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Bryopsis sp. 02 Fädige Alge

Bryopsis sp. 02 wird umgangssprachlich oft als Fädige Alge bezeichnet. Haltung im Aquarium: Sehr einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
1080 
Wissenschaftlich:
Bryopsis sp. 02 
Umgangssprachlich:
Fädige Alge 
Englisch:
Algae 
Kategorie:
Grünalgen 
Stammbaum:
(Reich) > (Stamm) > (Klasse) > (Ordnung) > (Familie) > Bryopsis (Gattung) > sp. 02 (Art) 
Meerestiefe:
Meter 
Futter:
Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Sehr einfach 
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Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-11-09 20:02:06 

Haltungsinformationen

Diese Algenart ist eine echte Pest! Es dauert meist ewig, bis man sie wieder los ist...wenn überhaupt. Sie hat mit Sicherheit dem einen oder anderen schon das Hobby vermasselt.

Bryopsis gehört zu den hartnäckigsten Algen und wächst, wenn einmal etabliert, auch bei superguten Wasserwerten!

Die meisten Fische fressen sie nicht – was die Sache erschwert.
Uns ist bekannt, dass zumindest Seehasen oder Percnon-Krabben hier gute Dienste leisten.

Im Jahr 2017 wird das Mittel Fluconazol zur Beseitigung von Bryopsis genannt, ein Mittel aus der Humanmedizin, das an sich einem ganz anderen Zweck dient. Es hat den positiven Nebeneffekt auf die Zellwänder der Algen zu reagieren. Hier scheint es erste positive Erfahrungen zu geben. Das Mittel von Kent brachte meist nur einen kurzweiligen Erfolg.

Uns ist eine andere, etwas günstigere Methode bekannt. Man erhöhe den Magnesiumwert im Becken für eine Weile auf 1600 mg. Das mögen die Bryopsis gar nicht. Hierzu sollte man keine flüssigen Mittel kaufen sondern sich lieber Salze anschaffen und selber den MG Wert so einstellen.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

robertbaur am 30.06.17#9
Im Jahr 2017 wird das Mittel Fluconazol zur Beseitigung von Bryopsis genannt, ein Mittel aus der Humanmedizin, das an sich einem ganz anderen Zweck dient, nämlich einer Intimkrankheit. Es hat scheinbar den positiven Nebeneffekt auf die Zellwände der Algen zu reagieren., die Bryopsis gehen danach ein. Hier scheint es erste positive Erfahrungen zu geben. Das Mittel von Kent brachte meist nur einen kurzweiligen Erfolg. Einfach mal den Begriff Fluconazol gegen Bryopsis googlen da gibt es dann die Dosierungsanleitung. Billig ist das ganze sicher nicht aber unter Umständen geht nicht anderes mehr.

Uns ist eine andere, etwas günstigere Methode bekannt, vorzugsweise wendet diese ein bekannter Fachhändler seit Jahren an und hat damit noch jede Bryopsis Plage erledigt. Man erhöhe den Magnesiumwert im Becken für eine Weile auf 1600 mg. Das mögen die Bryopsis gar nicht. Hierzu sollte man keine flüssigen Mittel kaufen, die sind viel zu teuer, sondern sich lieber gute MG Salze anschaffen und selber den MG Wert so einstellen.
kaso1 am 04.03.14#8
Also, mein Becken hat diese Alge voll erwischt. Zu hohe Phosphatwerte. Es ging rasant. Ich habe jeden Tag 2mal gezupft, und entfernt, was ging. Dazu habe ich mir einen Phosphatfilter geholt, und ihn in den damals noch externen Filter getan. Phosphate waren nicht runter zu bekommen. Dann habe ich zu einem drastischen Mittel gegriffen,(gab es in unserem Aquarienladen und nennte sich Phosphat-Ex). Eine Anwendung, und die Phosphate waren unten. Die Bryopsis nicht. Dann haben wir einen Seehasen und einen Salarias fasciatus gekauft, ohne Erfolg.Der Kaninchenfisch hat ab und zu mal eine gezupft, aber gleich wieder ausgespuckt. Nach ca. 8 Wochen zupfen und schimpfen, habe ich festgestellt, dass an einigen Stellen die Alge verschwunden ist. Aber eben...Wir haben dann ein grösseres Becken anfertigen lassen, und beim Umzug alle Steine geschrubbt. Aber wirklich geschrubbt, bis die alle weg waren. Ich muss das ganze beobachten, und werde 2 Schwimmgarnelen einsetzen, falls noch was auftaucht.Ein Albtraum für jedes Becken
Amon4 am 26.05.10#7
Nach langjährigen Kampf und Erfahrung mit Fadenalgen....in meinem Becken....hatte eine Menge
ausprobiert " Kann ich als Gegenmittel eine Schnecke Namens Dollabella/ Seehase empfehlen ein wahrer Rasenmäher !!! allerdings verhungert er auch sehr schnell wenn keine Algen mehr vorhanden
sind und er an Ersatzfutter nicht ranzubringen ist !!!

