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Periclimenes brevicarpalis Pfauenaugen-Anemonengarnele

Periclimenes brevicarpalis wird umgangssprachlich oft als Pfauenaugen-Anemonengarnele bezeichnet. Die Haltung gilt als mittelschwer. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen.



Steckbrief

Wissenschaftlich:
Periclimenes brevicarpalis 
Umgangssprachlich:
Pfauenaugen-Anemonengarnele 
Englisch:
Pacific Clown Anemone Shrimp or Peacocktail Anemone Shrimp 
Kategorie:
Garnelen 
Synonyme:
  • Ancylocaris brevicarpalis (Schenkel, 1902)
  • Ancylocaris hermitensis (Rathbun)
  • Harpilius latirostris (Lenz, 1905)
  • Palaemonella aberrans (Nobili, 1904)
  • Palaemonella amboinensis (Zehntner, 1894)
  • Periclimenes hermitensis (Rathbun, 1914)
  • Periclimenes potina (Nobili, 1905)
 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Palaemonidae (Familie) > Periclimenes (Gattung) > brevicarpalis (Art) 
Erstbestimmung:
(Schenkel, 1902) 
Vorkommen:
Australien, Indonesien, Marshallinseln, Rotes Meer 
Größe:
3 cm - 4 cm 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Mysis (Schwebegarnelen) 
Aquarium:
~ 100 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
mittel 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Periclimenes aesopius
  • Periclimenes affinis
  • Periclimenes agag
  • Periclimenes akiensis
  • Periclimenes albatrossae
  • Periclimenes alcocki
  • Periclimenes aleator
  • Periclimenes alegrias
  • Periclimenes amboinensis
  • Periclimenes americanus
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
zuletzt bearbeitet:
2007-04-08 10:40:53 

Haltungsinformationen

Diese Garnele fühlt sich mit einer Anemone (PARTNERGARNELE) am wohlsten.
Es gibt allerdings auch Tiere, die, obwohl eine Anemone im Aquarium angeboten wird, diese verschmähen.
In kleinen oder sehr ruhigen Aquarien ist das sehr wahrscheinlich.
Diese Garnelen leben dann ohne Partner oder in der Nähe einer Koralle.
Im Freiland: einzeln, paarweise oder gar in Gruppen!
Diese Tiere sind zur Vergesellschaftung im Aquarium, zumindst bei uns, weniger geeignet.
Wir haben ein zweites Tier nachgesetzt, welches sofort vom Alttier vertrieben wurde.
Hier wären mehr Erfahrungen von anderen Aquarianern von Nöten, um eine Aussage zu treffen.

Es handelt sich hierbei um eine Partnergarnele, die in Partnerschaft mit einer Anemone lebt.
Die Garnelen sind gegen das Nesselgift der Anemonen immun.
Wohnen mehrere Garnelen in einer Anemone, gibt es unter den Tieren eine Art Hierarchie (Rangordnung).
In unserem Aquarium nimmt die Garnele, wie man sieht, auch eine Euphylia paradivisa als Ersatz-Partner an.
Ebenso gibt es Beobachtungen, dass sie andere grosspolypige Steinkorallen als Ersatz animmt.
Hierzu gehören auch Trachyphylia-Arten.
Im Meer bevorzugt diese Garnele die Anemone Cryptodendrum adhaesivum.
Aufpassen sollte man, wenn man grössere Fische hat, es kann durchaus passieren, dass manche Fische diese kleinen Garnelen als Futter ansehen!



Bilder

Larve


Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

Daala am 16.04.13#4
Mit ziemlicher Sicherheit stimme ich zu, dass diese Garnele zumindest auf Blasenanemonen als „Schädling“ aktiv wird.

Erst werden die Tentakel mit den Scheren abgetastet, angesetzt und mit einer Ruckbewegung des ganzen Körpers, wird ein Stück Fleisch entfernt. Auch abgetrennte Tentakelstücke liegen ab und an auf dem Boden neben der Anemone. Ich füttere täglich Frost- oder Granulatfutter mit der Pipette direkt in die Anemone, also kann der nahende Hungertod sie nicht dazu treiben. Bei anderen Periclimenes Arten konnte ich dieses Verhalten nicht beobachten.

Ralph am 18.01.08#3
Noch ein Nachtrag:
Selbst wenn ich mal ein paar Tage nichts extra füttere und der Magen der Garnele so gut wie leer erscheint, geht sie nicht an irgendwelche Cnidarier.

Allerdings konnte ich heute beobachten, dass sie (tw. erfolgreich) versucht, das von den Lederkorallen gefangene Staubfutter aus deren Polypen zu holen.
Ansonsten jagt sie auch erfolgreich diese asselförmigen 2mm-Amphipoden - bevorzugt an der Scheibe. Die P. brevicarpalis "lauert" bis zum passenden Augenblick und schnappt sich dann das Krebschen. Erstaunlich, wie sie sich an den kleinsten Erhebungen (Mini-Napfschnecken) festklammert bei einer Wasserumwälzung von 60-fach!

Alles in allem ein Fressverhalten, das kaum auf Parasitismus hindeutet. Aber womöglich hat auch jede Garnele ihren eigenen Charakter :o)
Ralph am 01.10.07#2
Hatte bis heute 2 dieser Garnelen in meinem Aquarium, jede in ihrer "eigenen" Lobophytum-Lederkoralle. Die recht kleinen Lederkorallen sind auch trotz der Krabbler meist offen. Wenns dann ein Stück Futterflocke gab, kamen die Garnelen raus bzw. gingen auch manchmal auf Amphipoden-Jagd :o)

Leider hat die grössere (obwohl gleichzeitig eingesetzt) alle paar Wochen der kleineren eine Schere oder Beine abgezwickt. Das führte seit dem letzten Angriff vor 2 Tagen wohl zu einer Infektion bei der einen, welche heute morgen tot im Becken lag...

Mit ziemlicher Sicherheit kann ich sagen, dass die Garnelen nicht an den Lederkorallen rumgefressen haben. Wiewohl sie auch (fast) täglich von mir was zum Futtern gereicht bekamen. Andererseits schmecken ihnen wohl auch Amphipoden - d.h. bei mir verhalten/verhielten sie sich wie "ganz normale Garnelen", nicht irgendwie parasitär.

Wollte meine brevicarpalis nur mal in Schutz nehmen *grinz*
Grüssle an Robert!
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