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Ostracion cubicus gewöhnlicher Kofferfisch

Ostracion cubicus wird umgangssprachlich oft als gewöhnlicher Kofferfisch bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 2500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Giftig.



Steckbrief

lexID:
284 
Wissenschaftlich:
Ostracion cubicus 
Umgangssprachlich:
gewöhnlicher Kofferfisch 
Englisch:
Yellow boxfish 
Kategorie:
Kofferfische 
Synonyme:
  • Ostracion argus (Rüppell, 1828)
  • Ostracion cubicum (Linnaeus, 1758)
  • Ostracion tuberculatus (Linnaeus, 1758)
 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Tetraodontiformes (Ordnung) > Ostraciidae (Familie) > Ostracion (Gattung) > cubicus (Art) 
Erstbestimmung:
Linnaeus, 1758 
Vorkommen:
Afrika, Australien, Hawaii, Indopazifik, Malediven, Ost-Afrika, Rotes Meer 
Meerestiefe:
1 - 50 Meter 
Größe:
43 cm - 45 cm 
Temperatur:
22°C - 26°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Invertebraten (Wirbellose) 
Aquarium:
~ 2500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
keine 
Giftigkeit:
Giftig 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
zuletzt bearbeitet:
2017-11-15 08:34:36 

Gift


Ostracion cubicus ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Ostracion cubicus halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Der gewöhnliche Kofferfisch (lat. Ostracion cubicus) lebt bevorzugt in Lagunen und geschützten Außenriffe, meist in Tiefen von einem bis ca. 40 Metern. Jungfische verstecken sich oft in den Ästen von Acropora-Steinkorallen. Er ist ein Einzelgänger!
Ostracion cubicus ernährt sich von Algen und den in ihnen lebenden Kleintieren, von bodenbewohnenden Wirbellosen, aber auch Weichtieren, Schwämmen, Borstenwürmern, diverse Krebstiere. Größere Exemplare sollen auch Fische fressen.

Haltungsangaben von Claus-Peter König

Verhalten: Ein Einzelgänger.
Auf Dauer unverträglich mit andern Kofferfischen, sonst mit anderen Fischen sehr verträglich. Wohnt zusammen mit einer Nasenmuräne und ein Paar Seepferdchen.

Aussehen: Die Jungtiere sind gelb mit schwarzen Punkten. Beim Heranwachsen werden aus den schwarzen Punkten Kreise, die weiss gefüllt sind.
Ausserdem wird das Tier dunkler. Ausgewachsene Tiere variieren farblich zwischen dunkelgelb und einem bläulichen Schimmer.

Die Haltbarkeit wird in der Literatur als schwierig beschrieben.
Das kann ich nicht bestätigen. Sofern die Wasserwerte eingigermaßen stimmen und strömungsfrei Zonen im Aquarium vorhanden sind, auch ausgewogen (nicht zu viel!) gefüttert wird, fühlt sich der Kofferfisch sehr wohl.

Auch sollten Versteckmöglichkeiten und Flächen mit feinem Korallengruss vorhanden sein.

Erfahrungen: Nach der Eingewöhnung ins Aquarium, legte er seinen Schwanz ein paar Tage an. Ein Zeichen, dass er sich nicht wohl fühlte. Das gab sich allerdings recht bald. Nun breitet er den Schwanz zum Schwimmen immer aus und klappt ihn nur zum fressen oder zum manövrieren zwischen den Steinen ein.

Wichtig sind Steine, an denen er sein starkes Gebiss abnutzen kann.

Vorsicht: Grössere Tiere knabbern gerne an der Technik herum! Daher alles "biss-sicher" einbauen.

Ich weiss von einem Fall, da hat ein Kofferfisch den Glasheizstab zerbissen und sich und seine Mitbewohner gegrillt...
Wichtig ist es auch,Stress durch andere Mitbewohner zu vermeiden. Sonst sondert der Kofferfisch ein giftiges Sekret ab, dass eventuell zu Problemen bei den anderen Bewohnern führen kann. Auch sollte man ein totes Tier sofort aus dem Becken entfernen, da bei der Zersetzung ein starkes Gift ins Aquarium gelangt. Ansonsten kann ich nur Positives berichten.

Ein wirklich drolliger und liebenswerter Geselle.
Man könnte ihm stundenlang zusehen, wenn er zwischen den Steinen, wie ein Hubschrauber, umhersteuert.

Futterangabe von Claus-Peter König

Ein echter Allesfresser!
Bisher habe ich noch nichts gefunden, was er abgeleht hat. Vom Flockenfutter über Mysis, bis zu Algen, Muschelfleich, Borstenwürmern und überbrühtem Salat.

Weiterführende Links

  1. Fishbase
  2. Hippocampus Bildarchiv (de)



Bilder

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Juvenile

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Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

Cypex am 20.09.13#15
Ich habe dieses Tier ca. 2 Jahre in meinem Becken gehalten. Er Wuchs am Anfang recht schnell aber bei ca. 7cm wuchs er bedeutent langsamer.
Er war immer sehr aktiv und freundlich zu anderen Tieren im Gesellschaftsbecken.
Eines Tages geriet er bei nacht in eine Teppichanemone wo er sich nach etlichen Kampf herraus winden konnte. Leider gab er bei diesem Todeskampf sein gefüchtetes Gift ab und riss innerhalb von 1h 50% des Fischbesatzes in den Tot!
Ich würde jeden Aquarianer von einer Haltung abraten, ganz egal wie interessant dieses Tier ist.
Heinz Mahler am 17.04.13#14
Hier werden (bis auf mein letztes Bild) nur sehr junge, aber bisher kein adultes Tier gezeigt (bis auf meine gerade eingestellten). Darauf sollte in der Beschreibung hingewiesen werden.
Ogno am 06.05.12#13
Erfahrungsbericht:
Wir möchten heute eine Erfahrung ergänzen.

Unser Kofferfisch und unser Salarias fasciatus "Ogno" sind vorgestern, als sie beide gleichzeitig nach dem selben Futterstück schnappen wollten, mit ihren beiden Mündern zusammengestoßen, als hätten sie sich "geküsst".
Ich hatte mir von dort an Sorgen um unseren Salarias gemacht, weil wir darüber informiert sind, dass Kofferfische ja bei Berühurung ein Gift absondern können.
Und tatsächlich lag unser Salarias noch am selben Tag abends schräg am Boden, bewegte sich immer weniger. Sein Bauch blähte auf, die Haut spannte sich schon weiß.
Wir haben ihn sofort separiert, mit der Hoffnung, er würde sich in Ruhe erholen.
Aber er starb noch am selben Abend.
Wir vermuten nun, da er wochenlang fit in unserem Aquarium schwamm, dass der unliebsame Zusammenstoß eine Vergiftung unseres Salarias verursachte.
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