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Zanclus cornutus Halfterfisch

Zanclus cornutus wird umgangssprachlich oft als Halfterfisch bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
361 
Wissenschaftlich:
Zanclus cornutus 
Umgangssprachlich:
Halfterfisch 
Englisch:
Moorish idol 
Kategorie:
Halfterfische 
Synonyme:
  • Chaetodon canescens (Linnaeus, 1758)
  • Chaetodon cornutus (Linnaeus, 1758)
  • Zanclus canescens (Linnaeus, 1758)
  • Zanclus cornotus (Linnaeus, 1758)
 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Zanclidae (Familie) > Zanclus (Gattung) > cornutus (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, 1758) 
Vorkommen:
Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Australien, Banggai-Inseln, Chagos-Archipel, China, Costa Rica, El Salvador, Equador, Fidschi, Galapagosinseln, Golf von Kalifornien / Baja California, Golf von Oman, Guam, Guatemala, Hawaii, Honduras, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kenia, Kermadecinseln, Kokos-Insel (Costa Rica), Kokos-Keelinginseln, Kolumbien, Korea, La Réunion, Lord Howe Insel, Madagaskar, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mexiko (Ostpazifik), Mikronesien, Mosambik, Myanmar, Neukaledonien, Neuseeland, Nicaragua, Nördliche Mariannen, Norforkinsel, Ost-Afrika, Palau, Panama, Papua, Papua-Neuguinea, Peru, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Raja Ampat, Rapa, Samoa, Seychellen, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sumatra, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Togian-Inseln, Tonga, Vanuatu, Vietnam, Wake-Atoll, Weihnachtsinsel , Yemen 
Meerestiefe:
180 Meter 
Größe:
20 cm - 25 cm 
Temperatur:
24°C - 26°C 
Futter:
Algen, Korallen(polypen), Muschelfleisch, Nahrungsspezialist 
Aquarium:
~ 1000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-10-24 09:45:21 

Haltungsinformationen

(Linnaeus, 1758)

Zanclus cornutus kommt bis in Tiefen von 180 Metern vor. Die Familie der Halfterfische (Zanclidae) ist monotypisch, sie enthält daher nur eine Gattung und diese dann nur eine Art.
Zanclus cornutus ernähren sich in der Natur von Schwämmen, Moostierchen, anderen sessilen Wirbellosen sowie auch von Algen. Sie leben im Meer meist paarweise, etwas was man im Aquarium - wenn man ihndenn schon unbedingt halten möchte - auch umsetzten sollte.

Unseres Erachtens ein nicht einfach zu haltender Fisch, der wirklich nur von sehr erfahrenen Aquarianern gepflegt werden sollte. Die Erfahrungen unterscheiden sich teils erheblich, von ganz leicht ohne Probleme, bis hin zu sehr schwer. Das geht schon los bei der Auswahl des Tieres im Zoofachhandel bis über die Beckenstruktur und Mitbesatz, sowie Futterangebot.

Allgemeins zur Aquarienhaltung.
Dieser Fisch ist nicht einfach in der Eingewöhnung und dabei recht empfindlich. Es gibt aber dementsprechende gegenteilige Berichte, wonach sich dieser Fisch auch etliche Jahre im Becken halten lies. Joachim Großkopf hat beispielsweise einen Zanclus cornutus 7 Jahre erfolgreich gepflegt. Siehe auch andere Artikel von Daniel Heerz. Auch er schreibt, dass es möglich wäre, zumindest unter gewissen Umständen, den Zanclus zu halten.

Von Joachim Großkopf erfuhr ich noch folgendes, was bei einer Pflege noch wichtig erscheint: Grundsätzlich gilt für Zanclus das Gleiche wie für Pygoplites (Kaiserfische), es kommt sehr darauf an, wie sie bei den Exporteuren und Importeuren behandelt wurden. In der Natur ist der Zanclus einer der häufigsten und am weitesten verbreiteten Fische, er gehört zu den Algenfressern, die aber auch anderen Aufwuchs nicht verschmähen, auf Schwämme ist er keinesfalls spezialisiert.

Leider eignet er sich nicht für Riffbecken mit Steinkorallen, allenfalls eine Vergesellschaftung mit Weichkorallen und Scheibenanemonen ist möglich.

Genauso wie die verwandten Doktorfische, ist er aber gegen Cryptocarion (Pünktchenkrankheit) empfindlich.

Dazu kommt noch, dass in das Aquarium, in dem Halfterfische kommen sollen, keinesfalls größere Fische sein dürfen, dann zeigen die Halfterfische ein Schreckverhalten, stellen den Wimpel,schwimmen die ganze Zeit so umher, und zeigen kein Freßverhalten. Allzu leicht meint man, dass dies das normale Verhalten sei, dies ist es aber nicht.

Am besten sind die Exemplare von den Malediven, wie bei Pygoplites, die fressen gut umgewöhnt schon nach ein bis zwei Tagen "wie die Sau".
Ich betone nochmal, es darf kein Fisch in dem Becken sein, der die Größe des Zanclus hat, von der Anfälligkeit gegen Cryptocarion ganz zu schweigen! Der Zanclus cornutus wurde, genau wie der Clownfisch und der Palettendoktofisch, durch den Film "Findet Nemo" besonders auch bei Kindern bekannt.

