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Diogenes pugilator Mittelmeer-Sandküsten-Einsiedlerkrebs; Diogeneskrebs

Diogenes pugilator wird umgangssprachlich oft als Mittelmeer-Sandküsten-Einsiedlerkrebs; Diogeneskrebs bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
5779 
Wissenschaftlich:
Diogenes pugilator 
Umgangssprachlich:
Mittelmeer-Sandküsten-Einsiedlerkrebs; Diogeneskrebs 
Englisch:
Small hermit crab 
Kategorie:
Einsiedlerkrebse 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Diogenidae (Familie) > Diogenes (Gattung) > pugilator (Art) 
Erstbestimmung:
(Roux, ), 1829 
Vorkommen:
Alaska, Algerien, Britische Inseln, Europäische Gewässer, Kanarische Inseln, Marokko, Mittelmeer, Nordsee, Portugal, Spanien, Süd-Afrika, Tunesien 
Größe:
1.1 cm - 3 cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Aas, Allesfresser (omnivor), Detritus, Debris (totes organisches Material), Räuberische Lebensweise 
Aquarium:
~ 100 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2013-07-20 19:23:28 

Haltungsinformationen

(Roux, 1829)

Man findet diesen Einsiedlerkrebs von der Küste von Angola bis in die Nordsee und nach Osten durch das Mittelmeer, Schwarzes Meer und in das Rote Meer.

Der Einsiedler bewohnt flache Wasserbereiche mit feinen Sandböden.

Sein linkes Bein, mit Kralle, ist viel größer als das rechte Bein, die Färbung seines Körpers ist gelblich.

Bedauerlicher Weise gibt es einen sehr starken Rückgang der Populationen, in den letzten 10 Jahren erfolgte eine Reduzierung von 60%-70%, z.B. im Schwarzen Meer.

Die größten einschränkenden Faktoren sind die Verschmutzung, Sauerstoffmangel und der Rückgang der Populationen der Molluske Tritia reticulata.

Fressfeind: Ruderkrabbe Liocarcinus depurator.

Synonyme:
Diogenes intermedius Bouvier, 1891
Diogenes pugilator orientalis Codreanu & Balcesco, 1968
Diogenes pugilator var. gracillima Balss, 1921
Diogenes pugilator var. intermedius Bouvier, 1891
Diogenes varians (Costa, 1838)
Diogenes varians var. gracilimana Miers, 1881
Pagurus algarbiensis de Brito Capello, 1875
Pagurus arenarius Lucas, 1846
Pagurus bocagii de Brito Capello, 1875
Pagurus curvimanus Clément, 1874
Pagurus dillvyni A. Milne-Edwards & Bouvier, 1900
Pagurus dillwynii Bate, 1851
Pagurus dilwynnii Alcock, 1905
Pagurus lafonti Fischer, 1872
Pagurus ponticus Kessler, 1860
Pagurus pugilator Roux, 1829

SYSTEMATIK: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Malacostraca (Class) > Eumalacostraca (Subclass) > Eucarida (Superorder) > Decapoda (Order) > Pleocyemata (Suborder) > Anomura (Infraorder) > Paguroidea (Superfamily) > Diogenidae (Family) > Diogenes (Genus) > Diogenes pugilator (Species)

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

A-Lex am 31.12.15#2
Ich habe mir April 2015, also vor ca. 8 Monaten, eine Gruppe von 6 Exemplaren für mein 200-Liter-Becken beschafft, welches ich bei 18-20 C° betreibe. Die Tiere haben sich beim sauberhalten von Sandflächen und beim Abweiden unerwünschten Algenbewuchses in Geröllzonen bewährt.

Auch Futterreste wie Fischfleisch oder Futtertabletten nehmen sie gerne an. Bemerkenswert fand ich den guten Geruchssinn: Oft kamen die Einsiedler aus dem Sandboden "geschossen", kaum hatte ich das Futter ins Wasser geworfen.

Felsaufbauten betreten sie meiner Beobachtung nach in der Regel nicht.

Bei einem Mangel an passenden Leergehäusen im Becken kam es schnell zu Fällen innerartlicher Aggression, die Krebse versuchten, sich gegenseitig aus den Häusern zu ziehen.

Sind genügend Gehäuse vorhanden (Strand- oder Netzschneckengehäuse verschiedenster Größe), so wechselten sie hin und wieder ihre Gehäuse von den unterschiedlichsten Größen hin und her.

Die Tiere haben sich während der achtmonatigen Pflege mehrfach gehäutet.

Ein zeitweilliges "Umkippen" meines Beckenwassers, welches ich darauf zurückführe, dass ich vermutlich das Wasser aus dem "falschen Ausgang" meiner Osmoseanlage verwendet habe, überstanden sie problemlos.

Ich hatte bisher allerdings außerhalb des grade erwähnten Zeitraumes zwei Verluste zu beklagen, deren Ursache ich jedoch nicht sicher feststellen kann. Ich vermute, dass diese Tiere von ihren Artgenossen aus den Gehäusen gezogen und dann von Strandgrundeln verspeist wurden, da ich die angefressenen Überreste im Wasser fand.

Seit kurzem befinden sich die vier Exemplare umzugsbedingt übergangsweise in einem 60-Liter-Becken. Beobachtungen dahingehend (höhere Besatzdichte) stehen noch aus.
blacksea am 30.04.15#1
Hübscher, friedfertiger, geselliger Einsiedler, der den Sanboden systematisch durchkämmt und perfekt sauberhält. Am besten als Putztrupp halten, habe 5 in meinem 150 l Becken, bei 25 Grad.
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