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Heteromysis (Olivemysis) domusmaris Schwebegarnele

Heteromysis (Olivemysis) domusmaris wird umgangssprachlich oft als Schwebegarnele bezeichnet. Haltung im Aquarium: Sehr einfach. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Heteromysis domusmaris (2019 erstbeschrieben)
A, B sind Weibchen: bei A mit grünem Eierstock und Brutbeutel mit Nauplioiden (Augen erkennbar), bei B sind grünliche befruchtete Eier im Beutel. C ist ein Männchen. Bei allen Tieren sind die durchsichtigen, runden Statolithen im Schwanzfächer erkennbar.
Eingestellt von danielabed.
Bilddetail


Steckbrief

lexID:
12692 
AphiaID:
1379689 
Wissenschaftlich:
Heteromysis (Olivemysis) domusmaris 
Umgangssprachlich:
Schwebegarnele 
Englisch:
Mysis 
Kategorie:
Andere Krebstiere 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Mysida (Ordnung) > Mysidae (Familie) > Heteromysis (Gattung) > (Olivemysis) domusmaris (Art) 
Erstbestimmung:
Wittmann & Abed-Navandi, 2019 
Vorkommen:
Indonesien, Papua-Neuguinea, Philippinen 
Meerestiefe:
Meter 
Größe:
bis zu 0,5cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Algen, Allesfresser (omnivor), Detritus, Debris (totes organisches Material), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Sehr einfach 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Heteromysis abrucei
  • Heteromysis actiniae
  • Heteromysis agelas
  • Heteromysis arianii
  • Heteromysis armoricana
  • Heteromysis atlantidea
  • Heteromysis australica
  • Heteromysis beetoni
  • Heteromysis bermudensis
  • Heteromysis bredini
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-02-28 09:13:55 

Haltungsinformationen

Heteromysis domusmaris

Das Haus des Meeres feiert eine kleine Sensation: In einem Aquarium entdeckten dort Meeresbiologen im Rahmen von Routineuntersuchungen eine bisher unbekannte Garnelenart.

Diese Schwebgarnelen sind vermutlich als "blinde Passagiere" in Spalten von Steinen in die Aquarien des Haus des Meeres gelangt. Herkunftsort der Steine ist das als Korallendreieck bekannte Meeresgebiet zwischen Indonesien, Papua-Neu-Guinea und den Philippinen. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist dort auch das natürliche Verbreitungsgebiet der entdeckten Tiere.

Die Krebse sind wenige Millimeter kleine, grünlich schimmernde Garnelen mit auffällig großen Augen. Sie schwimmen in kleinen Schwärmen über Korallensandböden und betreiben eine Brutpflege, die jener der Kängurus ähnlich ist. Die Garnelenmutter trägt ihre Jungtiere in einem bauchseitigen Beutel mit sich und entlässt sie erst nach Erreichen einer gewissen Größe ins Meer.

Den beiden Entdeckern, Daniel Abed-Navandi (Haus des Meeres, Universität Wien) und Karl Wittmann (Universität Wien) ist nach mehrmonatiger Untersuchung und Beschreibung der Tiere der Nachweis gelungen, dass es sich dabei tatsächlich um eine "neue", bisher nicht beschriebene Tierart handelt. Benannt haben sie die Schwebgarnele nach ihrem Fundort, dem Haus des Meeres: Heteromysis domusmaris

Allgemeines zu Mysida
Mysida ist eine Ordnung von kleinen garnelenartigen Krebstierchen. Im englischsprachigen Raum werden diese kleinen Mysis als opossum shrimp (Mysidacea) bezeichnet.Die Bezeichnung opossum shrimp bezieht sich dabei auf das Vorhanendensein eines Brutbeutels oder Bruttasche (lat.Marsupium) bei den Weibchen.In diesem Brutbeutel werden die Larven aufgezogen.

Mysis haben ein Paar gestielter Augen und zwei Antennenpaare.Die meisten Arten sind zwischen 0,5-2,5 cm groß.Farblich meist blass und transparent, bis hell orange oder braun. Es wurden aber auch farblich auffälligere Arten gefunden.

Mysis sind Welt weit in flachen bis tiefen marinen Gewässern, benthisch oder pelagisch zu finden. Es leben aber auch einige Arten in Süß- und Brackwasser.Mysis sind Filtrierer und ernähren sich als Allesfresser von Algen, Detritus und Zooplankton.

Sie sind empfindlich gegenüber Wasserverschmutzungen und werden auch als Bioindikatoren zur Überwachung der Wasserqualität eingesetzt.

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