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Priacanthus arenatus Atlantischer Großaugenbarsch

Priacanthus arenatus wird umgangssprachlich oft als Atlantischer Großaugenbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.



Steckbrief

lexID:
4694 
AphiaID:
127005 
Wissenschaftlich:
Priacanthus arenatus 
Umgangssprachlich:
Atlantischer Großaugenbarsch 
Englisch:
Atlantic Bigeye 
Kategorie:
Zackenbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Priacanthidae (Familie) > Priacanthus (Gattung) > arenatus (Art) 
Erstbestimmung:
Cuvier, 1829 
Vorkommen:
Angola, Bahamas, Belize, Benin, Bermuda, Brasilien, Cayman Inseln, Costa Rica, Dominikanische Republik, Elfenbeinküste, Französisch-Guayana, Ghana, Guatemala, Haiti, Honduras, Jamaika, Kamerun, Kanada, Kapverdische Inseln, Karibik, Kolumbien, Kongo, Kuba, Madeira, Mexiko (Ostpazifik), Mittelmeer, Nicaragua, Nigeria, Ost-Atlantik, Panama, Puerto Rico, São Tomé und Principé, Senegal, Sierra Leone, Süd-Amerika, Suriname, Togo, USA, Venezuela, West-Atlantik 
Meerestiefe:
10 - 200 Meter 
Größe:
35 cm - 50 cm 
Temperatur:
20°C - 28°C 
Futter:
Einsiedlerkrebse, Fangschreckenkrebse (Stomatopoden), Felsgarnelen, Fischbrut, Garnelen, Kleine Fische, Krabben, Krebse, Krill (Euphausiidae), Krustentiere, Lebendfutter, Muscheln (Mollusken), Räuberische Lebensweise, Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Seesterne, Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-08-26 17:40:03 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Priacanthus arenatus besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Gefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Priacanthus arenatus bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Priacanthus arenatus aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Haltungsinformationen

Cuvier, 1829

Der erste Blick auf diesen Großaugenbarsch täuscht doch über seine tatsächliche Größe von 50 cm und seinem Gewicht von 2,85 Kg hinweg.

Die Familie der Großaugenbarsche ist recht übersichtlich, sie besteht nur aus 4 Gattungen und insgesamt 18 Arten, die im tropischen westlichen und östlichen Atlantik, in der Karibik und im Mittelmeer anzutreffen sind.

Dieser Großaugenbarsch bildet lose Gruppen und hält sich in einer Tiefe von bis zu 200 Metern über den Meeresgrund auf und geht nachts auf Futtersuche, wobei hauptsächlich benthische Invertebraten, kleine Fische und Krebstiere auf den Speiseplan stehen.

Priacanthus arenatus ist auch ein Sportfisch, der Angler begeistert, allerdings steht auch er, wie viele andere Fische aus der Karibik, im Verdacht, die Ciguatera-Fischvergiftung auszulösen.
Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm


Jungtiere finden sich aus Schutzgründen zu riesigen Schwärmen zusammen.


Synonyme:
Priacanthus catalufa Poey, 1863
Priacanthus fulgens Lowe, 1838 (synonym)
Priacanthus insularum Johnson, 1862

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Allgemein

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