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Chelmon rostratus Orangebinden-Pinzettfisch , Kupferbinden-Pinzettfisch

Chelmon rostratus wird umgangssprachlich auch als Orangebinden-Pinzettfisch oder Kupferbinden-Pinzettfisch bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten, vor allem wegen der Futteraufnahme. Es wird ein Aquarium von ca. 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.


Profilbild Urheber Chewbacca

Chelmon rostratus (C) Robin Gauff

Chelmon rostratus


Eingestellt von Chewbacca.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
91 
AphiaID:
218758 
Wissenschaftlich:
Chelmon rostratus 
Umgangssprachlich:
Orangebinden-Pinzettfisch , Kupferbinden-Pinzettfisch 
Englisch:
Banded Longsnout Butterflyfish, Beaked Butterflyfish, Beaked Coralfish, Breaked Coral Fish, Copperband Butterflyfish, Copperband Butterflyfish, Copper-banded Butterflyfish, Longnose Butterflyfish 
Kategorie:
Falterfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Chaetodontidae (Familie) > Chelmon (Gattung) > rostratus (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Andamanen und Nikobaren, Australien, Bali, Banggai-Inseln, Celebesesee, China, Great Barrier Riff, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kambodscha, Komodo, Malaysia, Mauritius, Okinawa, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Ost-Australien), Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Singapur, Sri Lanka, Sumatra, Taiwan, Thailand, Togian-Inseln, Vietnam 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 25 Meter 
Habitate:
Meerwasser 
Größe:
14 cm - 20 cm 
Temperatur:
24.7°C - 29.3°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Karnivor (fleischfressend), Krill (Euphausiidae), Lebendfutter, Mysis (Schwebegarnelen), Nahrungsspezialist 
Aquarium:
~ 1000 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-11-17 12:07:32 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Chelmon rostratus sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Chelmon rostratus interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Chelmon rostratus bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Chelmon rostratus, Linnaeus, 1758

Der Orangebinden-Pinzettfisch (Chelmon rostratus) ist eine Art aus der Familie der Falterfische. Er ist eine territoriale Fischart, der einzeln oder paarweise lebt. Durch seine Gestalt und Farbenpracht ist er begehrt in der Meerwasser Aquaristik.

Grundsätzlich sind diese Tiere Nahrungspezialisten, die sehr viel picken. Das sieht man schon an ihrem langen, spitzen Maul. Sie picken natürlich auch in Löchern.

Bei diesem wunderschönen Falter scheiden sich schon seit jeher die Geister der Aquarianer.
Manche halten ihn, manche halten ihn sogar lange, wiederum andere haben einen Todeskandiaten, der sich nicht auf Ersatzfutter umstellen lässt.
Er schwimmt eine Weile, magert dann ab, und ist dann irgendwann total entkräftet und stirbt.
Das sind dann die Tiere, die sich nicht an Frostfutter gewöhnen können.

Wir schätzen, dass von ca. 100 Tieren nach einem halben Jahr keine 10 Tiere mehr leben.
Das ist schon erschütternd, aber leider die Wahrheit.

Futterverweigerer
Frische Miesmuschel oder Austern in der Schale angeboten, eventuell nicht ganz geöffnete 2. Schale nur einen Schlitz geöffnet. Wichtig ist, die Muscheln nach dem Füttern wieder aus dem Aquarium entfernen wegen der Wasserwerte.

Frostfutter in einem Futterball anbieten.
Vor allem von der Gestalt her, scheint wurmänliches Futter gut anzukommen.

Was ihnen allen gleich ist, sie fressen kleine Röhrenwürmchen. Glasrosen werden bisweilen auch gefressen, aber man sollte sich nicht zu 100% darauf verlassen. Gerade wenn man den Fisch deswegen einsetzt, kann es passieren, dass die Glasrosen nicht einmal angeschaut werden.

Wir finden es wichtig, dass der Aquarianer sich schon beim Händler zeigen lässt, ob ein Tier wie der Chelmon rostratus an Ersatznahrung, also Frostfutter geht. Damit kann man schon viele Probleme ausschließen.

Vergesellschaftung
Vom Verhalten her, ist der Chelmon rostratus ein interessanter Fisch. Er ist kein Angsthase, sondern setzt sich in der Regel recht schnell durch und zeigt, dass er es verdient, in der Gemeinschaft des Aquariums mit zu schwimmen. Wenn die Futteraufnahme geklappt hat, ein wenig krankheitsanfälliger Fisch.

Korallen werden in der Regel in Ruhe gelassen. Ausnahmen wird es auch hier geben, aber die sind unseres Erachtens nach eher verschwindend gering.