Im Bereich Ursachen/Wasserwerte : Man kann Zeolithen erfolgreich einsetzen ...ich habe positive Anwendungserfahrung mit Timoclear gemacht...gibt ja mehrere Mittelchen auf Zeolith Basis aufn Markt !!!

Desweiteren ...konnte ich nachdem die Algen verschwanden sie auch wieder künstlich zum wachsen
bringen ...indem ich mit Flüssig-Eisen Fe das Wasser düngte ...wucherte es erneut ! Nitratwerte blieben immer gleich und die anderen Parameter auch !!! Somit scheint es daß , Eisen das ja auch
als Spurenelement wichtig für Tiere und Korallen ist .....im Übermaß zu Fadenalgenwachstum führt !!!!!
Ein Spurenelement das viele nicht beachten od auf der Rechnung haben , kann ein Wachstumsförderer sein !!!
Wie beim Menschen also.....von jedem etwas aber bloß nicht zu viel !!!
9 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Bryopsis sp. 02

20elias03 am 01.05.19#1
An dieser Stelle möchte ich meine positive Erfahrung mit dem Medikament Fluconazol im Kampf gegen meine Bryopsis-Plage schildern.
Es begann,wie so oft harmlos. Vor ca 1,5 Jahren kam wohl mit einem Ablegerstein diese Alge in mein Becken.Ich nahm erst Kenntnis von dem Problem,als sie sich an verschiedenen Ecken des Becken etablierte. Alle Versuche sie mechanisch zu entfernen scheiterten. Natürliche Fraßfeinde ( Sackzungenschnecke, Seehase, Seeigel) brachten keine Verbesserung. Die Fraßgifte der Alge tun wohl ein übriges. Die Erhöhung des Magnesiumspiegel auf dauerhafte 1800mg brachte gar nichts. Bei der Kent-methode ist Lithium der Hauptwirkstoff. Die Effektivität soll auch nicht überzeugend sein. Alle Berichte über das Antimykoticum Fluconazol waren positiv, ohne das Probleme bei den höheren Tieren und Mikrobiologie entstanden. Ich begann mit der Behandlung am 12.02.19 : Dosierung 10mg/Liter Meerwasser. Mich kostete das Procedere ca 260 euro. Meine Becken faßt 1050 l .( Vollbesetzt mit Korallen, empfindlichen Fischen etc)
Die ersten 4 Tage nahm ich keine Veränderung bei Bryopsis war. Keine Reaktionen bei Fischen, Korallen, niederen Tiere.Dies ist auch bis heute (Mai 2019) so geblieben. Ab dem 5. Tag ein stetiges Verblassen und Ausdünnen der Algen. Manche Büschel lösten sich ab, andere auf. Dieser Prozeß dauerte etwa 2-3Wochen. Danach war alle Bryopsis verschwunden. Interessanterweise nahmen die Caulerpas in meinem Algenrefugium keinen Schaden. Bis heute ist Bryopsis kein Thema mehr.
Vor dem Einsatz mit Fluconazol war ich skeptisch, ob es einerseits funktioniert, andererseits keine Verluste bei den Tieren auftraten. Ich habe weder durch Wasserwechsel versucht das Mittel herauszubekommen, noch mit Kohle es zu binden.
Heute kann ich überzeugt jedem raten, der Probleme mit Bryopsis hat , eine Behandlung mit Fluconazol durchzuführen.
Nebenbei möchte ich anmerken,daß Fluconazol in Deutschland verschreinbungspflichtig ist.

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