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Haltungserfahrungen zu Corythoichthys intestinalis

Hier werden Haltungsinformationen und -erfahrungen von Benutzern gesammelt. Benutzer hinterlassen hier ihre Erfahrungen mit der Haltung und Pflege von Corythoichthys intestinalis in ihren Aquarien damit andere Benutzer die Möglichkeit bekommen gemachte Fehler zu vermeiden und die Haltungsbedingungen selbst zu verbessern.

Bitte helfen Sie mit, die Pflege und Haltung von Corythoichthys intestinalis zu verbessern in dem auch Sie Ihre Haltungserfahrung hier veröffentlichen. Ihre Angaben sollten dabei fundiert und verständlich formuliert sein.

Wenn Sie Fragen zu Corythoichthys intestinalis haben oder sich nur darüber unterhalten möchten, benutzen Sie bitte den Diskussionsbereich: Diskussion zu Corythoichthys intestinalis

Haltungserfahrungen unserer Benutzer

Ralph am 28.10.04#1
Zunächst einmal ist der Name "Liegende Seenadel" in ruhigen Aquarien (keine großen, schnellen Fische) irreführend: Die Tiere "kriechen" meist schlangengleich & fressenderweise umher. Gute Schwimmer sind sie zudem, d.h. schwimmen oftmals quer durchs Aquarium, um eine andere Seenadel zu "besuchen" bzw. Balz- oder Kampfspiele abzuhalten.

In meinem Becken gibts tausende max. 1mm-große bodenlebende asselförmige Krebse, sowie Flohkrebse, und wohl noch viele andere Arten unterhalb der Erkennbarkeit. Die Nadeln sieht man fast dauernd nicht erkennbares Futter einsaugen. Ab einer Futtergröße von etwa 0,5 mm scheint es, daß die Beute oft nicht verschluckt wird, sondern dann gerne auf den Nadeln rumspaziert (bis diese sich ihrer durch Schütteln entledigen). 2-stündlich wird automatisch Staubfutter ins Aquarium gegeben, sonst keine Nahrung. Davon ernähren sich unter anderem die Mini-Futter-Krebse!

Meiner Erfahrung nach sollte
1.) ausreichend Lebendfutter im Aquarium sein, damit die Nadeln unabhängig von einer Fütterung dauernd fressen können. Ihre Nahrung ist sehr klein & sie fressen ziemlich genießerisch, ich meine langsam ;)
2.) keine stressigen Mitbewohner vorhanden sein. Bei mir nur ein LSD-Fisch und diverse 3cm-Gobies. Erst dann entwickeln die Seenadeln ein natürliches Verhalten (in freier Natur können sie sich schließlich hinreichend ruhige Ecken suchen).
3.) mehrere Tiere gehalten werden. Nachdem ich meinen ersten beiden zwei zugesellt hatte, waren alle sofort aktiver, vor allem interessierter an allem. Die Tiere zeigen ein sehr komplexes Gruppenverhalten, und scheinen mir überhaupt "schlauer" als einem auf den ersten Blick scheint ;) Selten war ich so begeistert von Meerestieren!
mbb am 20.02.06#2
Geschlechtsunterschied: keiner

geschlechtswandel: nein
Onophrio am 04.09.08#3
Diese Tiere sind ausgesprochen anspruchsvoll. Kritische Punkte sind v.a.:

-> sehr transportempfindlich
-> fressen wenig auf einmal, dafür aber den ganzen Tag über
-> zarte und langsame Schwimmer, daher nichts für ein normales Riffbecken.

Mir ist bekannt dass diese Art erfolgreich in großen, alteingefahrenen (> 3 Jahre) Becken ohne aktivere Arten (Riffbarsche, Doktorfische etc. etc.) gehalten wird. Dort finden sie genug Kleingetier das sie den ganzen Tag über jagen. Allerdsings sind solche Becken eher die Ausnahme da in großen Becken normalerweise größere und schnellere Fische gehalten werden.