Die Paarhaltung ist zwar einige wenige Male gelungen, aber auch nicht die Regel.
Setzen Sie das falsche Tier dazu, wird das alteingesessene Tier versuchen, das neue Tier zu zerlegen.

Vergesellschaftungsproblem
Aufgrund des ähnlichen Aussehns sollte eine Vergesellschaftung mit Parachaetodon ocellatus verzichtet werden.

Achtung
Chelmon rostratus kann immer wieder am weichen Gewebe von Tridacna-Muscheln picken, was sogar zum Absterben der Muschel führen kann, da sich die Muschel gar nicht mehr öffnet!

Synonyme:
Chaelmo rostratus (Linnaeus, 1758)
Chaetodon enceladus Shaw, 1791
Chaetodon rostratus Linnaeus, 1758
Chelmo rostratus (Linnaeus, 1758)
Chelmon lol Montrouzier, 1857

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

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Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. YouTube Video (de). Abgerufen am 12.12.2020.



Bilder

Paar

Copyright Anders Poulsen, colours.dk
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Allgemein

Chelmon rostratus (C) Robin Gauff
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copyright Johnny Jensen, Dänemark
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 Chelmon rostratus - Orangebinden-Pinzettfisch
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Chelmon rostratus - Orangebinden-Pinzettfisch oder Kupferbinden-Pinzettfisch
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Erfahrungsaustausch

am 21.12.25#66
Mein Chelmon ist jetzt seit gut 14 Jahren bei mir, langsam scheint seine Zeit zuende zu gehen, er magert nun langsam ab obwohl er gut frisst. Hatte damals ein Paar bekommen, die schwammen beim Händler einträchtig zusammen. Nach dem Einzug in mein Becken (damals 1500 L) gab es Prügel von den Hawaii Docs, das legte sich nach ca. 1 Woche. Danach ging der Stress aber erst richtig los, der größere Chelmon attakierte den kleineren. Konnte den kleineren glücklicherweise nachts erwischen und separieren. Habe ihn erstmal aufgepäppelt und dann zum Händler zurück gebracht. Mein Chelmon hat jegliche Korallen etc. in Ruhe gelassen, frisst aber wie wild alle Sorten Frostfutter und natürlich Glasrosen. Er klaut auch gerne große Futterbrocken aus den Anemonen und lässt sich auch von den Anemonenfischen dabei nicht groß stören. Ein echt verfressenes Stück...Pellets etc. hat er nie angerührt, steht zwischen den anderen Fischen und wundert sich was die da machen.
Ich hatte ca. 1 Jahr nach dem Einsetzen Probleme mit dem Chelmon, plötzlich magerte er ab und kotete weißlich. Habe dann rote Mückenlarven 24 Std. in Preis Coly eingeweicht, diese in einen groben blauen Filterschwamm gerieben und das dann ins Becken gehängt. Der Chelmon hat sich dann aus den Poren das Futter rausgeholt und war nach ca. 2 Wochen wieder fit. Seitdem steht er gut im Futter und hat 2 Umzüge mitgemacht, lebt nun 2200 L. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass die Tiere bereits beim Händler fressen und gut genährt sind. Ein dicker Bauch ist gar nicht mal so wichtig, die Reserven liegen bei diesen Fischen über der Gräte im Rücken. Der Rücken muss schön rund und breit sein.
am 18.12.23#65
Chelmon Rostratus man sollte sich gut überlegen ob man den halten möchte! Meiner hat anscheinend ein Abkommen mit dem Navarchus. Diese hat die Macke dass er am Abend alle Schnecken von der Scheibe Pickt. Wenn die dann verkehrtherum im Sand liegen kommt der Chelmon zum Zuge . Wenn er ordentlich Kohldampf hat frisst er fast alles! Artemias füttere ich aber keine mir ist dieses (Frost)Futter suspekt !
am 28.12.22#73
ich hab meinen chelmon jetzt seit knapp einem halben Jahr in meinem 400l becken.

Ich hatte probleme ihn an frostfutter zu gewöhnen, obwohl er beim vorigen Besitzer angeblich Futterfest war.

Ein Tipp der mir zunächst komisch vorkam brachte dann Aber erfolg: Die Chelmon wollen angeblich sehen wass sie Fressen. Also habe ich anstelle von Futtermix, wo die mysis oftmals geschreddert sind ganze (frostfutter) mysis gefüttert und ausschließlich die hat er dann gefressen.

Macht euch aber nicht verrückt, wenn das etwas Zeit braucht. Die ersten paar wochen ist er bei mir fast schon apatisch die scheibe hoch und runter geschwommen und ich dachte ich verliere ihn.
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