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Hapalochlaena lunulata Blauringkrake

Hapalochlaena lunulata wird umgangssprachlich oft als Blauringkrake bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Sehr giftig.



Steckbrief

lexID:
810 
AphiaID:
342333 
Wissenschaftlich:
Hapalochlaena lunulata 
Umgangssprachlich:
Blauringkrake 
Englisch:
Greater Blue-ringed Octopus 
Kategorie:
Kopffüßer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Cephalopoda (Klasse) > Octopoda (Ordnung) > Octopodidae (Familie) > Hapalochlaena (Gattung) > lunulata (Art) 
Erstbestimmung:
(Quoy & Gaimard, ), 1832 
Vorkommen:
Australien, Indonesien, Indopazifik, Mikronesien, Papua-Neuguinea, Philippinen, Salomon-Inseln, Vanuatu, Weißes Meer, West-Pazifik 
Meerestiefe:
1 - 20 Meter 
Größe:
bis zu 12cm 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Einsiedlerkrebse, Krabben, Krebse 
Aquarium:
~ 200 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Sehr giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-12-21 23:12:19 

Gift


Hapalochlaena lunulata ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Hapalochlaena lunulata halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

(Quoy & Gaimard, 1832)

Hapalochlaena lunulata und Hapalochlaena maculosa sind nur schwer zu unterscheiden.
BEIDE Blauringkraken sind extrem giftig!!!.Blauringkraken sind, im Gegensatz früheren Behauptungen, zwar nicht angriffslustig.

Ihr Biss kann jedoch für den Menschen tödlich enden.

Über Unfälle mit Todesfolge (wenn auch nicht unter Aquarianern) wurde bereits mehrfach berichtet.
Das Gift besteht aus zwei Komponenten (Maculotoxin und Hapalotoxin) und lähmt Muskeln und Nerven.
Ein Bruchteil eines Gramms hiervon kann für den Menschen tödlich sein.
Deshalb sollte man äußerste Vorsicht walten lassen...
Blauringkraken sind und bleiben kein Tier für Jedermann oder für Gemeinschaftsaquarien!

Futter: Diese Art ernährt sich von Krabben und Krebsen (z.B. Einsiedler)

Synonym:
Octopus lunulatus Quoy & Gaimard, 1832

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Mollusca (Phylum) > Cephalopoda (Class) > Coleoidea (Subclass) > Octopodiformes (Superorder) > Octopoda (Order) > Incirrata (Suborder) > Octopodoidea (Superfamily) > Octopodidae (Family) > Hapalochlaena (Genus) > Hapalochlaena lunulata (Species)

Weiterführende Links

  1. Wikipedia (de)
  2. WoRMS (en)

Bilder

Laich


Allgemein


Erfahrungsaustausch

salhi.1427 am 17.01.15#2
Ein sehr schönes Tier das wirklich einfach in der Haltung ist.
Allerdings muss man bereit sein, Einsiedler zu kaufen als Futter da sie eigentlich nie oder nur sehr sehr schwer an Frostfutter zu gewöhnen sind.

Sie wollen aktiv jagen und das sollte man ihnen auch so lassen.
Chrysokoll am 22.07.08#1
Die Hapalochlaena-Arten findet man an den Küsten von Philippinen bis nach Australien. Sie bevorzugen die flachen Küstenbereiche und halten sich verhältnismäßig häufig in kleinen Gezeitentümpeln am Ufer auf, wo sie nach Krustentieren (z.B. Krebse) jagen. Durch ihre intensive Warnfärbung fallen die Kraken auf und werden von naiven Menschen gerne angefasst. Durch diese Bedrohung intensivieren sie ihre leuchtend-blauen Ringe (H. maculosa, H. lunulata) oder Streifen (H. fusciata). Was den Menschen erst recht fasziniert.

Alle Arten dieser Gattung sind für ihr starkes Gift, welches sie mit dem Biss abgeben, bekannt. Es handelt sich hierbei um ein starkes Nervengift (Tetrodotoxin (TTX). Produzent dieses Giftes ist allerdings nicht das Tier selbst, sondern in den Speicheldrüsen (und Vorderdarm) lebende Bakterien. Auch in den Eiern der Kraken wurden TTX-produzierende Bakterien gefunden. Vermutlich werden diese weitergegeben.

Das Gift wirkt relativ schnell. Innerhalb der ersten 2 Stunden kommt es zu Lähmungen, vor allem in der Brustmuskulatur und dem Zwerchfell, was zum Atemstillstand führt. Es muss sofort eine Beatmung bis zum Nachlassen der Wirkung des Giftes durchgeführt werden. Dies kann je nach Menge des Giftes und Konstitution des Menschen bis etwa zu 10 Stunden dauern!

Zur Fortpflanzung legen die Weibchen der Kraken nur ein einziges Mal im Leben Eier, die sie an geschützten Stellen anheften oder sogar mit sich herumtragen und bewachen. Nachdem die Jungtiere geschlüpft sind, sterben die Mütter. Wie bei allen anderen Kopffüßern auch schlüpfen die Jungen als fertige kleine Kraken.
2 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Hapalochlaena lunulata

Miki am 15.09.17#1
Hapalochlaena lunulata vs. Buccinulum corneum (Babylonia zeylanica) - Orangepunkt Schnecke

Leider hege ich den Verdacht, dass o.g. Schnecken meinen kleinen Kerl niedergemacht haben. Hatte ihn leider nur 4 Tage. Ich konnte über diesen Zeitraum keinerlei Nahrungsaufnahme feststellen, direktes Vorhalten von Blaubeineinsiedlers hat er ignoriert. Der Händler bestätigte jedoch eine Nahrungsaufnahme.
Die Möglichkeit einer Krankheit für seinen Todesfall ist gegeben, jedoch auch ein gezielter Angriff von den Babylons.
In seinen letzten 4 Stunden konnte ich ihn nicht beobachten, hatte noch einen fitten Eindruck hinterlassen. Musste ausser Haus, als ich zurück kam machten sich 3 von 4 Babylons bereits über ihn her, er war da bereits tot.
Frage: Es gibt zweigeteilte Meinungen was die Orangepunkt Schnecke anbetrifft. Offenbar soll sie wohl auch Borstenwürmer fressen. ich kann das nicht/noch nicht beurteilen, da sich alles im Bodengrund abspielt. H.lunulatas Ärmchen ähneln...
noch eine Frage: ist bekannt jemanden, ob lunulata ggf. eine Art "Verwesungsgeruch" ausströmt, um seine potenzielle Beute anzulocken? Wenn das der Fall ist hatte er keine Chance.
Wer kann hierzu seine Erfahrungen mitteilen?
Danke Miki

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