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Trachinotus blochii Kurz- oder Stumpfnasen-Makrele

Trachinotus blochii wird umgangssprachlich oft als Kurz- oder Stumpfnasen-Makrele bezeichnet. Haltung im Aquarium: Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2969 
AphiaID:
151169 
Wissenschaftlich:
Trachinotus blochii 
Umgangssprachlich:
Kurz- oder Stumpfnasen-Makrele 
Englisch:
Goldfin Permit , Permit, Snubnose Pompan 
Kategorie:
Makrelen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Carangidae (Familie) > Trachinotus (Gattung) > blochii (Art) 
Erstbestimmung:
(Lacepède, ), 1801 
Vorkommen:
Admiralitätsinseln, Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Arabisches Meer, Australien, Bahrain, Bali, Bangladesch, Brunei Darussalam, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), China, Cookinseln, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Gilbertinseln, Golf von Oman / Oman, Guam, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Irak, Iran, Israel, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kenia, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Komoren, Korea, Kuwait, La Réunion, Lord Howe Insel, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marquesas-Inseln, Mauritius, Mayotte, Mikronesien, Mosambik, Nauru, Neukaledonien, Nikobaren, Nördliche Mariannen, Norforkinsel, Pakistan, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Paracel-Inseln, Philippinen, Queensland, Raja Ampat, Rodrigues, Rotes Meer, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Spratly-Inseln, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Sumatra, Tahiti, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Tokelau, Tonga, Tuvalu, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Wallis und Futuna, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
7 - 55 Meter 
Größe:
bis zu 110cm 
Temperatur:
22°C - 29°C 
Futter:
Garnelen, Invertebraten (Wirbellose), Krabben, Muschelfleisch, Muscheln (Mollusken), Schnecken (Gastropoden, Mollusken) 
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-06-06 11:57:59 

Haltungsinformationen

Trachinotus blochii, auch bekannt als Kurz- oder Stumpfnasen-Makrele, findet man entlang der gesamten ostafrikanischen Küste.
Vom Roten Meer über Eritrea weiter südlich über Kenia und Mosambik bis Süd-Afrika, östlich bis Madagaskar, Mauritius, Réunion und den Seychellen.
Als juvenile Tiere bevorzugen sie sandige Uferregionen und Buchten, als semi-adulte Tiere sieht man sie meist in kleineren Gruppen in der Nähe von Riffen, sehr große adulte Tiere meist einzeln.

Im Allgemeinen sind sie silberfarben, ventral meist blasser. Große adulte Tiere zeigen oft einen mehr orangefarbigen Schimmer.
Das Kopfprofil ist sehr steil mit einem abgeflachten Maul, die Rücken- und Afterflossen sind deutlich größer (länger) als bei anderen „Pompanos“ , wie sie auch genannt werden.

Die Makrelen ernähren sich fast ausschließlich von anderen Tieren, die im Sand leben, so zum Beispiel von allen Arten, mit und ohne Gehäuse. Adulte Tiere erreichen eine Größe von bis zu 110 cm, sie sind schon aus diesem Grund kein Fisch für ein „herkömmliches“ Aquarium,
werden allerdings in einigen Groß- bzw. Schauaquarien erfolgreich gepflegt.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm



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