In einem kleinen Becken, das dann sowohl Sandfläche als auch Unterschlupf und Algenbewuchs (Chaetomotpha, Caulerpa) haben sollte, könnten C. intestinalis mit z.B. kleineren Seepferdchen und anderen liegenden Seenadeln vergesellschaftet werden.

Dort stellt sich aber das Futterproblem:
C. intestinalis hat definitiv ein zu kleines Maul um Lobstereier oder erwachsene Artemien oder gar Mysis zu fressen. Es müssen also Artemianauplien stets lebendig verfüttert werden.

Dabei entsteht folgendes Problem: Man müsste Artmien mehrmals täglich frisch ansetzen, um sie jeweils sofort nach dem Schlupf zu verfüttern, um einen Nährstoffgehalt zu garantieren. Ein paar Stunden hnach dem Schlupf haben die Artemien nur noch einen Nährstoffgehalt vergleichbar mit Sägespänen, die Seenadeln verhungern damit obwohl sie fressen.
Wir verfüttern 4 Tage alte Artemien, die vom 3. auf den 3. Tag mit Super Selco angereichert werden. Daber kommen die Artemien in frisches Wasser mit ca. 5 Tropfen SuperSelco (1:10 mit Wasser verdünnt) / Liter Wasser und werden 24 h beblubbert. Danach werden die Artemien abgesiebt und unter frischem Meerwasser abgespült, da die Seenadeln Artemien mit Selco oder ähnlichem anhaftendem verschmähen. Das Selco wird nur als Darminhalt der Artemien mit aufgenommen.

Von diesen Artemien wird dann dreimal pro Tag gefüttert, jeweils für mindestens eine Stunde muss dann die ohnehin schwache Strömung ausgeschaltet werden um die Artemien lange in Schwebe zu halten.

Das ist die Methode die am ehesten funktioniert, jedoch hatten wir auch schon einige Nadeln die selbst lebende Artemien verweigert haben und innerhalb von Tagen gestorben sind.

Also sollte sich der Käufer gut überlegen wie viel Aufwand ihm diese sehr hübschen und interessanten Tiere wert sind.




am 27.05.09#4
kann die Empfehlung nicht nachvollziehen. Halte mein Exemplar in einem sehr großen Riffbecken - ohne Probleme.
Onophrio am 17.08.09#5
f360mod,

das ist natürlich immer möglich, sobald ein Becken groß genug ist dass es selbst ständig Kleingetier erzeugt ist die Futter- und Fressproblematik erledigt, weil die Seenadeln wie in der Natur den ganzen Tag auf Streife gehen können und Kleinstgetier jagen. Ähnlich wie bei den Leierfischen.

Nur bei Becken kleiner bis normaler Größe mit Tendenz zu Überbesatz kommt es nicht zu einer ausreichenden Vermehrung von Copepoden IM Aquarium, und dann fängt die erwähnte Futterproblematik an.
ElenaSee am 14.10.11#6
Hallo, ich halte diese Seenadeln schon seit Jahren in meinem Schaubecken (www.seepferdchen-visselhoevede.de). Hier wohnen sie in einem Becken mit mittlerer Strömung und vielen Fischen - wie Lippfische, Doktoren und zeitweise sogar Kaisern. Es gibt sogar regelmäßig Paarungen und ausreichend Seenadelnachwuchs. Dieser Nachwuchs ist allerdings so winzig, dass er im Becken selbst keine Chance hat.
Die Seenadeln sind immer auf Suche nach Fressbarem und schlagen bei der Fütterung mit Frostmysis auch an und ab einmal zu.

Wichtig ist es nur, dass man bereits gesunde Seenadeln bekommt. Mit der Zeit gewöhnten sie sich bei mir fast alle auch an Frostfutter.
Deshalb halte ich sie in einem eingefahrenen Becken mit Kleinstlebewesen für gut haltbar. Alternativ fressen sie auch Artemia-Nauplien, die allerdings gut angereichert sein müssen.

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