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Conomurex luhuanus Fechterschnecke

Conomurex luhuanus wird umgangssprachlich oft als Fechterschnecke bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2388 
AphiaID:
565370 
Wissenschaftlich:
Conomurex luhuanus 
Umgangssprachlich:
Fechterschnecke 
Englisch:
Strawberry Conch, Red-mouth Stromb 
Kategorie:
Gehäuseschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Littorinimorpha (Ordnung) > Strombidae (Familie) > Conomurex (Gattung) > luhuanus (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Australien, Brunei Darussalam, China, Fidschi, Guam, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kambodscha, Kiribati, Malaysia, Marshallinseln, Mikronesien, Nauru, Neukaledonien, Nördliche Mariannen, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Salomon-Inseln, Singapur, Taiwan, Thailand, Timor-Leste, Tuvalu, Venezuela, Vietnam, Wallis und Futuna 
Meerestiefe:
0 - 20 Meter 
Größe:
5 cm - 8 cm 
Temperatur:
24°C - 28°C 
Futter:
Algen, Cyanobakterien, Detritus, Debris (totes organisches Material), Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden) 
Aquarium:
~ 200 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-06-26 07:52:33 

Haltungsinformationen

(Linnaeus, 1758)

Conomurex luhuanus wird oft wegen seiner für eine Schnecke der Familie Strombidae relativ ungewöhnlichen konischen Form des Gehäuses mit Kegelschnecken verwechselt.Die Schnecke ist jedoch absolut harmlos. Die Schnecke besitzt jedoch eine stromboide Kerbe, wenn auch nicht so auffällig wie bei vielen anderen Arten.

Conomurex luhuanus hat ein längliches, sichelartiges, scharfkantiges Operculum (Schalendeckel) zum Verschließen des Gehäuses, mit dem sich die Schnecke aber auch gut verteidigen und empfindliche Hiebe austeilen kann.

Das Gehäuse ist außen entweder weiß mit einem orange, braunen oder bräunlichen Fleckenmuster oder kann vollständig braun oder weiß sein. Innen ist das Gehäuse in der Regel intensiv orange, rot oder rosa.
Die innere Lippe ist schwarz oder schokoladenbraun.

Guter Resteverwerter, vor allem bei Sandböden.Strombus steht im Ruf auch Borstenwürmer zu fressen, die Pflege ist einfach.

Eine super Schnecke zur Entfernung von großflächigen Cyano-Bakterienüberzügen auf dem Livesand!!!

Conomurex ist in der Lage sich mit Hilfe ihres kräftigen Fußes springend fortzubewegen.

Synonyme:
Strombus (Conomurex) luhuanus Linnaeus, 1758
Strombus luhuanus Linnaeus, 1758


Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Mollusca (Phylum) > Gastropoda (Class) > Caenogastropoda (Subclass) > Littorinimorpha (Order) > Stromboidea (Superfamily) > Strombidae (Family) > Conomurex (Genus)

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

RostockerSegler am 25.06.19#7
Ich möchte hier meine Erfahrungen zu den Kegelfechterschnecken mitteilen. Ich bin zu den Tieren gekommen, als in der Einfahrphase meines 500-Liter-Aquariums Rotalgen/Cyanobakterien in Massen auftraten. Mein Händler empfahl mir die Schnecken als Rotalgenfresser und ich setzte 3 davon ein. Nach euphorischen Berichten über das Vernichten von Rotalgen im Internet machte ich mir auch Hoffnungen, die aber enttäuscht wurden. Auch nach Verdoppelung des Besatzes auf 6 Schnecken konnten diese die Rotalgenplage nicht einmal konstant halten. Dazu mußte ich dann Cyano Remove einsetzen.
Die Schnecken bewegen sich entweder auf dem Sand oder graben sich bzw. pflügen den Sand um. Seltener klettern sie auf die Steine, richten sich aber auch daran auf und weiden sie mit ihrem Rüssel ab. Manchmal erkennt man sie nur daran, daß ein Stielauge aus dem Sand hervorschaut. Durch das Umpflügen des Bodens haben sie bei mir häufiger die Algen (Caulerpa Taxifolia) ausgebuddelt.
Sie sind häufig zu zweit oder zu dritt anzutreffen und futtern sich gegenseitig die Algen vom Gehäuse.
Manchmal fährt auch ein Blaubein-Einsiedlerkrebs auf dem Gehäuse mit und futtert es ab.
Zwischenzeitlich mußte ich ein Mittel gegen die Weißpünktchenkrankheit bei meinen Fischen anwenden (sera costapur F). Die Kegelfechterschnecken haben das ohne Probleme überstanden.
Unlängst habe ich sogar das Springen einer der Schnecken beobachten können. Ein Einsiedlerkrebs hatte sie wohl erschreckt. Bei youtube gibt es dazu ein schönes Video („Conch jumping around“ von derekcs005).
Es sind auf jeden Fall interessante Tiere und es ist bestimmt nicht verkehrt, in der Einfahrphase des Aquariums ein paar Exemplare einzusetzen und auch später drin zu lassen. Vielleicht lassen sich z.B. Rotalgenplagen von Anfang an vermeiden, wenn die Tierchen die erste „Brandherde“ vertilgen.

pat_2015 am 25.10.16#6
Kann ähnliche Erfahrungen wie Grubi berichten: drei dieser Schnecken haben mir in meinem 170 l Becken gegen Cyanos geholfen. Ich hab schon wochenlang mit mechanischer Störung und Bakterienpräparaten gekämpft. Die drei conomurex haben den Cyanos dann den Rest gegeben. DIe Schnecken sind seit 2,5 Wochen im Becken und seit Ca. 1 Woche ist es Cyano-frei.

Auch dass sie sich oft in der Nähe der anderen aufhalten kann ich bestätigen. Und wie diese Augen aus dem Schneckenhaus hervorschauen - ganz tolle Tiere!
Grubi am 20.10.16#5
Zwei dieser Schnecken haben in meinem Becken (80l) den gesamten Befall mit roten Cyanos aufgefressen. Zeitweise war der gesamte Sandboden überzogen.
Habe allerdings auch beobachtet, dass sie, nachdem am Boden alles vertilgt war, an den Steinen herauf geklettert sind um die die letzten Cyanoreste zu holen.

Fressen seit kurzem Futtertabletten und dem Seeigel die Gurke weg.

Das Sozialverhalten kann ich bestätigen, sie befinden sich oftmals in der unmittelbaren Gesellschaft der anderen.
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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Conomurex luhuanus

Fellnase am 17.10.17#2
Ich habe drei der Exemplare an einen befreundeten Aquarianer mit einem alt eingerichteten , größeren Becken gegeben.
Gestern habe ich Futtertabletten in den Sand gesteckt. Die wurden auch gefunden und gefressen. Heute mache ich mal einen Versuch mit einer Scheibe Salatgurke.
Ich hoffe mal, dass die Teilchen auch mal ein paar Tage ohne Zufütterung auskommen, zumal sie ja jetzt nur noch zu zweit sind.

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Was ist das?

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