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Pachygrapsus marmoratus Rennkrabbe

Pachygrapsus marmoratus wird umgangssprachlich oft als Rennkrabbe bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2821 
Wissenschaftlich:
Pachygrapsus marmoratus 
Umgangssprachlich:
Rennkrabbe 
Englisch:
marbled rock crab 
Kategorie:
Krabben 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Grapsidae (Familie) > Pachygrapsus (Gattung) > marmoratus (Art) 
Erstbestimmung:
(Fabricius, 1787) 
Vorkommen:
Adria, Ägäis, Azoren, Belize, Britische Inseln, Israel, Kanarische Inseln, Marokko, Mittelmeer, Nord-Afrika, Nord-Atlantik, Ost-Atlantik, Portugal, Spanien, Straße von Gibralta, Tunesien 
Größe:
4 cm - 5 cm 
Temperatur:
°C - 26°C 
Futter:
Algen, Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Muschelfleisch, Nori-Algen, Staubfutter, Stinte 
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2009-06-07 19:21:15 

Haltungsinformationen

(Fabricius, 1787)

Unser Mitglied stefank konnte die folgende Krabbe identifizieren.

Rennkrabbe.
Pachygrapsus marmoratus
Diese Krabbe macht ihrem Namen alle Ehre.
Sie ist extrem flink und wendig.
Sie kommt an den Küsten des Mittelmeeres und des östlichen und nörtdlichen Atlantiks vor.
Da sie dort einen großen Teil des Tages an Land verbringt, sollte sie auch unbedingt einen Landteil zur Verfügung haben.
Zu den sonstigen Haltungsbedingungen kann ich noch nicht viel sagen, nur das das Aquarium unbedingt gut abgedeckt sein muss.
Die kleinen Krabben sind wahre Ausbruchskünstler.

• Rennkrabbe, Marmorkrabbe, Felsenkrabbe (auch: Marbled crabs, European Shore Crab)
• semi-terrestrisch, bewohnt den Gezeitenbereich von Mittelmeer, Schwarzem Meer (nur dort gefährdet) und Nordost-Atlantik (Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, Holland). Seit 1980 auch an britischen Küsten gesichtet. Bevorzugt eher trockene, felsige Habitate.
• Mag sauberes Wasser, könnte durch Hemigrapsus verdrängt werden.
• Kann mit Sacculina carcini infiziert werden, aber nicht erfolgreich.
• Allesfresser, sehr wachsam.
• Euryhalin, benötigt 10 bis 36 Promille Salzgehalt (auf 10 Promille wurden P. marmoratus zumindest eine Woche unter Laborbedingungen angepasst)
• schwache Jäger
• 3 bis max. 4 Jahre Lebenserwartung, bis 4,3 cm Carapaxbreite. Männchen erreichen "Pubertät" mit 16 mm, Weibchen mit 16,5 mm, Geschlechtsreife mit dem zweiten Lebensjahr
• Hauptlaichzeit Mai bis Juli, aber auch das gesamte Jahr über. 31 Tage vom Schlüpfen bis zur sechsten (und letzten) Zoea
• Keine signifikanten Scherenunterschiede bei Männchen und Weibchen, erst bei größeren Exemplaren haben Männchen größere Propoden, aber nicht in der gleichen Größenordnung wie bei bei anderen grapsiden Krabbenarten.

