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Diskussionen

Haltungserfahrungen

Berghia stephanieae thumbnail

RostockerSegler @ Berghia stephanieae am 08.04.20

Hallo allerseits,
nachdem ich mir eine satte Glasrosenplage eingefangen hatte und ich die lieben Tierchen endlich wieder lieferbar waren, hatte ich 10 bei mir eingesetzt. Eine hatte gleich nach dem Einsetzen eine Eischnur an die Scheibe geheftet. Da die Glasrosenplage schon ziemlich groß war, kamen die 10 Schnecken dagegen natürlich nicht an. Ich habe mit der Eischnur und den in der Beschreibung genannten Zuchtanleitungen versucht, die Tiere selbst nachzuziehen. Zum Schluß hatte ich immer so 3 bis 5 in einem kleinen Zuchtbecken (zwischenzeitlich hatte ich nochmal Schnecken nachgeordert) und viele Eischnüre darin. Ich habe regelmäßig kleinste Glasrosen von der Scheibe mit der Futterpipette abgesaugt und als Futter ins Aufzuchtbecken gesetzt. Es gab zwar viele Eier, aber es kamen über Wochen und Monate keine Nachwuchsschnecken. Beim Reinigen des Aufzuchtbeckens habe ich dann einmal 2 mit Algen überwachsene Eischnüre einfach ins (ebenfalls mit Glasrosen verseuchte) Technikbecken gesetzt.
Wochen später hatte ich dort 14 kleine Berghias. Sofort habe ich alle Zuchtschnecken und Eischüre ins Technikbecken gesetzt. Dreieinhalb Wochen später konnte ich schon 33 ins Hauptbecken setzen. Zwischendurch habe ich die Mini-Glasrosen von den Scheiben abgesaugt und ins Technikbecken gesetzt.
Ich habe den Verdacht, daß die Schnecken von Borstenwürmern und/oder Einsiedlerkrebsen gefressen werden. Gesehen habe ich das nicht, aber das sind die einzigen Aquariumbewohner bei mir, die dafür in Frage kommen. Und offensichtlich vernascht jemand die nützlichen Tierchen.
Ich habe übrigens auch schon beobachten können, daß die Berghias sich an der Wasseroberfläche "hängend" fortbewegten.

Conomurex luhuanus thumbnail

RostockerSegler @ Conomurex luhuanus am 25.06.19

Ich möchte hier meine Erfahrungen zu den Kegelfechterschnecken mitteilen. Ich bin zu den Tieren gekommen, als in der Einfahrphase meines 500-Liter-Aquariums Rotalgen/Cyanobakterien in Massen auftraten. Mein Händler empfahl mir die Schnecken als Rotalgenfresser und ich setzte 3 davon ein. Nach euphorischen Berichten über das Vernichten von Rotalgen im Internet machte ich mir auch Hoffnungen, die aber enttäuscht wurden. Auch nach Verdoppelung des Besatzes auf 6 Schnecken konnten diese die Rotalgenplage nicht einmal konstant halten. Dazu mußte ich dann Cyano Remove einsetzen.
Die Schnecken bewegen sich entweder auf dem Sand oder graben sich bzw. pflügen den Sand um. Seltener klettern sie auf die Steine, richten sich aber auch daran auf und weiden sie mit ihrem Rüssel ab. Manchmal erkennt man sie nur daran, daß ein Stielauge aus dem Sand hervorschaut. Durch das Umpflügen des Bodens haben sie bei mir häufiger die Algen (Caulerpa Taxifolia) ausgebuddelt.
Sie sind häufig zu zweit oder zu dritt anzutreffen und futtern sich gegenseitig die Algen vom Gehäuse.
Manchmal fährt auch ein Blaubein-Einsiedlerkrebs auf dem Gehäuse mit und futtert es ab.
Zwischenzeitlich mußte ich ein Mittel gegen die Weißpünktchenkrankheit bei meinen Fischen anwenden (sera costapur F). Die Kegelfechterschnecken haben das ohne Probleme überstanden.
Unlängst habe ich sogar das Springen einer der Schnecken beobachten können. Ein Einsiedlerkrebs hatte sie wohl erschreckt. Bei youtube gibt es dazu ein schönes Video („Conch jumping around“ von derekcs005).
Es sind auf jeden Fall interessante Tiere und es ist bestimmt nicht verkehrt, in der Einfahrphase des Aquariums ein paar Exemplare einzusetzen und auch später drin zu lassen. Vielleicht lassen sich z.B. Rotalgenplagen von Anfang an vermeiden, wenn die Tierchen die erste „Brandherde“ vertilgen.

"Was ist das?"

keine