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Emblemaria pandionis Segelflossen-Blenny

Emblemaria pandionis wird umgangssprachlich oft als Segelflossen-Blenny bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
849 
AphiaID:
280653 
Wissenschaftlich:
Emblemaria pandionis 
Umgangssprachlich:
Segelflossen-Blenny 
Englisch:
Sailfin Blenny 
Kategorie:
Hechtschleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Chaenopsidae (Familie) > Emblemaria (Gattung) > pandionis (Art) 
Erstbestimmung:
Evermann & Marsh, 1900 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Aruba, Bahamas, Barbados, Belize, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Florida, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Haiti, Honduras, Jamaika, Kuba, Martinique, Montserrat, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, Turks- und Caicosinseln, Venezuela, West-Atlantik  
Meerestiefe:
1 - 30 Meter 
Größe:
4 cm - 5 cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Krill (Euphausiidae), Lobstereier, Mysis (Schwebegarnelen), Staubfutter 
Aquarium:
~ 100 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-11-16 13:53:53 

Haltungsinformationen

Evermann & Marsh, 1900

Ein ab und zu in den Handel kommender Hechtschleimfisch, der anfangs oft recht scheu zu sein scheint. Hält sich gerne in einer Art "Wohnung" auf, die nur unwesentlich grösser ist, als er selber. Oft sind das leeere Einsiedlerhäuschen oder Schneckenhäuschen.

Sie leben in klarem, flachem Wasser an felsigen Ufern und in Korallenriffen bis max. 30m. Es wird oft beobachtet, dass sie in verlassenen Wurmlöchern, in Spalten und Löchern von Korallenresten leben. Dieser Blenny ruht aufgestützt auf seine länglichen Bauchflossen in seiner Behausung. Es ist eine schüchterne Art, die den Schutz seine Loches Lochs nur für kurze Zeit verlässt.

Männchen nur eines einsetzen, ausser das Becken ist sehr groß, so das sie sich aus dem Weg gehen können. Mehrere Weibchen scheint ohne Probleme zu gehen.

Der Segelflossen-Blenny ist ein Fleischfresser, der sich von kleinen Wirbellosen und Plankton ernährt. Er frißt Copepoden, Amphipoden, Isopoden, Decapoden, Stomatopoden, Mysis und andere kleine Krustentiere.

Frisst schnell alles an angebotenen Futter! Bleibt in Becken mit vielen grossen Fischen scheu, in kleinen Becken mit zarten Fischbesatz sieht man ihn dagegen oft.

Diese Tiere zeigen einen sexuellen Dimorphismus, d.h. Männchen und Weibchen kann man deutlich unterscheiden.

Weibchen haben eine hellbraune Farbe mit kleinen blassen Flecken und dunkleren Flecken. Der Kopf ist fleckig und der Körper weist vereinzelt unregelmäßige Streifen und Balken auf. Die Rückenflosse hat diagonal unterbrochene dunkle und helle Linien im vorderen Bereich. Die Schwanzflosse ist farblos.

Männchen sind in der Regel dunkler mit einem schwarzen Kopf und Körper. Sie haben ungefähr 14 unregelmäßige blaue Flecken auf jeder Seite entlang der Basis der Rückenflosse. Die Lippen und der untere Teil des Kopfes haben perlmuttartige Flecken. Die Brustflosse ist farblos. Die Rückenflosse hat im Allgemeinen die gleiche Färbung wie der Körper mit unregelmäßigen Bändern, die diagonal nach unten am hinteren Teil abfallen. Es gibt auch dunklere Bänder vorn an der Rückenflosse. Die Afterflosse ist dunkel mit weißen Spitzen auf den weichen Strahlen. Es gibt keine weißen Spitzen an den Analstacheln. Männchen haben darüber hinaus eine hellere gesprenkelte Färbung, wenn sie gestört werden.

Junge Segelflossen-Blennys sind strohfarben mit vereinzelten kleinen Flecken und dunklen Flecken.

Tagsübert stellt der männliche Emblemaria pandionis oft seine große Rückenflosse mehrmals auf und ab bewegt, bevor er sich in sein Loch zurückzieht. Bis zu 1.100 "Flaggen" pro Tag wurden bei dieser Art dokumentiert. Es wird vermutet, dass diese Aktivität sowohl mit der Werbung um Weibchen als auch mit der Verteidigung von Territorien gegen andere Segelflossen-Blennys zusammenhängt. Über die Fortpflanzung bei dieser Art ist bisher wenig bekannt.

Der Segelflossen-Blenny hat aufgrund seiner geringen Größe viele potenzielle Freßfeinde, zB. den Riffkalmars (Sepioteuthis sepioidea).

Bilder

Männlich

1
1
1

Weiblich

1
1

Allgemein

1

Erfahrungsaustausch

Muelly am 26.10.18#6
Mein Blenny lebt in einem größeren Schneckenhaus. Er war nach dem Einsetzen nicht besonders scheu oder ängstlich und hat nach kurzer Eingewöhnungszeit, die letzte Scheu noch abgelegt. Er ist wirklich sehr standorttreu. Ab und zu wird fleißig mit der großen Rückenflosse Signal gegeben "komm nicht näher". Der kleine Blenny frisst vom ersten Tag an problemlos, was in unmittelbarer Nähe seines Schneckenhauses vorbeischwimmt. Dabei nimmt er sowohl Frost- als und Trockenfutter. Weit herum schwimmen sieht man ihn nie. "Springfreudig" kann ich bei mir nicht feststellen. Sehr Selbstbewußt, obwohl recht klein, kann ich bestätigen. Bei mir ein absolut unkomplizierter Schleimi.
sasori am 07.09.11#5
Mein Blenny haust in einem grossem Schneckenhaus (siehe Bilder oben). Er ist sehr standorttreu, sitzt immer dort drin und beobachtet alles. Witzig sind seine "Chamäleonaugen". Bei Artemia und Fischeiern ist er begeistert und visiert seine Beute genau an und schnappt es sich, dabei verlässt er das Schneckenhaus nie. Ist er ängstlich, zieht er sich komplett in das Häuschen zurück. Er ist aber springfreudig, beim angleichen sprang er im Eimer herum. Sehr drolliges Tier, dass meiner Meinung nach sehr unkompliziert ist. Habe ihn direkt an der Frontscheibe platziert wo er immer zu sehen ist.
steibk86 am 11.07.10#4
Soweit ich weiß (Artikel von Joachim Großkopf zur Geschlechtererkennung bei Meerwasserfischen), sind die Männchen deutlich dunkler gefärbt als die Weibchen und der charakteristische Rückenflossenkamm ist auffallend größer. Kann mir aber auch gut vorstellen, dass es sich dabei nur um Momentaufnahmen handelt und die Tiere durchaus Geschlechter wechseln können...?

Halte - vermutlich - ein Männchen, bin noch auf der Suche nach einem Partner. Der E. pandionis ist bei mir ebenfalls sehr selbstbewusst, bei seiner Wohnhöhle wechselt er zwischen einer kleinen Tonröhre und diversen Schneckenhäusern. Er ist kaum einzuschüchtern, bei der Fütterung sucht er sich gezielt die größten Brocken aus und verschlingt sie auch! Sehr gefräßig das kleine Kerlchen.

Achtung, springt gerne! Vor allem wenn das Wasser im Sommer zu warm wird und er gestresst wird.30 Liter erscheinen mir persönlich zu wenig, hin und wieder schwimmt er doch ganze Stücke - da gibt es andere Fische (Trimma und Eviota spp.), die viel ortstreuer sind.
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