bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für große Schauaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
11918 
AphiaID:
279622 
Wissenschaftlich:
Anisotremus scapularis 
Umgangssprachlich:
Grunzer 
Englisch:
Peruvian Grunt 
Kategorie:
Grunzer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Haemulidae (Familie) > Anisotremus (Gattung) > scapularis (Art) 
Erstbestimmung:
(Tschudi, ), 1846 
Vorkommen:
Brasilien, Chile, Equador, Galapagosinseln, Kolumbien, Malpelo, Ost-Pazifik, Peru 
Meerestiefe:
3 - 30 Meter 
Größe:
bis zu 40cm 
Gewicht :
0,896 kg 
Temperatur:
18°C - 28°C 
Futter:
Detritus, Debris (totes organisches Material), Felsgarnelen, Garnelen, Invertebraten (Wirbellose), Käferschnecken (Chitons), Kleine Fische, Krill (Euphausiidae), Krustentiere, Muscheln (Mollusken), Mysis (Schwebegarnelen), Räuberische Lebensweise, Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere) 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für große Schauaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-09-08 16:12:12 

Haltungsinformationen

Grunzer wie Anisotremus scapularis gehören aus unserer Sicht auch nicht in (sehr große) Gesellschafts-Meerwasseraquarien, und dies aus mehreren Gründen:
Zum einen ist die Palette ihrer natürlichen Futtertiere sehr groß, ein wesentlicher Teil der Mitbewohner würde über kurz oder lang aus dem Becken verschwinden.
Zum anderen sind Grunzer in der Lage, mit ihren Schlundzähnen laute Geräusche zu erzeugen, die dem Pfleger im wahrsten Sinne des Wortes, in Abhängigkeit der Entfernung zum Aquarium, "schlaflose Nächte" bescheren könnten.
Die Geräusche der Grunzer können bis zu 700 Hz laut sein, ein gutes Testbespiel zum Vergleich wäre:
https://www.mynoise.de/tinnitus-analyse.html
Machen Sie diesen kleinen Test ruhig einmal.

Verhaltensbiologisch macht die Möglichkeit, laute Geräusche zu erzeugen dahingehend Sinn, dass die Tiere ihre Artgenossen, z.B. für Paarungen, auch in trübem Wasser schnell auffinden können.

Das Geräusche von Fischen für Menschen schwer aushaltbar machen, zeigen auch Untersuchungen an Umberfischen (Cynoscion othonopterus) im Golf von Mexiko. Männchen erreichen in der Paarungszeit Spitzenwerte von bis zu 177 Dezibel, ein startender Düsenjet kommt "gerade einmal auf 140 Dezibel.

Im Meer bildet diese Grunzerart große Schulen im offenen Wasser über felsigen, mit Felsbrocken übersäten Riffen und Hängen mit guter Wasserbewegung.
Die Schwarmbildung stellt einen Schutz der einzelnen Tiere durch die große Masse der aufblitzenden Fischlaiber dar.
Man sollte sich die Anschaffung eines oder mehrerer Grunzer für ein Aqiarium vorher gut überlegen.

Bilder

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Juvenil (Jugendkleid)


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