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Asthenosoma varium Feuerseeigel

Asthenosoma varium wird umgangssprachlich oft als Feuerseeigel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Sehr giftig.



Steckbrief

lexID:
736 
AphiaID:
214654 
Wissenschaftlich:
Asthenosoma varium 
Umgangssprachlich:
Feuerseeigel 
Englisch:
Fire Urchin 
Kategorie:
Seeigel 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Echinodermata (Stamm) > Echinoidea (Klasse) > Echinothurioida (Ordnung) > Echinothuriidae (Familie) > Asthenosoma (Gattung) > varium (Art) 
Erstbestimmung:
Grube, 1868 
Vorkommen:
Australien, China, Golf von Bengalen, Indonesien, Japan, Malediven, Philippinen, Rotes Meer, Sri Lanka 
Größe:
15 cm - 25 cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Algen, Löwenzahn, Mysis (Schwebegarnelen), Salat, Stinte 
Aquarium:
~ 1000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Giftigkeit:
Sehr giftig 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2005-01-02 15:35:50 

Gift


Asthenosoma varium ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Asthenosoma varium halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Dieser sehr schön anzuschauende Seeigel ist äußerst giftig.

Vermutlich kommt er deshalb wenig bis selten in den Aquarienhandel.
Allerdings ist er in seinem Verbreitunsgebiet stark verbreitet und zudem gar nicht selten.
Ist sehr variabel gefärbt, allen gleich ist das Fluoreszierende.
Falls man gestochen wird, was auch durch einen dicken Handschuh möglich ist, sollte man seine Hand möglichst schnell unter ganz warmes Wasser bringen. So warm wie irgend geht.

Der Stich der Stacheln ist äusserst schmerzhaft mit einer nachhaltigen starken Schwellung.

Am besten ist es ,sofort einen Arzt aufsuchen, auch weil oft der Stachel noch im Fleisch sitzt.

Laut Literatur sehr gefrässig, sie nehmen ohne Rücksicht alles an Wirbellosen mit, was ihnen in den Weg kommt.
In den Stacheln leben oft kleine Garnelen zum Beispiel:
Periclimenes colemani

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

shf217 am 16.01.13#3
also ich kann über diesen optisch äußerst attraktiven Seeigel positives wie negatives berichten. Er ist jetzt etwa 10cm im Durchmesser und zwischen seinen Primärstacheln leben einige kommensale Periclimes Garnelen die witzig anzusehen sind und interessanterweise auch von meinem Korallenwächter in Ruhe gelassen werden. Ich pflege den Igel jetzt ein gutes halbes Jahr und er macht eigentlich keine typischen Seeigel-Probleme. Er wirft keine Korallen runter, obwohl er überall im Aufbau unterwegs ist, aber er ist sehr vorsichtig.

Fressen tut er leider Dinge die ich weniger gerne habe. So zum Beispiel hat er mir einen großen 30cm Stock Tubipora musica ratzeputz weggefressen, da steht nur noch das nackte rote Skelett. Futter nimmt er so keines an, weder Tabletten, noch Nori-Algen, noch Frostfutter (stinte, Krill), er ist auf Korallen und Krustenanemonen spezialisiert. Im Moment läßt er sich zu meinem Leidwesen gerade eine azooxanthellare Bandkrustenanemone schmecken.

Ansonsten Steinkorallen und Muscheln läßt er völlig in Ruhe, sonst hätte ich ihn schon wieder abgegeben
AZB-Meerwasser am 04.11.11#2
Ein ungenannter Händler von uns hatte bei Putzarbeiten mit dem Seeigel Kontakt. Hier sein Erfahrungsbericht:
"...nach der Wärmebehandlung wußte ich nicht mehr, ob der Finger nun vom Seeigel oder durch das heiße Wasser weh tat. Nach einer 3/4 Stunde waren die Schmerzen schlagartig vorbei und ich habe mir noch die Stacheln aus dem Finger geholt...Wunde sollte noch desinfiziert werden, wenn die Stacheln tief sitzen."
Wir haben ein Tier auch im eigenen Schaubecken und können kein "Destruktives Verhalten" feststellen.
Eric am 01.03.08#1
Rein von der Haltung her eigentlich nicht schwer zu pflegen, aber würde ich von einer Haltung, ausser in einem Spezialbecken und mit grösster Vorsicht, abraten.
Ein Stich ist extrem Schmerzhaft und kann, vor allem bei Alergikern, tödlich enden, deshalb sollte man nach einem Stich einen Arzt aufsuchen.
Ansonsten ist es aber eigentlich ein sehr schöner Pflegling der aber alles, was nicht davon läuft frisst und somit in einem "normalen" Becken sehr destruktiv sein kann resp. eigentlich immer auch ist.
Deshalb lasst lieber die Finger von dem Seeigel, ausser ihr habt ei separates Becken und vor allem NIEMALS anfassen.


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Unterhaltung

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