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Enoplometopus debelius Debelius Riffhummer

Enoplometopus debelius wird umgangssprachlich oft als Debelius Riffhummer bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
785 
Wissenschaftlich:
Enoplometopus debelius 
Umgangssprachlich:
Debelius Riffhummer 
Englisch:
Debelius reef lobster 
Kategorie:
Riffhummer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Enoplometopidae (Familie) > Enoplometopus (Gattung) > debelius (Art) 
Erstbestimmung:
Holthuis, 1983 
Vorkommen:
Bali, Hawaii, Indonesien, Indopazifik, Neukaledonien 
Größe:
9 cm - 10 cm 
Temperatur:
24°C - 26°C 
Futter:
Aas, Frostfutter (große Sorten) 
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2007-06-12 15:14:55 

Haltungsinformationen

Holthuis, 1983

Von Daniel Knop: Die Aquarienpflege der Riffhummer ist leicht, weil die Tiere sehr robust sind.
Trotz ihrer großen Scheren sind Riffhummer eigentlich nicht besonders aggressiv, sondern leben mit allen anderen Aquariengenossen völlig friedlich miteinander.
Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass Riffhummer innerartlich sehr aggressiv sind und darum nur als Einzelexemplar gehalten werden sollten.
Zwei Tiere der gleichen Art würden sich heftig bekämpfen, bis eines entweder zugrunde gehen oder in Panik rückwärts aus dem Aquarium springen würde.
Eine paarweise Pflege ist lediglich bei der Haltung von Männchen und Weibchen denkbar, doch das erfordert ein überdurchschnittlich großes Aquarium.
Über eine paarweise Haltung ist bei E. debelius gelegentlich berichtet worden.
Auch hat man beobachtet, dass die Weibchen Eier trugen, und Helmut Debelius hat sogar die Larven im Aquarium fotografiert,
doch die Aufzucht ist bisher noch nicht gelungen.

In Bezug auf die Wasserqualität sind die Riffhummer nicht besonders anspruchsvoll.
Das mag manchen Aquarianer erstaunen, denn in einem so prächtigen Farbenkleid erwartet man vielleicht ein besonders sensibles und empfindliches Tier.
Das trifft aber durchaus nicht zu, denn Riffhummer sind Aasfresser und Restevertilger, die sehr anpassungsfähig sind und durchschnittliche Wasserqualität
im Riffaquarium reicht ihnen völlig.

Wenn das Aquarium mit Fischen besetzt ist, die regelmäßig und ausreichend gefüttert werden, ist eine direkte Fütterung der Riffhummer nicht unbedingt nötig.
Wenn der Hummer ein Versteck gefunden hat, in dem er sich sicher fühlt, dann wird er bisweilen auch tagsüber in der Nähe des Versteckes zu sehen sein.
Bei der Fischfütterung treibt ihn dann oft der Hunger mitten in das Aquarium, wo er dann mit heftig rudernden ?Antennen? die Nahrungsquelle zu orten versucht.
Mit lebenden Artemien, Muschel- und Garnelenfleisch gelingt das besonders gut.
Wenn sie allerdings sehr hungrig sind, können sie sich an kleineren Fischen vergreifen,
die sie nachts überfallen, wenn diese schlaftrunken zwischen dem Riffgestein oder am Bodengrund liegen.
Auch eine kleine Krabbe fällt ihnen dann bisweilen zum Opfer.

Der im Bild gezeigte Hummer hat sich bei großem Hunger sogar an einem grünen Schlangenstern Ophioarachna incrassata zu schaffen gemacht
und ihm alle fünf Arme erheblich verkürzt.
Das bedeutet aber nicht, dass die Riffhummer als Räuber durch das Aquarium ziehen und kontinuierlich den Fischbestand reduzieren.
Wenn sie an der normalen Fischfütterung teilhaben, nachts Reste finden und ein oder zwei Mal pro Woche einen Brocken Fischfleisch (z. B. Speisefisch aus der Tiefkühltruhe), Muschel- oder Garnelenfleisch bekommen, muss man sich um die Fische keine großen Sorgen machen.

Ideal ist es, wenn man dem Hummer einen Versteckplatz anbietet, der so liegt, dass man ihn dort auch tagsüber beobachten kann, etwa in einer der hinteren Ecken des Aquariums.
Dort kann man ihn dann auch gelegentlich gezielt füttern, was allerdings nicht zu häufig getan werden sollte, denn schließlich soll er ja auch seine Aufgabe als Restevertilger ernst nehmen.

