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Caprella mutica Flohkrebs, Gespensterkrebs

Caprella mutica wird umgangssprachlich oft als Flohkrebs, Gespensterkrebs bezeichnet.



Steckbrief

lexID:
2109 
Wissenschaftlich:
Caprella mutica 
Umgangssprachlich:
Flohkrebs, Gespensterkrebs 
Englisch:
Japanese skeleton shrimp 
Kategorie:
Andere Krebstiere 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Amphipoda (Ordnung) > Caprellidae (Familie) > Caprella (Gattung) > mutica (Art) 
Erstbestimmung:
Schurin, 1935 
Vorkommen:
Britische Inseln, Europäische Gewässer, Invasive Spezies, Kanada, Korea, Neuseeland, Nord-Atlantik, Nordsee, Pazifischer Ozean, Skandinavien, USA 
Meerestiefe:
1 - 13 Meter 
Größe:
0.3 cm - 5 cm 
Temperatur:
4°C - 10,6°C 
Futter:
Aas, Kadaver, Algenaufwuchs (Epiphyten), Allesfresser (omnivor), Detritus, Debris (totes organisches Material), Filtrierer, Räuberische Lebensweise 
Aquarium:
~ 10 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Caprella acanthifera
  • Caprella acanthogaster
  • Caprella alaskana
  • Caprella andreae
  • Caprella augusta
  • Caprella bathytatos
  • Caprella borealis
  • Caprella brevirostris
  • Caprella californica
  • Caprella carina
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-12-21 20:12:42 

Haltungsinformationen

Caprella mutica Schurin, 1935

Wie nach der Art der Gottesanbeterinnen bei den Insekten, ist das zweite und dritte Beinpaar für den Fang von Beute umgewandelt. Das vierte und fünfte Beinpaar ist dabei reduziert, das sechste bis achte dient der schon beschriebenen Fortbewegung.
Sie tarnen sich dabei hervorragend in den Hydroidpolypen.

Bei Caprella mutica handelt es sich um eine invasive Art, die ursprünglich nur in Korea lebte, durch den Menschen, vermutlich in Ballastwassertanks, in die Nordsee eingeführt, inzwischen kommt die Art in weiten Teilen der Nordsee und des Atlantiks vor.

Caprella mutica, allgemein bekannt als die japanische Skelettgarnele, ist eine relativ große Caprelliden und erreichen eine maximale Länge von 50 mm. Sie sind sexuell dimorph, wobei die Männchen meist viel größer sind als die Weibchen. Sie zeichnen sich durch ihre "haarigen" ersten und zweiten Brustsegmente und die Stachelreihen an ihrem Körpern aus.

Die Körperfarbe variiert je nach Umgebung von Grün über Rot bis Blau. Sie sind Allesfresser sehr anpassungsfähiger opportunistischer Feeder. Sie sind wiederum eine wertvolle Nahrungsquelle für Fische, Krabben und andere größere Raubtiere. Sie befinden sich normalerweise in dichten Kolonien, die an von Menschen angelegten unterirdischen Strukturen, schwimmenden Algen und anderen Organismen gebunden sind.

Caprella mutica stammt aus flachen geschützten Gewässern im Japanischen Meer. In weniger als 40 Jahren sind sie zu einer invasiven Art im Nordatlantik, Nordpazifik und an den Küsten Neuseelands geworden. Man nimmt an, dass sie versehentlich durch den weltweiten Schiffsverkehr und die Aquakultur in diese Gebiete eingeschleppt wurden.

Caprella mutica wird in großer Zahl in und um menschliche Aktivitäten gefunden. Ihre ökologischen und ökonomischen Auswirkungen als invasive Art sind nicht bekannt, aber sie stellen eine ernsthafte Bedrohung für die einheimische Population von Skelettgarnelen in den betroffenen Gebieten dar.

Diese Skelettgarnelen sind Allesfresser und haben eine äußerst anpassungsfähige opportunistisch Ernährungsweise. Untersuchungen des Mageninhalts zeigen eine sehr abwechslungsreiche Ernährung, die von dem jeweiligen Substrat abhängt, auf dem sie leben. Sie sind vorwiegend Detritivoren, aber sie haben die bemerkenswerte Fähigkeit, Algenaufwuchs abzuweiden, Aas zu fressen, sich als Filtrierer zu ernähren. Sie können sogar räuberisch Beute machen, alles in anhängig von ihrer jeweiligen Umgebung.

Synonym: Caprella macho Platvoet, de Bruyne & Gmelig Meyling, 1995

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Schnubbel am 10.12.18#3
Diese kleinen Krebstiere kann man gut in einem kleinen Aquarium halten. An der Nordseeküste habe ich sie in den Häfen von Borkum und Norderney gefunden. Dort leben sie in feinen Algen an Schwimmstegen, Hydroidkolonien gibt es dort keine. Jedoch leben sie im Aquarium sehr gerne auf Hydroiden, wenn ich angeschwemmte am Watt gefunden hatte.

Nachzucht ist ganz einfach möglich, die Weibchen entlassen sehr regelmäßig vollentwickelte Jungkrebse. Man sollte nur nichts im Aquarium haben, was den kleinen Krebschen nachstellt, dann sind sie ganz schnell weg.

Der Transport der Caprella ist schwierig, da sie einen sehr hohen Sauerstoffbedarf haben.
Rathi am 26.06.15#2
Guten Tag liebe Community... Diese Fotos zeigen beide eine Caprella mutica!
Eindeutige Merkmalkombination:
Behaarte Brustpartie
Spikes auf den "mittleren" Segmenten
partiell rötliche Strukturen unter dem Panzer

Bitte nicht aus dem Urlaub mitbringen bzw verschleppen, Invasive Art an europäischen Küsten!

verfügt nicht über ein planktonisches Larvenstadium, dadurch bisher kaum merklicher Einfluß auf naturbelassene Habitate!
Thomas Engels am 14.04.07#1
Diese Amphipoden sind übrigens auch an der norwegischen Küste verbreitet , sogar mit 13 Arten , wobei die Artsbestimmung äusserst schwierig sein soll , da Übergangsformen vorkommen.Hatte das Tier zu seiner Zeit in einem kaltem System , fand es unter einem Bootssteg ,
in der Nähe einer Hydroidkoloni.Sehr interessantes
Tier , was aber wohl auch auf dem Speiseplan von Fischen steht und damit schnell verschwindet , wenn es erstmal entdeckt wird...
Die Männchen sind normalerweise wesentlich grösser , (teilweise mehr als doppelt so gross)
als die Weibchen .
Hie in Norwegen werden sie übrigens "Geisterkrebs" genannt , was ja ganz gut zu deren Wesen und Erscheinung passt ...
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