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Ancylocaris brevicarpalis Pfauenaugen-Anemonengarnele

Ancylocaris brevicarpalis wird umgangssprachlich oft als Pfauenaugen-Anemonengarnele bezeichnet. Die Haltung gilt als mittelschwer. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
853 
Wissenschaftlich:
Ancylocaris brevicarpalis 
Umgangssprachlich:
Pfauenaugen-Anemonengarnele 
Englisch:
Pacific Clown Anemone Shrimp or Peacocktail Anemone Shrimp 
Kategorie:
Garnelen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Palaemonidae (Familie) 
Erstbestimmung:
Schenkel, 1902 
Vorkommen:
Andamanensee, Australien, Bahrain, Caroline-Atoll, China, Hong Kong, Indonesien, Japan, Komoren, Korea, Madagaskar, Marshallinseln, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Neukaledonien, Nördliche Mariannen, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland, Rotes Meer, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Sri Lanka, Taiwan 
Meerestiefe:
1 - 5 Meter 
Größe:
3 cm - 4 cm 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Fischeier, Flockenfutter, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Frostfutter (große Sorten), Invertebraten (Wirbellose), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 100 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
mittel 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-01-26 09:14:26 

Haltungsinformationen

Diese Garnele fühlt sich mit einer Anemone (PARTNERGARNELE) am wohlsten.
Es gibt allerdings auch Tiere, die, obwohl eine Anemone im Aquarium angeboten wird, diese verschmähen. In kleinen oder sehr ruhigen Aquarien ist das sehr wahrscheinlich.
Diese Garnelen leben dann ohne Partner oder in der Nähe einer Koralle.
Im Freiland: einzeln, paarweise oder gar in Gruppen! Diese Tiere sind zur Vergesellschaftung im Aquarium, zumindst bei uns, weniger geeignet.
Wir haben ein zweites Tier nachgesetzt, welches sofort vom Alttier vertrieben wurde.
Hier wären mehr Erfahrungen von anderen Aquarianern von Nöten, um eine Aussage zu treffen.

Es handelt sich hierbei um eine Partnergarnele, die in Partnerschaft mit einer Anemone lebt.Die Garnelen sind gegen das Nesselgift der Anemonen immun.
Wohnen mehrere Garnelen in einer Anemone, gibt es unter den Tieren eine Art Hierarchie (Rangordnung). In unserem Aquarium nimmt die Garnele, wie man sieht, auch eine Euphylia paradivisa als Ersatz-Partner an. Ebenso gibt es Beobachtungen, dass sie andere grosspolypige Steinkorallen als Ersatz animmt.
Hierzu gehören auch Trachyphylia-Arten.

Im Meer bevorzugen diese Garnelen :
Stichodactyla gigantea
Stichodactyla haddoni
Heteractis magnifica
Heteractis crispa
Cryptodendrum adhaesivum
Entacmea quadricolor
Macrodactyla doreensis
Phymanthus sp.

Aufpassen sollte man, wenn man grössere Fische hat, es kann durchaus passieren, dass manche Fische diese kleinen Garnelen als Futter ansehen!

Synonymised names
Ancylocaris hermitensis (Rathbun)
Harpilius latirostris Lenz, 1905
Palaemonella aberrans Nobili, 1904
Palaemonella amboinensis Zehntner, 1894
Periclimenes brevicarpalis (Schenkel, 1902)
Periclimenes hermitensis Rathbun, 1914
Periclimenes potina Nobili, 1905

Bilder

Larve


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Haltungserfahrung von Benutzern

Elisabeth am 27.04.18#5
Von September 2017 bis März 2018 lebte mein Pärchen friedlich mit verschiedenen Entacmaea quadricolor zusammen.
Seit einem Monat beobachtet ich, daß diese vermehrt angegriffen wurde. Die Quadricolor hatten sich auf kleine Exemplare geteilt und wurden zuletzt bis auf die Anemonenscheibe reduziert. Außerdem haben die Garnelen meine Seefeder angefressen und in den Stamm gezwickt, daß man die V-förmigen Male sehen konnte.

Ich fürchte meine Seefeder wird es nicht schaffen.

Jetzt habe ich die Garnelen in mehrere Phymanthus crucifer umgesiedelt.

Ich bin der Meinung, daß das Verhalten auf Nahrungsmangel zurück zu führen ist.

Vermutlich ernähren sich die Garnelen vom Futter und den Ausscheidungen der Anemonen. Wenn die Anemonen nicht ausreichend gefüttert werden ist dann mit dem Verhalten zu rechnen.
Für meine kleinen Quadricolor war die Belastung zu groß.

VG
Elisabeth



Daala am 16.04.13#4
Mit ziemlicher Sicherheit stimme ich zu, dass diese Garnele zumindest auf Blasenanemonen als „Schädling“ aktiv wird.

Erst werden die Tentakel mit den Scheren abgetastet, angesetzt und mit einer Ruckbewegung des ganzen Körpers, wird ein Stück Fleisch entfernt. Auch abgetrennte Tentakelstücke liegen ab und an auf dem Boden neben der Anemone. Ich füttere täglich Frost- oder Granulatfutter mit der Pipette direkt in die Anemone, also kann der nahende Hungertod sie nicht dazu treiben. Bei anderen Periclimenes Arten konnte ich dieses Verhalten nicht beobachten.

Ralph am 18.01.08#3
Noch ein Nachtrag:
Selbst wenn ich mal ein paar Tage nichts extra füttere und der Magen der Garnele so gut wie leer erscheint, geht sie nicht an irgendwelche Cnidarier.

Allerdings konnte ich heute beobachten, dass sie (tw. erfolgreich) versucht, das von den Lederkorallen gefangene Staubfutter aus deren Polypen zu holen.
Ansonsten jagt sie auch erfolgreich diese asselförmigen 2mm-Amphipoden - bevorzugt an der Scheibe. Die P. brevicarpalis "lauert" bis zum passenden Augenblick und schnappt sich dann das Krebschen. Erstaunlich, wie sie sich an den kleinsten Erhebungen (Mini-Napfschnecken) festklammert bei einer Wasserumwälzung von 60-fach!

Alles in allem ein Fressverhalten, das kaum auf Parasitismus hindeutet. Aber womöglich hat auch jede Garnele ihren eigenen Charakter :o)
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