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Enoplometopus daumi Roter Riffhummer, Violetter Riffhummer

Enoplometopus daumi wird umgangssprachlich oft als Roter Riffhummer, Violetter Riffhummer bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
4978 
Wissenschaftlich:
Enoplometopus daumi 
Umgangssprachlich:
Roter Riffhummer, Violetter Riffhummer 
Englisch:
Striped Reef Lobster, Daum's Reef Lobster 
Kategorie:
Riffhummer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Enoplometopidae (Familie) > Enoplometopus (Gattung) > daumi (Art) 
Erstbestimmung:
Holthuis, 1983 
Vorkommen:
Bandasee, Indonesien, Korallenmeer, Molukken, Papua-Neuguinea, Philippinen, West-Pazifik, Zentral-Pazifik 
Meerestiefe:
1 - 6 Meter 
Größe:
bis zu 15cm 
Temperatur:
25°C - 27°C 
Futter:
Aas, Felsgarnelen, Garnelen, Muschelfleisch 
Aquarium:
~ 500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
DD ungenügende Datengrundlage 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-02-21 09:16:14 

Haltungsinformationen

Enoplometopus daumi Holthuis, 1983

Das Bild dieses prächtigen Riffhummers stammt von Europas größtem Importeuer für Meerestiere, der Firma DeJong Marinelife. Dieser Riffhummer wurde bisher nur in den Korallenriffen und Riffhöhlen in den Gewässern Indonesiens und den Philippinen nachgewiesen.

Allgemeines zur Gattung von Daniel Knop:
Die Aquarienpflege der Riffhummer ist leicht, weil die Tiere sehr robust sind.
Trotz ihrer großen Scheren sind Riffhummer eigentlich nicht besonders aggressiv, sondern leben mit allen anderen Aquariengenossen völlig friedlich miteinander.
Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass Riffhummer innerartlich sehr aggressiv sind und darum nur als Einzelexemplar gehalten werden sollten.
Zwei Tiere der gleichen Art würden sich heftig bekämpfen, bis eines entweder zugrunde gehen oder in Panik rückwärts aus dem Aquarium springen würde.
Eine paarweise Pflege ist lediglich bei der Haltung von Männchen und Weibchen denkbar, doch das erfordert ein überdurchschnittlich großes Aquarium.

Über eine paarweise Haltung ist bei E. debelius gelegentlich berichtet worden.
Auch hat man beobachtet, dass die Weibchen Eier trugen, und Helmut Debelius hat sogar die Larven im Aquarium fotografiert, doch die Aufzucht ist bisher noch nicht gelungen.

In Bezug auf die Wasserqualität sind die Riffhummer nicht besonders anspruchsvoll.
Das mag manchen Aquarianer erstaunen, denn in einem so prächtigen Farbenkleid erwartet man vielleicht ein besonders sensibles und empfindliches Tier.
Das trifft aber durchaus nicht zu, denn Riffhummer sind Aasfresser und Restevertilger, die sehr anpassungsfähig sind und durchschnittliche Wasserqualität im Riffaquarium reicht ihnen völlig.

Wenn das Aquarium mit Fischen besetzt ist, die regelmäßig und ausreichend gefüttert werden, ist eine direkte Fütterung der Riffhummer nicht unbedingt nötig.
Wenn der Hummer ein Versteck gefunden hat, in dem er sich sicher fühlt, dann wird er bisweilen auch tagsüber in der Nähe des Versteckes zu sehen sein.
Bei der Fischfütterung treibt ihn dann oft der Hunger mitten in das Aquarium, wo er dann mit heftig rudernden Antennen die Nahrungsquelle zu orten versucht.
Mit lebenden Artemien, Muschel- und Garnelenfleisch gelingt das besonders gut.
Wenn sie allerdings sehr hungrig sind, können sie sich an kleineren Fischen vergreifen, die sie nachts überfallen, wenn diese schlaftrunken zwischen dem Riffgestein oder am Bodengrund liegen.
Auch eine kleine Krabbe fällt ihnen dann bisweilen zum Opfer.
Der im Bild gezeigte Hummer hat sich bei großem Hunger sogar an einem grünen Schlangenstern Ophioarachna incrassata zu schaffen gemacht und ihm alle fünf Arme erheblich verkürzt.
Das bedeutet aber nicht, dass die Riffhummer als Räuber durch das Aquarium ziehen und kontinuierlich den Fischbestand reduzieren.
Wenn sie an der normalen Fischfütterung teilhaben, nachts Reste finden und ein oder zwei Mal pro Woche einen Brocken Fischfleisch (z. B. Speisefisch aus der Tiefkühltruhe), Muschel- oder Garnelenfleisch bekommen, muss man sich um die Fische keine großen Sorgen machen.

Ideal ist es, wenn man dem Hummer einen Versteckplatz anbietet, der so liegt, dass man ihn dort auch tagsüber beobachten kann, etwa in einer der hinteren Ecken des Aquariums.

Dort kann man ihn dann auch gelegentlich gezielt füttern, was allerdings nicht zu häufig getan werden sollte, denn schließlich soll er ja auch seine Aufgabe als Restevertilger ernst nehmen.
Hierzu eignet sich vor allem ein flacher Stein, der in Bodengrundnähe liegt.
Der Bodengrund sollte relativ feinkörnig sein (unter 5 mm) und an dieser Stelle recht hoch (5 cm oder mehr), damit der Riffhummer den Stein untergraben kann, um seine Wohnhöhle selbst zu gestalten.
Wenn im Aquarium keine besonders kleinen Fische sind, etwa winzige Zitronengrundeln, dann ist der Riffhummer E. debelius ein idealer Restevertilger für das Riffaquarium, der ebenso interessant wie nützlich ist.
Ein verstorbener Fisch, der irgendwo hinter dem Dekorationsgestein liegt, wird kaum eine Chance haben, das Wasser zu belasten, denn einen solchen Leckerbissen lässt sich der Hummer ganz sicher nicht entgehen.
Sein Appetit reicht auch aus, um einen toten Fisch mittlerer Größe zu bewältigen.

Synonym:
Enoplometopus (Enoplometopus) daumi Holthuis, 1983 (basionym)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Malacostraca (Class) > Eumalacostraca (Subclass) > Eucarida (Superorder) > Decapoda (Order) > Macrura Reptantia (Suborder) > Astacidea (Infraorder) > Enoplometopoidea (Superfamily) > Enoplometopidae (Family) > Enoplometopus (Genus)

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