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Hermodice carunculata Bart-Feuerborstenwurm

Hermodice carunculata wird umgangssprachlich oft als Bart-Feuerborstenwurm bezeichnet.


Profilbild Urheber Silke Baron (flickr prilfish), Austria

Bristle worms - Hermodice carunculata, Malta 2015


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Silke Baron (flickr prilfish), Austria Silke Baron (flickr prilfish),Vienna, Austria. Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
950 
AphiaID:
129831 
Wissenschaftlich:
Hermodice carunculata 
Umgangssprachlich:
Bart-Feuerborstenwurm 
Englisch:
Bearded Fireworm, Bearded Fire Worm 
Kategorie:
Würmer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Annelida (Stamm) > Polychaeta (Klasse) > Amphinomida (Ordnung) > Amphinomidae (Familie) > Hermodice (Gattung) > carunculata (Art) 
Erstbestimmung:
(Pallas, ), 1766 
Vorkommen:
Ascencion, St. Helena & Tristan da Cunha, Azoren, Bahamas, Barbados, Belize, Brasilien, Fidschi, Florida, Golf von Mexiko, Hawaii, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Jamaika, Kanarische Inseln, Karibik, Kolumbien, Kuba, Madeira, Malta, Mexiko (Ostpazifik), Mittelmeer, Niederländische Antillen, Nordsee, Ost-Atlantik, Ost-Pazifik, Panama, Puerto Rico, Rotes Meer, USA, West-Afrika, West-Atlantik, West-Pazifik, Westlicher Indischer Ozean, Zentral-Pazifik 
Meerestiefe:
3 - 109 Meter 
Größe:
bis zu 30cm 
Temperatur:
18°C - 26°C 
Futter:
Aas, Kadaver, Karnivor (fleischfressend), Nesseltiere, Räuberische Lebensweise, Seeigel, Seesterne 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-10-20 18:15:25 

Haltungsinformationen

Hermodice carunculata (Pallas, 1766)

Der Bart-Feuerborstenwurm ist, im Gegensatz zu den kleinen, weit verbreiteten und nützlichen Borstenwurmarten, ein echter Schädling, besonders an Korallen.

Er wird 30 cm lang und dabei fingerdick. Er ist vom Mittelmeer bis hin zu den tropischen und subtropischen Teilen diese Erde verbreitet und kommt in verschiedenen Habitaten (wie z.B. Seegraswiesen, Schlammböden und Korallenriffen) vor.

Fühlt sich ein Feuerborstenwurm bedroht, stellt er seine Stacheln auf. Achtung! Borsten dringen auch in menschliche Haut ein, brechen ab und verursachen brennende Schmerzen, rötung und lokale Schwellung!

Deshalb Vorsicht! Feuerborstenwürmer sind Räuber und sehr robust. Meist schleppt man sie sich über den Kauf von Lebenden Steinen ein. Sie ernähren sich von verschiedenen kleinen Wirbellosenarten, bis hin zu Schlangensternen.

Noch lieber scheint der Feuerborstenwurm jedoch Nesseltiere zu fressen – hierbei nicht nur Korallen, sondern auch Anemonen! Isralische Wissenschaftler fanden übrigens heraus, dass der Feuerborstenwurm ein Bakterium überträgt, welches das bekannte Ausbleichen von Korallen verursachen kann.

Der Feuerborstenwurm ist, im Gegensatz zu vielen anderen Würmern, auch tagaktiv. Kein Wunder – er ist so wehrhaft, dass er vor potentiellen Fressfeinden wie z.B. Fischen kaum Angst haben muss. Trotzdem wird das Vorhandensein dieses Wurmes oft erst dann bemerkt, wenn Tiere verschwinden und Korallen Schädigungen aufweisen.

Wir können nur raten, diesen aus dem Aquarium zu entfernen! Gelingt es nicht, den Wurm auf die eine oder andere Weise herauszufangen, bleibt bei dieser Art oft nichts weiter übrig, als das ganze Becken ausräumen.

Synonyme:
Amphibranchus didymobranchiatus (Baird, 1864) (recombination of subjective synonym)
Amphibranchus occidentalis Kinberg, 1867 (subjective synonym)
Amphinome carunculata (Pallas, 1766) (superseded subsequent combination)
Amphinome didymobranchiata Baird, 1864 (reduced to variety rank; subjective synonym)
Aphrodita carunculata Pallas, 1766 (basionym)
Hermodice didymobranchiata (Baird, 1864) (recombination of subjective synonym)
Hermodice nigrolineata Baird, 1868 (subjective synonym)
Millepeda marina amboinensis Seba, 1734 (pre Linnaean name as subjective synonym)
Nereis gigantea Linnaeus, 1758 (based by Linnaeus on Seba's illustration which is of an amphinomid)
Pleione carunculata (Pallas, 1766) (superseded recombination)
Terebella carunculata (Pallas, 1766) (superseded recombination)

Weiterführende Links

  1. Bauanleitung Wurmfalle (de). Abgerufen am 19.08.2020.
  2. Marine Species Identification Portal (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  3. Reefvid (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  4. Wikipedia (de). Abgerufen am 16.10.2021.

Bilder

Juvenil (Jugendkleid)


Allgemein

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Erfahrungsaustausch

am 21.02.21#2
Bei mir kam er in der leeren Hülle eines Kalkröhrenwurms ins Becken, das als Ablegerbecken eingerichtet ist. Zuerst fand ich ihn nett, habe ihn Borsti-Horsti genannt und war entschlossen ihn zu behalten. Er war Tag- und nachtaktiv und überhaupt nicht scheu, das fand ich gut aber auch schon seltsam. Dann verschwanden meine kleinen Nassarius Schnecken, die sollten den bodengrund durcharbeiten. Dann verschwand der Ableger Rhodactis howesii und ich bin auf die Suche gegangen. UND Borsti-Horsti hatte sich die Rhodactis fein reingezogen in den Stein wo er wegen der vielen Gänge wohnte und halb zerkaut. Am Stein bzw. in den Gängen hing er und ich sah die roten Streifen seitlich, die Glieder schimmerten wie Perlmutt, und hey, die Borsten waren sehr dominant. So leid es mir tat, ich habe ihn rausgeholt, und gemessen... uh-oh Zusammenzogen war er schon 10 cm lang....also leider kein Zuhause in meinem Becken.
am 11.04.06#1
Habe diesen mit Nest unter einem Stein einer Scheibenanemone entdeckt sofort diesen in Betaisadona Lösung gebadet und mit einer Pinzette diesen dann entfernt. Danach bürstete ich den Stein noch gut ab. Wobei dieser Wurm auch eine sehr lange Zeit an der Luft überleben kann. Hatte in laufe der Zeit bereits einige Garnelen und meinen jungen Seestern verspeist. Sofortiges Handeln ist notwendig bei Entdeckung.
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Was ist das?

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