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Convolutriloba retrogemma Strudelwurm

Convolutriloba retrogemma wird umgangssprachlich oft als Strudelwurm bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.



Steckbrief

lexID:
962 
Wissenschaftlich:
Convolutriloba retrogemma 
Umgangssprachlich:
Strudelwurm 
Englisch:
Red Menace 
Kategorie:
Strudelwürmer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Xenacoelomorpha (Stamm) > Not assigned (Klasse) > Acoela (Ordnung) > Convolutidae (Familie) > Convolutriloba (Gattung) > retrogemma (Art) 
Erstbestimmung:
Hendelberg & Akesson, 1988 
Vorkommen:
Australien, Indonesien, Indopazifik, Ost-Pazifik, West-Pazifik, Zentral-Pazifik 
Größe:
bis zu 1cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Algen, Zooplankton (Tierisches Plankton), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-01-04 11:36:07 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Convolutriloba retrogemma besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Gefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Convolutriloba retrogemma bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Convolutriloba retrogemma aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Haltungsinformationen

Convolutriloba retrogemma Hendelberg & Akesson

Nach neusten Erkenntnissen - 2009 Daniel Knop (Quelle Buch: Trojaner), handelte es sich bei der rötlichen Art mit kleinen "Schwanzfortsätzen" um Convolutriloba retrogemma. Eine Makroaufnahme einer Planarie – wie diese Art von Plattwurm umgangssprachlich oft genannt wird. Die "Planarien" (besser bzw. korrekterweise Turbellarien) schädigen keine Korallen, vermehren sich aber verhältnismässig stark.

Sie lassen sich leicht absaugen und schwimmen auch ab und zu als kleines "Kötel" durch´s Wasser. Sie ernähren sich vermutlich von Braun- bzw. anderen Algen.

ALLGEMEINES:
Einer starken Vermehrung dieser Strudelwürmer kann man zunächst durch Absaugen der Tiere entgegenwirken.

Man kann Turbellarien auch noch auf anderen Wegen bekämpfen: Chelidonura varians (eine Schnecke, die sich ausschließlich von roten Plattwürmern ernährt) ist hier im Lexikon zu finden und als Fressfeind geeignet. Sie ist allerdings ein echter Nahrungsspezialist und verhungert, wenn sie keine Turbellarien mehr vorfindet.

Auch bestimmte Fischarten, wie z.B. einige Lippfische, Zwergkaiser oder Leierfische sind als Fressfeinde bekannt.
Im Übrigen ernähren sich Planarien (der Name hat sich einfach durchgesetzt...) gern von Kieselalgen.

Da Kieselsäure (Silicat) der Hauptverursacher für Kieselalgen ist, sollte man den Silicat-Wert des Wassers messen und gegebenenfalls senken. Bei geringfügig erhöhten Werten genügt hierfür z.B. der Einsatz eines Silicat-Adsorbers nachgeschaltet der Umkehrosmoseanlage.

Schafft man es, die Kieselalgen (Diatomeen) aus dem Aquarium zu vertreiben, geht oft auch die Population von Planarien zurück...

Weiterhin erreicht uns folgende Information von einem kleinen Riffbarsch "Pomacentrus alleni" der diese Turbellarien auch mit auf dem Speiseplan haben soll, siehe Unterhaltungsteil.


Biota > Animalia (Kingdom) > Xenacoelomorpha (Phylum) > Acoelomorpha (Subphylum) > Acoela (Order) > Sagittiferidae (Family) > Convolutrilobinae (Subfamily) > Convolutriloba (Genus) > Convolutriloba retrogemma (Species)

Bilder

Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

HerrHering am 03.01.18#16
Nachtrag: Inzwischen sind sämtliche Turbellarien aus meinem Becken verschwunden.
HerrHering am 19.12.17#15
Ich hatte auch sehr viele dieser Planarien in meinem Becken.
Die ersten Fische, die ich in mein Becken eingesetzt habe sind zwei Pomocentrus alleni.
Sie fressen tatsächlich diese Planarien. Teilweise schlucken sie sie nicht sofort herunter, sondern zerkauen sie, spucken sie aus und fressen sie dann erst. Wahrscheinlich entfernen sie so das Gift aus den Planarien.

Tay am 02.11.14#14
Bild 11 ist Amphiscolops, nicht Convolutriloba retrogemma. Convolutriloba haben auch schon als Jungtiere drei "Zipfel" am Hinterende.
Amphiscolops ist harmlos.
16 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Unterhaltung

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Was ist das?

Nachfolgend eine Übersicht an Was ist das? Einträgen, die erfolgreich Bestimmt und diesem Eintrag zugeordnet worden. Ein Blick auf die dortigen Unterhaltungen ist sicherlich interessant.