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Calamus calamus Grossaugen-Meerbrasse

Calamus calamus wird umgangssprachlich oft als Grossaugen-Meerbrasse bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
7575 
AphiaID:
159242 
Wissenschaftlich:
Calamus calamus 
Umgangssprachlich:
Grossaugen-Meerbrasse 
Englisch:
Saucereye Porgy 
Kategorie:
Meerbrassen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Sparidae (Familie) > Calamus (Gattung) > calamus (Art) 
Erstbestimmung:
(Valenciennes, ), 1830 
Vorkommen:
Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Brasilien, Cayman Inseln, Dominikanische Republik, Französisch-Guayana, Golf von Mexiko, Guadeloupe, Guatemala, Haiti, Jamaika, Karibik, Kolumbien, Kuba, Mexiko (Ostpazifik), Nicaragua, Niederländischen Antillen, Panama, Puerto Rico, Süd-Amerika, Suriname, USA, Venezuela 
Meerestiefe:
1 - 75 Meter 
Größe:
30 cm - 56 cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Detritus, Debris (totes organisches Material), Einsiedlerkrebse, Garnelen, Invertebraten (Wirbellose), Krabben, Muscheln (Mollusken), Räuberische Lebensweise, Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Seesterne, Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Calamus acanthochlamys
  • Calamus acanthophyllus
  • Calamus acanthospathus
  • Calamus acaulis
  • Calamus acidus
  • Calamus acuminatus
  • Calamus adspersus
  • Calamus aidae
  • Calamus albidus
  • Calamus albus
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-04-19 17:38:29 

Haltungsinformationen

(Valenciennes, 1830)

Diese große Meerbrasse gehört nicht in Heimaquarien.

Adulte Fische leben in korallenreichen Riffen bis in eine Tiefe von 1 bis 75 Meter und ernähren sich carnivor von verschiedenem Zoobenthos.

Juvenile Tiere sind durch einen ausgedehnten gelben Farbüberzug von der Stirn bis zur hinteren Rückenflosse identifizierbar, sie halten sich bevorzugt in Thalassia-Seegrasbetten über einem sandigen Umfeld auf.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonym:
Pagellus calamus Valenciennes, 1830

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Sparidae (Family) > Calamus (Genus)

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

AndiV am 12.10.14#2
Dear Alyenna ,

thank you, I corrected this

Andreas

Liebe Grüße

Andreas
Alyenna am 12.10.14#1
Calamus calamus porgy is evidently still considered to be a "goatfish". Shouldn't it follow Acanthopagrus l. and join the members of its real family?
2 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Calamus calamus

spacediver am 07.02.17#1
Fehler im Namen: Grossaugen-Meerbarbe?
Da es sich um eine Meerbrasse handelt, wäre Grossaugen-Meerbrasse wohl zutreffender.
vgl. de.wikipedia.org
In EOL und Fishbase ist leider keine deutsche Bezeichnung hinterlegt.
Bitte prüfen und ggf. korrigieren.

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Calamus calamus