Synonyme:
Chaetodon canescens Linnaeus, 1758
Chaetodon cornutus Linnaeus, 1758
Zanclus canescens (Linnaeus, 1758)
Zanclus cornotus (Linnaeus, 1758)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Zanclidae (Family) > Zanclus (Genus)



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Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

AndreasHeisinger am 29.05.16#26
Wir haben einen Zanclus für ca. 1 Jahr gepflegt. Dieser Fisch hat alles widerlegt was ihm bei meinen Recherchen vor dem Kauf nachgesagt wurde. Bevor ich ihn kaufte beobachtete ich ihn mehrere Tage im Händlerbecken. Er nahm brav jede Art von Frostfutter und sah rundum gesund aus. Bei uns zu Hause gab es keinerlei Probleme bei der Eingewöhnung und das Tier entwickelte sich als der absolute Chef im Becken. Obwohl wir mehrmals täglich kräftig füttern gab er den anderen Fischen jedesmal zu verstehen, dass er bitte zuerst fressen muss. Ja er war eine wahre Fressmaschine.
Nach einigen Wochen frass er dann systematisch unseren gesamten Krustenanemonen-Bestand weg. Dabei jagte er jeden Lippfisch, der dazukam um aufgeschreckte Kleintiere zu erbeuten bis in die hinterste Spalte im RIffaufbau. Die schönsten Krusten setzte ich in ein Artenbecken um, sodass irgendwann keine mehr da waren.
Zum Guten Schluss machte er sich über die Polypen meiner SPS her und dies nicht nur ab und zu zaghaft, sondern mit einem Appetit wie Homer Simpson beim Anblick von Partywürstchen oder Speck.
Bei Arbeiten im Becken war er immer dabei und beobachtete ganz genau was ich da tat.
Es kann Glück gewesen sein aber das Tier erwies sich als absolut pflegeleicht.
Ich konnte nicht noch mehr füttern um ihm die SPS-Korallen abzugewöhnen. Daher beschloss ich ihn an einen Freund in ein Fischbecken abzugeben. Das Fangen mit der Fischfalle war kein Problem. Der Zanclus war der erste, der neugierig ohne Scheu in die Falle schwamm.
Nun schwimmt er dort und ist auch im zweiten Jahr der Hingucker überhaupt. Schön und Stolz. Ein toller Fisch aber aufgrund seiner Nahrungsgewohnheiten nur für ein Fischaquarium und auch kein Anfängertier.
Mett am 17.02.16#25
Wie bereits desöfteren beschrieben ist er in der Eingewöhnung heikel und frisst oft nicht gleich.

Tipp zur Fütterung, wenn der Fisch zwar sucht und kostet aber das Meiste wieder ausspuckt: Weisbrot, kleine (ca.0,5cm Stücke) werden sehr oft genommen und NICHT wieder ausgespuckt!

Natürlich sollte der Fisch dann auch auf anderes Futter umgestellt werden bzw. ihm ausreichend Vielfalt geboten werden(Mysis,Muschelfleisch,Artemia,Flockenfutter,Algen,Schwämme,etc.)
Ich habe das mit dem Weisbrot sehr oft beobachten können, da ich beruflich sehr viel mit diesen Tieren zutun hatte.

Nichtsdestotrotz, ein Tier für große Riffaquarien hinterdenen auch ein Erfahrener Aquarianer steht der es ihnen nicht übel nimmt wenn mal an den Steinkorallen gezupft wird.
Goldmaus am 19.10.15#24
Ich halte diesen Zanculus seit einem Monat in einem 200x60x60 Becken. Der Aufbau ist so gestaltet, dass die Fische um die 3 Riffsäulen drum heraumschwimmen können. Die Riffsäulen sind mit Korallenästen verbunden, sodass auch Überhänge Vorhanden sind. Das genügend Schwimmraum vorhanden ist, ist wichtig für diese großen Fische. Der Zanculus wurde zeitgleich mit 3 Doktoren (Weisskehl, Palettendoktor, Hawaidoktor), 1 Traumkaiser und 2 verschiedenen Pinzettenfischen eingesetzt. Alle Fische ungefähr gleich groß. Es gab kein Probleme. Ich fahre ununterbrochen Ozon und UV. Kein Tier hatte Pünktchen und alle Tiere haben auch gleich gefressen sowohl Frostfutter, als auch Flockenfutter. Ich füttere 1-2 täglich Flockenfutter und 1 mal täglich Frostfutter. Der Zanculus ist völlig entspannt und ist mir bis jetzt auch nicht an Korallen gegangen. Er schwimmt total entspannt ohne aufgestellten Wimpel. Habe Weichkorallen, Gorgonien, SPS und LPS. Bei mir war die Eingewöhnungsphase einfach. Aber mein Händler hat mir auch versichert, das sie nicht mit Gift gefangen wurden.
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