Anzeige
Fauna Marin GmbH Mrutzek Meeresaquaristik Aqua Medic BAS Osci Motion

Dunckerocampus boylei Breitband-Seenadel, Zebra-Seenadel

Dunckerocampus boylei wird umgangssprachlich oft als Breitband-Seenadel, Zebra-Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Alan Sutton, Tansania

Dunckerocampus boylei_in a cave at 36,2 meters on a wall_Tanzania 2022


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Alan Sutton, Tansania Alan Sutton. Please visit seaunseen.com for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
1206 
AphiaID:
218007 
Wissenschaftlich:
Dunckerocampus boylei 
Umgangssprachlich:
Breitband-Seenadel, Zebra-Seenadel 
Englisch:
Broad-banded Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Dunckerocampus (Gattung) > boylei (Art) 
Erstbestimmung:
Kuiter, 1998 
Vorkommen:
Bali, Indischer Ozean, Indonesien, Mauritius, Rotes Meer, Seychellen, Tansania, Timor-Leste, Tulamben 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
20 - 95 Meter 
Habitate:
Felsspalten, Küstengewässer, Meerwasser, Unterwasserhöhlen 
Größe:
bis zu 16cm 
Temperatur:
23,7°C - 27,8°C 
Futter:
Kammerlinge (Foraminiferen), Karnivor (fleischfressend), Krustentiere 
Aquarium:
~ 200 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-07-24 13:45:01 

Haltungsinformationen

Dunckerocampus boylei Kuiter, 1998

Dunckerocampus boylei kommt im Roten Meer, um Mauritius und um Indonesien vor, es wird aber vermutet, dass diese Seenadel im gesamten Indischen Ozean weit verbreitet ist.

Sie lebt in Küstenhöhlen und -spalten in Tiefen von 20 bis 95 Meter.

Der Artname "boylei" ehrt Bill Boyle, einem Unterwasser-Fischfotografen, der den australischen Fischkundler Rudie H. Kuiter auf die Art aufmerksam gemacht hat.

Die Seenadel ernährt sich von kleinen Krebstieren, die andere Fische besiedeln.

Diese Art ist ovovivipar, wobei die Männchen die Eier tragen und lebende Junge gebären.

Dunckerocampus boylei lebt recht versteckt und ist schwer an Futter zu bekommen, am Besten mit lebendem Futter wie großen Artemien und Mysis füttern.

Dunckerocampus boylei wurde lange Zeit mit Dunckerocampus dactyliophorus verwechselt.

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Rapid marine biodiversity assessment records 16 new marine fish species for Seychelles, West Indian Ocean (en). Abgerufen am 17.07.2022.
  3. seaunseen (en). Abgerufen am 31.08.2023.
  4. Wikipedia (en). Abgerufen am 13.01.2023.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

0 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen und mitreden!