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Isopoda - Cirolanidae Fischassel

Isopoda - Cirolanidae wird umgangssprachlich oft als Fischassel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet.



Steckbrief

lexID:
6443 
Wissenschaftlich:
Isopoda - Cirolanidae 
Umgangssprachlich:
Fischassel 
Englisch:
cirolanid isopod, Parasitic isopod 
Kategorie:
Parasiten 
Stammbaum:
(Reich) > (Stamm) > (Klasse) > (Ordnung) > (Familie) > Isopoda (Gattung) > - Cirolanidae (Art) 
Vorkommen:
Zirkumglobal 
Futter:
Aas, Detritus, Debris (totes organisches Material), Parasitäre Lebensweise / Schmarotzer, Räuberische Lebensweise 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
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Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2013-11-24 19:28:12 

Haltungsinformationen

Isopoden oder Meerasseln werden in allen marinen Lebensräumen gefunden. Während viele Asseln harmlos oder nützlich sind, gibt es eine gewisse Anzahl räuberisch oder parasitär lebender Asseln. Besonders zu nennen sind hier Vertreter der Familien Cirolanidae und Aegidae, weil sie auch ab und an in unsere Aquarien gelangen.

Zu den Cirolaniden gehörende Asseln sind abgeflachte, schlanke Krebstiere mit einem durchgehend segmentierten Körper.Sie besitzen sehr große Augen seitlich am Kopf. Die Augen können fast die Hälfte des Kopfes einnehmen. Diese extrem großen Augen sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Isopoden.

Sie sind sehr schnelle Schwimmer und leben von Detritus, Aas, erbeuteten Tieren bzw. auch parasitär von Blut und Gewebe ihrer (Fisch-)Opfer. Befallene Tiere werden geschwächt und bei längerem oder starkem Befall getötet. Vorsicht ist in betroffenen Becken angeraten: Cirolanidae machen bei Hunger auch vor der Hand des Aquarianers nicht halt und können kleine Wunden verursachen.

In der Meerwasser-Aquaristik ist rasches Eingreifen erforderlich , um befallene Fische retten zu können. Als Erstmaßnahme empfiehlt sich ein kurzes Süßwasserbad, durch welches die Asseln sich vom Fisch fallen lassen. In weiterer Folge muss das Aquarium behandelt werden. Am sichersten geht dies mit einer Falle, diese ist chemischen Methoden vorzuziehen.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

motek am 28.07.14#1
Ich "pflege" meine Fischasseln nun schon 2 Wochen. Sie kamen mit dem Lebendgestein in das neue Aquarium. Bemerkt habe ich sie bei der ersten vorsichtigen Futtergabe (kleine Futtertablettchen) im Dämmerlicht. Gedacht war das Futter zum Hervorlocken der mir unbekannten Krabben. Ruck-zuck kamen aber die "Matchbox-Asseln" angesaust und schnappten sich die kleinen Futterkügelchen. An diesem Tag freute ich mich noch über die interessanten Tierchen!

Sie wirken wirklich intelligent, erfassen ihre Umgebung indem Sie sich mit dem Kopf "umsehen" und Steuern, zwar im irren Kurvenflug, jedoch Zielgenau.

Entfernung in der Einfahrphase ohne Fische:

1. Nichts mehr füttern.

2. Falle aufstellen:
Mittlerweile stelle ich jeden Abend die hier (www.reefkeeping.com) beschriebene Falle im Becken auf.
Allerdings modifiziert, damit keine Einsiedler die Gummis hochklettern: Ein Gummi um das Schraubgewinde Wickeln und ein Zweites als Schlaufe daran befestigen. Mit der Schlaufe dann den Flaschenhals befestigen.

Befüllt wird die Falle mit einem kleinen Stück Putenleber und einem Stint. Leber lockt mit Blut und der Stint bringt den Fischgeruch.

Darauf Achten das der Flaschenhals auch richtig am Glasrand anliegt, damit belastete Köderflüssigkeit ins becken gelangt. Der Eingang zur Falle (gelochter Flaschendeckel) muss im Köderraum im Wasser hängen, der Rand des Flaschenhalses darf aber ruhig noch eine umlaufende Luftblase haben, so kommmt noch weniger Köder an der falschen stelle aus dem Glas (klappt aber nicht immer ;).

Schon bei Dämmerlicht kommen die ersten Asseln und lassen sich per Käscher fangen. Über Nacht kann ich dann ruhig schlafen, da (zumindest bei mir) bisher keine Assel, die ich Abends schon in der Falle hatte, morgens wieder aus der Falle entwischt war.

Morgens dann die Falle vorsichtig am Glas komplett aus dem Becken heben und den Inhalt entsorgen. Kleine Asseln bemerkt man in der Falle eventuell garnicht. Ich habe beobachtet das die Asseln sich an der Leber vollsaugen (sind morges prall rot gefüllt). Der Fisch wird nach meinen Beobachtungen weitestgehend ignoriert.

Es ist NICHT mit kurzzeitigem Erfolg zu rechnen. Jeden Abend kommen wieder neue Tiere die aus unerfindlichem Grund am Vortag nicht den Weg in die Falle gefunden haben. Erst mit der Falle aufhören wenn über längere Zeit keine Assel mehr gesichtet wurde. Vorher würde ICH keinen einzigen Fisch einsetzen. Wichtig ist auch wirklich NICHTS zu füttern. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sich die Asseln auch von Flohkrebsen ernähren können.

An sonsten spannende Tiere, es tut mir jedes mal Leid, dass die Asseln im Riffaquarium "Störenfriede" sind und von mir "entfertn" werden müssen.


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