Synonyme:
Cancer femoralis Olivier, 1791
Cancer marmoratus Fabricius, 1787
Grapsus (Grapsus) savignyi De Haan, 1835
Grapsus varius Latreille, 1803
Leptograpsus bertheloti H. Milne Edwards, 1853
Pachygrapsus pubescens Heller, 1865

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Multicrustacea (Superclass) > Malacostraca (Class) > Eumalacostraca (Subclass) > Eucarida (Superorder) > Decapoda (Order) > Pleocyemata (Suborder) > Brachyura (Infraorder) > Eubrachyura (Section) > Thoracotremata (Subsection) > Grapsoidea (Superfamily) > Grapsidae (Family) > Pachygrapsus (Genus) > Pachygrapsus marmoratus (Species)

Weiterführende Links

  1. Wikipedia (de)

Bilder

Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

blacksea am 08.04.15#2
Diese Krabben sind wirklich hübsch und interessant. Ich habe mir eine mit dem Lebendgestein "eingefangen" (bewusst hätte das wohl kaum geklappt), sie ist kontinurielich gewachsen und hat mich am Anfang mit ihrem Algenknabbern sehr erfreut. Mittlerweile ist sie fast ausgewachsen und es ist glaub ich Zeit, dass sich unsere Wege trennen: sämtliche Athanas-garnelen sind verschwunden, eine Felsengarnele und an der Röhre des Protula intestinum wird auch "gearbeitet" - da ich kein anderes Tier im Aquarium habe, das zu sowas fähig wäre verdächtige ich natürlich die Krabbe... Aufgrund der Grösse eigentlich perfekt für Aquarien, aber leider nicht "kompatibel" genug.
stefank am 05.10.10#1
Hallo erstmal.
Wahrscheinlich hat jeder schon mal im Urlaub (zum Beispiel in Kroatien) diese Krabben am Meer auf den Klippen beobachtet. Und Viele Aquarianer hier waren wie ich sicher von ihrer Lebensweise und Gruppenverhalten beeindruckt. Es macht wirklich spaß ihnen bei der Futtersuche in der Brandungszone zuzuschauen.
Und jetzt habe ich seit einem halben Jahr selbst eine kleine Gruppe und möchte mal meine bisherigen Erfahrungen mitteilen ;)
Zum Aquarium:
Sie sind definitiv nicht für das tropische Korallenaquarium geeignet. Allein schon, weil sie sehr gute Ausbruchskünstler sind und unbedingt einen Landteil zur Verfügung haben müssen. Ob sie Korallen, Anemonen und andre Tiere schädigen würden weiß ich aber nicht, kann es mir aber gut vorstellen..
Bei mir leben 3 Weibchen, 1 Männchen und ein Jungtier in einem zur hälfte gefüllten 45L Aquarium.
Technik:
An Technik braucht diese sehr toleranten Krabbe nicht viel. Höchstens eine pumpe um das Wasser in Bewegung zu halten. Auf Beleuchtung kann man komplett verzichten, ich würde aber empfehlen das Aquarium so aufzustellen, das sie sich zeitweise in der Sonne aufwärmen können (was sie seehr gerne machen.)
Futter:
Die Krabben fressen so gut wie alles, was ihnen in die Scheren kommt. Fisch, Garnelen, Frost und Trockenfutter wird alles problemlos angenommen. Auch Fadenalgen und Caulerpas können gefüttert werden.
verhalten:
Ganz wichtig ist, das in einem Becken nur ein Männchen mit mehreren Weibchen ist, da es sonst Revierkämpfe auf der kleinen Fläche gibt, die eines der Tiere nicht überleben wird. Ansonsten sind sie untereinander sehr friedlich und es gibt kaum Streitereien. Was mir aufgefallen ist, is das kleine Krabben sehr schnell zutraulich werden und einem beim Füttern sogar schon auf die Hand springen um so schnell wie möglich an ihr Futter zu kommen. Die größeren zutraulich zu bekommen ist dagegen schon etwas schwieriger. Zwar verlieren auch sie sehr schnell die angst, halten aber trotzdem immer einen Sicherheitsabstand ein.

Es sind wirklich sehr interessante Tiere, die keinerlei Probleme machen (wenn das Becken ausbruchssicher ist ;) ) und auch keine hohen Ansprüche an die Wasserqualität haben. Von dem her kann ich sie für jeden interessierten empfehlen, der sich ein separates Aquarium einrichten möchte.

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