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Prosthiostomum acroporae Acropora Strudelwurm AEFW

Prosthiostomum acroporae wird umgangssprachlich oft als Acropora Strudelwurm AEFW bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
953 
AphiaID:
879192 
Wissenschaftlich:
Prosthiostomum acroporae 
Umgangssprachlich:
Acropora Strudelwurm AEFW 
Englisch:
AEFW Acropora Flat Worm 
Kategorie:
Strudelwürmer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Platyhelminthes (Stamm) > Rhabditophora (Klasse) > Polycladida (Ordnung) > Prosthiostomidae (Familie) > Prosthiostomum (Gattung) > acroporae (Art) 
Erstbestimmung:
(Rawlinson, Gillis, Billings & Borneman, ), 2011 
Vorkommen:
Zirkumtropisch 
Meerestiefe:
Meter 
Größe:
bis zu 3cm 
Temperatur:
22°C - 29°C 
Futter:
Korallen(polypen) = corallivor, Parasitäre Lebensweise / Schmarotzer 
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Prosthiostomum arctum
  • Prosthiostomum elongatum
  • Prosthiostomum gracile
  • Prosthiostomum latocelis
  • Prosthiostomum siphunculus
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-03-25 08:32:39 

Haltungsinformationen

(Rawlinson, Gillis, Billings & Borneman, 2011)

Der bekannte Name Amakusaplana acroporae ist ein Synonym:

Diese Plage wurde vor einigen Jahren auf breiter Front bekannt, als Michael Mrutzek, Fachhändler in Bremen, darüber einen Bericht in einer Fachzeitschrift veröffentlichte. Es handelt sich hierbei um einen äußerst gut getarnten Plattwurm (Strudelwurm), der auf Acropora-Korallen lebt und von diesen nach und nach das Gewebe wegfrisst.

Er wird oftmals aufgrund seiner guten Tarnung (durchsichtig, anpassend an die Koralle) nicht bemerkt. Man sieht nur, dass die Koralle nicht gut steht. Mit zunehmendem Fraß zeigen sich hellere, teils scheckige Stellen auf der befallenen Acropora. Polypen zeigt sie in diesem Stadium aber schon lange nicht mehr...

Die meisten Acropora-Strudelwürmer fressen sich von unten nach oben und umgekehrt an der Koralle entlang . Sie bleiben beim Fressen also nicht an nur eine Stelle.

Abhilfe: Hier hilft meist wenig, außer einem Jodbad, oder den mittlerweile erhältlichen Dips der Hersteller. Hierzu nimmt man die Koralle (sofern möglich) aus dem Aquarium und gibt sie in einen extra Eimer.
Korallen-Krabben, die möglicherweise in der Acropora leben, bitte vorher herausfangen und erst nach der Behandlung wieder in die Koralle zurücksetzen.

Auf 1 Liter Meerwasser gibt man ca. 4 ml PVP Jod, welches man in der Apotheke bekommt.

Das Gemisch gut verrühren oder diesem eine kleine Pumpe hinzufügen, damit das Wasser bewegt wird. Die Strudelwürmer werden durch das Jod betäubt und fallen durch die Wasserbewegung von der Acropora herunter. Erst jetzt wird das Ausmaß des Befalls richtig sichtbar...

Wer keine Pumpe einbringen möchte, der kann durch Schütteln der Koralle forcieren, dass die Strudelwürmer schneller abfallen. Nach max. 5 Minuten sollte man die Behandlung beenden.

Nachdem man die Koralle gebadet hat, sollte man sie auf Eiablagen hin untersuchen. Meist sind diese am Fuß der Acropora zu finden. Die abgelegten Eier nehmen durch das Bad keinen Schaden – dafür ist die Jod-Konzentration zu gering.
Deshalb sollte man die Eiablage vorsichtig abkratzen und entfernen.
Ebenso gilt es nachfolgend, das Tier genauer im Auge zu behalten, um einen erneuten Befall rechtzeitig zu bemerken.

Oft macht sich das durch ein schlechte Polypenbild und durch die Farbveränderung des Gewebes bemerkbar.

Es gibt nur wenige Fressfeinde, die an Strudelwürmer gehen.
Berichten zu Folge kann vermutlich davon ausgegangen werden, dass einige Lippfisch-Arten Strudelwürmer fressen. Der geeignetste Lippfisch ist wohl der Sechsstreifenlippfisch, der aber oft nur vorbeugend etwas bringt.

Gegen einen stärkeren Befall hilft dieser Lippfisch meist nur in einer größeren Anzahl. Solange mehrere Exemplare gleichzeitig eingesetzt werden, halten sich mögliche Agressionen untereinander dann auch im Rahmen. Ist der Strudelwurm-Befall allerdings schon zu weit fortgeschritten, können auch die Lippfische meist nichts ausrichten...

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass es wichtig ist, alle neu gekauften Tiere auf Strudelwürmer und Eigelege hin zu untersuchen und schon bei Verdacht jede neue Acropora mit einem Dip - das meist etwas verträglicher ist als Jod- zu behandeln.

Synonymised names
Amakusaplana acroporae Rawlinson, Gillis, Billings & Borneman, 2011

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

DarkFanatic am 28.12.09#6
Mandarins nehmen diese auch sehr gern als Futterergänzung.
Shardy am 05.04.08#4
Achtung!
Habe die oben beschriebene Behandlung bei 2 Acropora sp. Stöcken (fast weißes Gewebe mit hellblauen Spitzen) durchgeführt! Beide haben die nicht ganz 5 Minuten andauernde Behandlung nicht überlebt. Allerdings waren beide Stöcke, wahrscheinlich durch den Transport, vorgeschädigt, denn Strudelwürmer waren nicht vorhanden!
Ich habe in einem Liter Meerwasser 4ml Povidon Jod (=PVP Jod =Polyvidon Jod) gegeben und die Stöcke für knapp unter 5 Minuten darin geschwenkt. Daraufhin verfärbte sich der gesamte Stock leicht braun (auch die blauen Spitzen) und die Stöcke schleimten stark ab.

biermann6869 am 02.07.07#3
Hallo....leider habe ich diese Tierchen auch mit dem Kauf von Xenia-Bäumchen in mein Becken bekommen.Wußte erst gar nicht was das sein sollte nun ist die Frage groß Jodbad oder lieber wie Benjamin über mir schreibt die Fische rein setzen?????
Jodbad scheint nicht gut für den ein oder anderen zu sein ,ODER???
Wer hat Erfahrung mit dem Jodbad??
5 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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