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Odontonia bagginsi Partnergarnele, "Bilbo-Garnele"

Odontonia bagginsi wird umgangssprachlich oft als Partnergarnele, "Bilbo-Garnele" bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
11595 
AphiaID:
1258692 
Wissenschaftlich:
Odontonia bagginsi 
Umgangssprachlich:
Partnergarnele, "Bilbo-Garnele" 
Englisch:
Ascidian Partner Shrimp 
Kategorie:
Garnelen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Palaemonidae (Familie) > Odontonia (Gattung) > bagginsi (Art) 
Erstbestimmung:
de Gier & Fransen, 2018 
Vorkommen:
Indonesien, Molukken 
Meerestiefe:
0 - 27 Meter 
Größe:
bis zu 0,034cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Es liegen keine gesicherten Informationen vor, Schleim (Mucus), Schwebstoffe, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-06-29 12:19:16 

Haltungsinformationen

Schöner kann man es einfach nicht schreiben:

"In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit." Und in einer Röhre am Meeresgrund, da lebt ein Krebs. Dass dessen bevorzugter Wohnort an die Eröffnungsworte von J. R. R. Tolkiens Klassiker "Der Hobbit" denken lässt, ist aber nicht die einzige Parallele: Das Tier ist außerdem kleinwüchsig und hat stark behaarte Beine – Grund genug also für den Biologen Werner de Gier von der niederländischen Universität Leiden, die Spezies nach Bilbo Baggins (in der deutschsprachigen Ausgabe Bilbo Beutlin) Odontonia bagginsi zu benennen.

Der kaum einen Zentimeter lange Krebs gehört zur Familie der Felsen- und Partnergarnelen, deren Bezeichnung daher rührt, dass sie mit verschiedenen Tieren zusammenleben, ob als Symbionten, Parasiten oder einfach Untermieter. Bei O. bagginsi sind es Manteltiere, deren am Boden verwachsenes Exoskelett bewohnbare Hohlräume aufweist und denen man nicht ansieht, dass sie eigentlich nahe Verwandte der Wirbeltiere sind.
Da de Gier natürlich bei weitem nicht der einzige Tolkien-Fan unter Biologen ist, stellt der Krebs lediglich den jüngsten Neuzugang zu einem wachsenden Tolkien-Bestiarium dar. Unter anderem gibt es bereits den höhlenbewohnenden Weberknecht Iandumoema smeagol, die Echse Liolaemus smaug und die Spinne Ochyrocera ungoliant – die glücklicherweise erheblich kleiner ist als das Original aus Tolkiens Arda"

Danke für den wunderschönen Text an derStandard.de
https://www.derstandard.de/story/2000081209027/hobbit-held-bilbo-baggins-wird-namenspatron-einer-tierart

Wir bedanken uns ebenfalls sehr herzlich bei Dr. Charles Fransen, Naturalis Biodiversity Center, Leiden, Niederlande, der uns freundlicherweise einige Fotos dieser neuen Art zukommen ließ.

Diese kleine Partnergarnele wurde in einer solitären Seescheide in 27 Metern Wassertiefe entdeckt und aufgrund der sehr starken Beinbehaarung nach Bilbo Baggins (Beutlin) benannt, schön, dass es auch humorvolle Wissenschaftler gibt.

Neben der ebenfalls erstbeschriebenen Art Odontonia plurellicola gehören folgende weitere Arten der Gattung Odontonia an:

Odontonia compacta (Bruce, 1996)
Odontonia katoi (Kubo, 1940)
Odontonia maldivensis (Fransen, 2006)
Odontonia rufopunctata (Fransen, 2002)
Odontonia seychellensis (Fransen, 2002)
Odontonia sibogae (Bruce, 1973)
Odontonia simplicipes (Bruce, 1996)

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