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Dactyloptena orientalis Orientalischer Flughahn

Dactyloptena orientalis wird umgangssprachlich oft als Orientalischer Flughahn bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
423 
Wissenschaftlich:
Dactyloptena orientalis 
Umgangssprachlich:
Orientalischer Flughahn 
Englisch:
Flying Gurnard, Helmet Gurnard , Oriental Flying Gurnard 
Kategorie:
Flug-Knurr-Hähne 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Scorpaeniformes (Ordnung) > Dactylopteridae (Familie) > Dactyloptena (Gattung) > orientalis (Art) 
Erstbestimmung:
(Cuvier, ), 1829 
Vorkommen:
Afrika, Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Australien, Australinseln (Tubuai-Inseln und Bass-Inseln), Bahrain, Bali, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Chagos-Archipel, China, Cookinseln, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Flores, Französisch-Polynesien, Golf von Oman / Oman, Guam, Hawaii, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Israel, Japan, Java, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kenia, Komoren, Korea, Kuwait, La Réunion, Linieninseln, Lombok, Lord Howe Insel, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marquesas-Inseln, Mauritius, Mayotte, Midwayinseln, Mikronesien, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Neukaledonien, Neuseeland, Niue, Nördliche Mariannen, Ogasawara-Inseln, Ost-Afrika, Palau, Papua-Neuguinea, Paracel-Inseln, Persischer Golf, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Raja Ampat, Rapa, Rotes Meer, Ryūkyū-Inseln, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Spratly-Inseln, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Sulawesi, Sumatra, Tahiti, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Tokelau, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Wallis und Futuna, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
1 - 100 Meter 
Größe:
38 cm - 40 cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Invertebraten (Wirbellose), Kleine Fische 
Aquarium:
~ 1000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-09-28 13:12:12 

Haltungsinformationen

Dactyloptena orientalis (Cuvier, 1829)

Der sog. Helm-Flughahn lebt meist als Einzelgänger, seltener paarweise vor allem auf Sand-/ Schlammböden im küstennahen Wasser Tagsüber graben sich die Tiere, die in bis 100 Metern Tiefe vorkommen, oft ein.

Flughähne waren lange Zeit eine eigene Gruppe, werden aber seit einiger Zeit in die Familie der Scorpaeniformes gestellt.
Es sind komische, ja fast merkwürdige Fische, die einen schachtelartigen Körper und grosse flügelähnliche Brustflossen haben.
Entfernt verwandt sind sie mit Seemotten, denen sie entfernt auch ähnlich sehen. Flughähne fliegen nicht etwa, wie der Name vermuten lässt, sondern sie spazieren auf ihren fingerähnlichen Brustflossen über den Grund.

Flughähne ernähren sich hauptsächlich von Kleintieren, die im Bodengrund (Sand) finden. Dazu gehören Krebstiere, Mollusken und Würmer. Selbst vor kleinen Fischen machen sie nicht halt.

Im Aquarium sollte man Flughähnen grossflächig Sand bieten, das Becken bzw. Aquarium sollte gut eingefahren sein, so dass sich viele Kleinsttiere entwickeln konnten. Denn frisch importierte Flughähe verweigern meist totes Futter. Hinzu kommt, dass man ihnen viel Schwimmraum bieten sollte, verbunden mit einer geeigneten Riffgestaltung. Sie verklemmen sich leicht, weshalb ein normales Riffbecken mit vielen Steinen und Kluften nicht so besonders geeignet erscheint.
Besser ist ein Sandzonenaquarium!

Zudem sollte die Pflege erfahrenen Aquarianern vorbehalten bleiben, vor allem, was die Futteraufnahme betrifft.

ACHTUNG: vor dem Einsetzen MÜSSEN alle bodenbewohnenden Anemonen entfernt werden. Das Tier erkennt Anemonen nicht als Gefahr.


Synonyme:
Corystion orientale (Cuvier, 1829)
Corystion orientalis (Cuvier, 1829)
Dactylopterus cheirophthalmus Bleeker, 1855
Dactylopterus japonicus Bleeker, 1854
Dactylopterus orientalis Cuvier, 1829
Ebisinus procne Ogilby, 1910

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Scorpaeniformes (Order) > Dactylopteroidei (Suborder) > Dactylopteridae (Family) > Dactyloptena (Genus) > Dactyloptena orientalis (Species)

Bilder

Juvenil (Jugendkleid)


Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Dennis am 19.09.17#2
habe so einen Fisch bei Transmarine in Nürnberg erhalten. Er wurde als D. orientalis geführt, weshalb ich ihn auch hier einstellen möchte. Obwohl er eher dem D.gilberti ähnlich sieht.
Zum Zeitpunkt dieses Berichtes ist er etwa 15 cm lang.

Der Fisch ist sehr zutraulich und nicht scheu. Ich kann mich nur anschliessen. Diese Fische dürfen auf keinen Fall in einem zu dicht 'bebautem' Riffaquarium gehalten werden. Habe mein Meerwasserbecken gleich beim Einrichten auf solche Fische bzw. Lambis Schnecken und Sandaale abgestimmt.

Es ist sehr amüsant den Fisch bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten. Er macht grabende, stochernde Bewegungen mit den Bauchflossen, bzw mit den ersten Strahlen seiner riesigen Brustflossen. Aber nicht nur bei dieser Aktion schön anzuschauen. Vor allem auch wenn er mit voll gespreizten Brustflossen durchs Becken 'geht' ist er ein absoluter 'Eye-Catcher'

Der Dactyloptena geht bereits sehr gut ans Futter und frisst alle Sorten von Frostfutter. Pelletfutter werde ich noch probieren. Von den anderen Fischen wird er mit Respekt behandelt. Er selber ist den anderen Beckeninsassen absolut friedlich gegenüber, wobei ich bei kleinen Fischen und Garnelen, Krebsen und Krabben vorsichtig wäre.

ACHTUNG: vor dem Einsetzen MÜSSEN alle bodenbewohnenden Anemonen entfernt werden. Das Tier erkennt Anemonen nicht als Gefahr. Der Erste wurde leider Opfer einer Teppichanemone. Allenfalls könnten Entacmea versucht werden, evtl. auch nicht stark nesselnde Floridaanemonen, die oben im Riffaufbau angesiedelt werden. Besser wäre aber auf diese Tiere zu verzichten.

Vor nachtaktiven, Unruhe stiftenden Fischen wie beispielsweise Muränen würde ich, genauso wie von sehr großen Mitbewohnern abraten, da wenn er aufgeschreckt wird er wild durchs Becken schiesst und sich dabei verletzen, verklemmen bzw in eine Anemone schwimmen könnte. Diese Fische können extrem schnell sein.

Wenn ein 'Schmetterlingsfisch' ans Futter geht und für genügend Sandfläche gesorgt wird und die anderen Pflegehinweise berücksichtigt werden, würde ich ihn als relativ pflegeleicht einstufen.

Absoluten Neueinsteigern in die Meerwasseraquaristik würde ich diesen schönen, kuriosen und im Handel noch relativ seltenen Fisch nicht empfehlen. Meerwasseraquarianer mit Erfahrung und 'alten Hasen' auf jeden Fall.
nero am 22.08.05#1
Beide Fotos zeigen Dactylopterus volitans, nicht Dactyloptena orientalis. Dies ist an der geteilten ersten Rückenflosse und den nicht ausgezogenen Brustflossenstrahlen zu erkennen.
2 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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