Hierzu eignet sich vor allem ein flacher Stein, der in Bodengrundnähe liegt.
Der Bodengrund sollte relativ feinkörnig sein (unter 5 mm) und an dieser Stelle recht hoch (5 cm oder mehr), damit der Riffhummer den Stein untergraben kann, um seine Wohnhöhle selbst zu gestalten.
Wenn im Aquarium keine besonders kleinen Fische sind, etwa winzige Zitronengrundeln, dann ist der Riffhummer E. debelius ein idealer Restevertilger für das Riffaquarium, der ebenso interessant wie nützlich ist.
Ein verstorbener Fisch, der irgendwo hinter dem Dekorationsgestein liegt, wird kaum eine Chance haben, das Wasser zu belasten, denn einen solchen Leckerbissen lässt sich der Hummer ganz sicher nicht entgehen.
Sein Appetit reicht auch aus, um einen toten Fisch mittlerer Größe zu bewältigen.

Bemerkung von Bob Hatton: Eine Erfahrung von mir in Sachen Riffhummer /Debelius' Riffhummer: Ich hatte ein Pärchen. Die lesen die Bücher nicht - harmlos usw.!
Ein Hummer hat bei mir etwa 3 Jahre überlebt, das 2. Tier noch 2 weitere Jahre.
Und..... Fische sind in dieser Zeit schon verschwunden.
Ich hatte auch kurz einen Fangschreckenkrebs im Becken, aber dieses Tier war nur 2 cm lang.
Ohne Fangschreckenkrebs, sind die Fische weiter verschwunden, rausgesprungen oder schwer verletzt gefunden.
Nur relativ neue Fische wurden gefressen, ausser Mandarinfische, Schleimfisch (salarias), die bekanntlich nicht gut schmecken.
Die Wirbellosen wurden nie angegriffen.
Jetzt, ohne Hummer, überleben auch 3 neue Mini-Fische (Chrysiptera talboti), schlafen sogar unter Steinen und werden von nichts angegriffen.

Riffhummer rausfangen: Ich habe versucht mit einem Marmeladenglas und einem Stückchen Krabbe die Hummer zu fangen - keine Chance.
Funktioniert gut mit Krebsen, aber nicht mit diesen Bürschchen.
Oder vielleicht, wenn die nur klein sind...

Plus: diese Hummer sehen absolut toll im Händlerbecken aus, aber waren bei mir immer hinten hinter den Steinen.
Würde ich nur in einem Artbecken halten.
Reichlich füttern hilft vielleicht, bis Du es 2-3 Tage vergisst - oder in Urlaub fährst - dann wird lebende Ersatznahrung wieder genommen.
Mein gelber Doktor und mein Halichoeres iridis haben alles überlebt.
Seitdem ich keinen Riffhummer mehr im Becken habe, gibts auch keinen Fischverlust mehr!!

Synonym:
Enoplometopus (Enoplometopus) debelius Holthuis, 1983

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Malacostraca (Class) > Eumalacostraca (Subclass) > Eucarida (Superorder) > Decapoda (Order) > Macrura Reptantia (Suborder) > Astacidea (Infraorder) > Enoplometopoidea (Superfamily) > Enoplometopidae (Family) > Enoplometopus (Genus) > Enoplometopus debelius (Species)



Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

qw10er am 29.10.16#17
mein riffhummer ist mitlerweile 17 jahre und ich hatte noch nie Probleme oder übergriffe auf fische
lg
manni
edelkrebs am 18.12.14#16
Ich habe seit 2 Jahren einen Riffhummer, von dem ich nach dem Einsetzen außer seinem gehäuteten Panzer nichts mehr gesehen habe.
Sein letztes Opfer war ein großer C.truncatus! Von dem Fisch erschien nur noch das fein abgenagte Skelett. Alle noch vorhandenen Fische meiden das Riff, was aber auf Dauer kein zufrieden stellender Zustand ist. Ich kann nur davon abraten, das Tier in jegliches Becken zu setzen.
dida am 07.05.14#15
Das dieser Zeitgenossen auf Jagd geht, wenn er nicht genug zu futtern bekommt, kann ich nur bestätigen. Ein Ecsenius stigmatura und ein Ecsenius bicolor (beide noch jung) mussten daran glauben bis wir den Übeltäter erkannt hatten.

Nun bekommt er einmal die Woche nen kleinen Fischwürfel vor seine Höhle gesetzt. Seitdem sind keine weiteren Fische mehr verschwunden.

Das abholen des Futters konnte ich bis jetzt nur ein einziges mal, in einem Zeitraum von 2 Monaten, beobachten. Ich hoffe das der Kamerad, mit ein wenig Zeit, noch mehr von seiner Scheu verliert.
17 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Enoplometopus debelius

qw10er am 29.10.16#1
hallo
mein riffhummer ist 17 jahre und erfreut sich bester Gesundheit

lg

manni

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Enoplometopus debelius