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Phenganax parrini Röhrenkoralle

Phenganax parrini wird umgangssprachlich oft als Röhrenkoralle bezeichnet.



Steckbrief

lexID:
2365 
AphiaID:
708469 
Wissenschaftlich:
Phenganax parrini 
Umgangssprachlich:
Röhrenkoralle 
Englisch:
Matt Polyps 
Kategorie:
Röhrenkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Clavulariidae (Familie) > Phenganax (Gattung) > parrini (Art) 
Erstbestimmung:
Alderslade & McFadden, 2011 
Vorkommen:
Australien, Cookinseln, Fidschi, Indonesien, Malaysia, Marshallinseln, Mikronesien, Salomon-Inseln, Salomonen, Sulawesi, Thailand, Vanuatu 
Meerestiefe:
11 - 19 Meter 
Größe:
bis zu 1cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-04-09 14:03:18 

Haltungsinformationen

Phenganax parrini, Alderslade & McFadden, 2011

Diese Koralle wurde früher oft als Cervera sp., Stolonifera sp. oder als Carijoa sp. bezeichnet, da man nicht genau wusste, wie diese bis dahin unbeschriebene Art einzuordnen ist. Wissenschaftliche Untersuchungen mittels DNA-Analysen durch Prof.Dr.Cathy McFadden aus Kalifornien führten letztlich zur Bestimmung und Einrichtung einer neuen Gattung Phenganax , sowie der Beschreibung der neuen Art Phenganax parrini.

Die Röhrenkoralle wurde erst im Jahr 2011 wissenschaftlich als eine neue skleritfreie Gattung und Art von Clavulariidae (Coelenterata: Octocorallia) beschrieben.

Diese Koralle bildet teppichartige Polster und kann dabei Steine, Dekoration und Korallenskelette überwachsen.Sie zeigt ein netzartiges Stolonengeflecht an der Basis.Die braunen Polypen können sich in einem röhrenförmigen Basisteil zurückziehen.Die Polypen sehen wie eine sehr kleine Variante von Clavularia Röhrenkorallen aus. Die Polypen werden nur wenige Millimeter groß.

Die Röhrenkoralle soll unter starkem Licht ein großes Wachstumspotential aufweisen,sich unter Umständen großflächig ausbreiten und zu einem Problem in Meerwasseraquarien werden können.Lebendes Gewebe von Korallen soll nicht befallen werden.

Am besten behilft man sich mit dem Herausnehmen befallener Steine und dem Abschrubben der Koralle. Die Steine dann unter Salzwasser spülen und wieder zurück. Treten neue Korallen auf, den Vorgang wiederholen.

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Muelly am 21.03.20#7
Phenganax parrini überwächst totes Riffgestein und tote Korallen, manchmal auch die Rückwand. Wenn sie im Aquarium einmal eingeschleppt worden sind, breiten sich diese Röhrenkorallen zu einem dunkelbraunen dichten Teppich aus. Ich habe leider den Moment verpasst, als es nur ganz wenige waren. Der Stein hätte sofort entfernt werden müssen. Ich versuche diese Röhrenkorallen durch starkes Wachstum von Steinkorallen,die Vermehrung von Scheibenanemonen und Förderung von Kalkrotalgen einzudämmen. Kalkrotealgen werden bei mir niemals besiedelt. Ziel ist es Phenganax parrini jeglichen freien Platz zu nehmen. Ganz werde ich diese Pest wohl nicht losbekommen, möchte ihr aber Platz zum weiteren Ausbreiten soweit wie möglich nehmen. Freßfeinde sind mir nicht bekannt und andere Maßnahmen helfen nicht flächendeckend und vor allem leider nur vorrübergehend. Fazit: Beim Entdecken sofort entfernen ! Spätere Entfernung ist eher unwahrscheinlich, Eindämmen in gewissen Grenzen möglich.
L4rs am 06.04.13#6
Man kann nur den Stein entfernen wo die drauf wächst ... oder gar mit Riffmörtel zumauern.

Ansonsten habe ich keine andere Möglichkeit gefunden diese Röhrenkoralle zu bekämpfen.

Selbst mehrfache Behandlungen mit Calciumhydroxyd hat diese Koralle überstanden.

Mein Tip wenn man diese Röhrenkoralle sichtet SOFORT handeln es ist eine wirklich Plage.

LG Lars
cook am 20.09.11#5
Die Haltung ist auch auf einem solitären Stein nicht ohne Vorsicht zu bewerkstelligen. Cervera wächst nämlich sogar über den Sand...

Grüsse
Raphael
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