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Convolutriloba retrogemma Strudelwurm

Convolutriloba retrogemma wird umgangssprachlich oft als Strudelwurm bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
962 
Wissenschaftlich:
Convolutriloba retrogemma 
Umgangssprachlich:
Strudelwurm 
Englisch:
Red Menace 
Kategorie:
Strudelwürmer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Xenacoelomorpha (Stamm) > Not assigned (Klasse) > Acoela (Ordnung) > Convolutidae (Familie) > Convolutriloba (Gattung) > retrogemma (Art) 
Erstbestimmung:
Hendelberg & Akesson, 1988 
Vorkommen:
Australien, Indonesien, Indopazifik, Ost-Pazifik, West-Pazifik, Zentral-Pazifik 
Meerestiefe:
Meter 
Größe:
bis zu 0,6cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Algen, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Rädertierchen (Rotifera), Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden), Zooplankton (Tierisches Plankton), Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-01-01 14:28:46 

Haltungsinformationen

Convolutriloba retrogemma Hendelberg & Akesson

Convolutriloba retrogemma ist eine nur wenige Millimter groß werdende Planarie. Die Farbe ist rötlich-braun. Der Körper ist dünn und blattförmig. Convolutriloba retrogemma ernährt sich von Kleinkrebsen (u.a. Artemia-Larven), kleinen Vielborstern und Rädertierchen. Vermehrt sich oft in Aquarien sehr stark und kann dort massenhaft auftreten, oft auch dicht auf Korallen.

Am Vorderende des Körpers hat Convolutriloba retrogemma zwei unpigmentierte Augen. Convolutriloba retrogemma gehört zu den marinen Acoel (Acoele Planarien besitzen keinen Darmhölung).

Convolutriloba retrogemma verfügt über Zoxanthellen (Symbiose mit einzelligen Grünalgen), von deren Photosyntheseprodukten sie ausschließlich leben, wenn keine andere Nahrung zur Verfügung steht. Deshalb wenden diese Planarien wenden möglichst viel Körperoberfläche dem Licht entgegen.

Zum langfristigen Überleben benötigen diese Planarien, sowohl Algen-und tierische Nahrung als auch Licht. Convolutriloba retrogemma vermehrt sich ungeschlechtlich (Knospung).

ALLGEMEINES:
Einer starken Vermehrung dieser Strudelwürmer kann man zunächst durch Absaugen der Tiere entgegenwirken.

Man kann Turbellarien auch noch auf anderen Wegen bekämpfen: Chelidonura varians (eine Kopfschildschnecke, die sich von roten Plattwürmern ernährt) ist hier im Lexikon zu finden und als Fressfeind geeignet. Sie ist allerdings ein echter Nahrungsspezialist und verhungert, wenn sie keine Turbellarien mehr vorfindet.

Auch bestimmte Fischarten, wie z.B. einige Lippfische, Zwergkaiser oder Leierfische sind als Fressfeinde bekannt.
Im Übrigen ernähren sich Planarien (der Name hat sich einfach durchgesetzt...) gern von Kieselalgen.

Da Kieselsäure (Silicat) der Hauptverursacher für Kieselalgen ist, sollte man den Silicat-Wert des Wassers messen und gegebenenfalls senken. Bei geringfügig erhöhten Werten genügt hierfür z.B. der Einsatz eines Silicat-Adsorbers nachgeschaltet der Umkehrosmoseanlage.

Schafft man es, die Kieselalgen (Diatomeen) aus dem Aquarium zu vertreiben, geht oft auch die Population von Planarien zurück...

Weiterhin erreicht uns folgende Information von einem kleinen Riffbarsch "Pomacentrus alleni" der diese Turbellarien auch mit auf dem Speiseplan haben soll, siehe Unterhaltungsteil.

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

robertbaur am 24.06.19#17
Da es uns nun auch mit Turbellarien erwischt hatte, und diese sich nicht relevant durch absaugen minimiert werden konnten habe ich mich für die sog. Elimi Phos Methode entschieden. Das Mittel von Tropic Marin, welches den Wirkstoff Lanthan enthält und damimt den Posphatwert im Aquarium senken kann, hat den Nebeneffekt dass es von den Turbellarien nicht vertragen wird.
Aber aufpassen das Mittel ist nicht ohne. Man sollte mögtlichst eine Dosierung von 0,5 ml auf 100 Liter nicht übersteigen.
1,0 ml je 100 Liter Wasser, wie von manchen empfohlen würde ich nicht machen.
Ich bin wie fogt vorgegangen. 1. Absaugen, 2. später dann mit Watte abtragen, das funktionert stressfreier für den Pfleger. Die bleiben wirklich daran hängen und können so entnommen werden. 3. Phosphatwert messen. Erst bei einem Wert von 0.07 Po4 haben ich angefangen 2 ml am Tag (auf 400 Liter) zu dosieren und habe jeden Tag gemessen um nicht auf 0 zu landen. Das hat funktioniert, es waren ca. 10 Tage notwendig.
Wer einen zu tiefen Po4 Wert hat, kann gut mit Phos Plus arbeiten um einer Limitierung von Phosphat vorzubeugen.
HerrHering am 03.01.18#16
Nachtrag: Inzwischen sind sämtliche Turbellarien aus meinem Becken verschwunden.
HerrHering am 19.12.17#15
Ich hatte auch sehr viele dieser Planarien in meinem Becken.
Die ersten Fische, die ich in mein Becken eingesetzt habe sind zwei Pomocentrus alleni.
Sie fressen tatsächlich diese Planarien. Teilweise schlucken sie sie nicht sofort herunter, sondern zerkauen sie, spucken sie aus und fressen sie dann erst. Wahrscheinlich entfernen sie so das Gift aus den Planarien.

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Unterhaltung

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Was ist das?

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